Bekämpfung der Pandemie

Eilanträge gegen Corona-Sperrstunde in Freiburg abgelehnt

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red/ba
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27. Oktober 2020
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Bar-Hocker in Freiburg bleiben ab 23 Uhr leer. ©Archivfoto: Lukas Habura

Die verlängerte Corona-Sperrstunde in Freiburg ab 23 Uhr ist rechtens. Das Verwaltungsgericht hat zwei Eilanträge von Gastronomen abgewiesen.

In Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gilt seit Donnerstag eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr für Gaststätten. Grund ist die Bekämpfung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus in der Region. 

Zwei Gaststättenbetreiber wollten per Eilantrag dagegen vorgehen – das Verwaltungsgericht hat das nun abgelehnt und die Anträge abgewiesen, wie aus einer Pressemitteilung von Dienstag hervorgeht. Die Verlängerung der Sperrzeit sei geeignet, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen, so die Begründung.

Die Regelung trage zu einer Reduzierung der Kontakte bei und schränke damit die Gelegenheiten zur Übertragung des Virus ein, zumal das Risiko einer Übertragung in Innenräumen gerade durch die Aerosolausscheidung bei lautem Sprechen, Singen oder Lachen stark ansteigt, schreibt das Gericht.

Wird mehr privat gefeiert?

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Die Gastronomen sind der Ansicht, dass bei einer Sperrzeitverlängerung einfach mehr privat gefeiert werde. Das Verwaltungsgericht weist jedoch darauf hin, dass private Ansammlungen von mehr als zehn Personen nach der Corona-Verordnung des Landes verboten sind. Zudem könne nicht davon ausgegangen werden, dass sämtliche Gäste in privaten Räumen weiter feiern.

Die Sperrzeitverlängerung sei trotz der damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen für die Antragsteller verhältnismäßig. Angesichts der in Einzelfällen schweren gesundheitlichen Folgen für erkrankte Personen und der derzeitigen Gefahr eines exponentiellen Wachstums bestehe ein erhebliches öffentliches Interesse an der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie, heißt es weiter in der Begründung des Gerichts.

Die Beschlüsse sind noch nicht rechtskräftig.

Auch in der Ortenau gilt inzwischen eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr. 

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