Baden-Württemberg

Strengere Maßnahmen: Corona-Warnstufe tritt in Kraft

red/ba
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02. November 2021
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©Symbolfoto: dpa

Nun ist es offiziell: In Baden-Württemberg gelten ab Mittwoch die verschärften Regelungen der Corona-Warnstufe, da die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen weiter über 250 liegt. Auf Ungeimpfte kommen nun weitere Einschränkungen zu.

Das Landesgesundheitsamt (LGA) hat am Dienstagabend bestätigt, dass ab Mittwoch in Baden-Württemberg die Warnstufe greift.

Mit ihr dürfen Ungeimpfte öffentliche Veranstaltungen, Museen, Theater, Kinos oder Restaurants nur noch mit negativem PCR-Test besuchen – und müssen diesen auch selbst bezahlen. Mit der Warnstufe entfällt auch die Befreiung von der Maskenpflicht beim 2G-Optionsmodell für immunisierte Besucher sowie Beschäftigte. Ein Haushalt darf sich in der Warnstufe zudem nur noch mit fünf weiteren Personen treffen – ausgenommen sind Geimpfte oder Genesene, Personen unter 18 Jahren sowie Menschen, die sich nicht impfen lassen können.

„Treiber der Pandemie“

Laut LGA wurden auf den Intensivstationen im Land nun den zweiten Werktag in Folge mehr als 250 Covid-19-Patienten behandelt. Damit wird die Warnstufe ausgerufen. 

Gesundheitsminister Manne Lucha sieht in der Pressemitteilung einen Zusammenhang zwischen dem sich ausbreitenden Virus und nicht geimpften Menschen: „Wir erleben derzeit eine Pandemie der Ungeimpften. Das sehen wir nicht nur an den getrennt ausgewiesenen Inzidenz-Werten, sondern auch auf den Intensivstationen. Dort liegen fast ausnahmslos nicht-geimpfte Patientinnen und Patienten mit einem schweren Verlauf. Es ist deshalb klar, dass wir mit den Einschränkungen bei den Nicht-Geimpften ansetzen müssen. Sie sind Treiber der Pandemie und sorgen für die Belastung des Gesundheitssystems“, so Lucha.

Welche Regeln gelten in der Warnstufe?

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht mit den wichtigsten Beschränkungen in der Warnstufe:

Private Treffen

In der Warnstufe darf sich nur ein Haushalt mit 5 weiteren Personen treffen. Ausgenommen sind Geimpfte und Genesene sowie Personen unter 18 Jahren. Auch Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, werden nicht mitgezählt. Paare, die nicht zusammen leben, zählen als ein Haushalt.

Öffentliche Veranstaltungen

In geschlossenen Räumen gilt die 3G-Regel mit PCR-Test. Das heißt, ein Schnelltest reicht für Ungeimpfte und Nicht-Genesene nicht mehr aus. Bei Veranstaltungen im Freien gilt weiterhin 3G ohne PCR-Test-Pflicht. Die Veranstalter dürfen jedoch auch das 2G-Optionsmodell nutzen und nur Geimpfte und Genesene einlassen.

Öffentliche Verkehrsmittel

In keiner der drei Stufen ist mit irgendwelchen Einschränkungen zu rechnen. Es gilt aber weiterhin die Maskenpflicht.

Kultureinrichtungen

Auch in Museen, Bibliotheken oder Galerien gilt die 3G-Regel mit PCR-Test-Pflicht für Ungeimpfte und Nicht-Genesene. Im Freien gilt weiterhin die 3G-Regel ohne PCR-Test-Pflicht.

Religiöse Veranstaltungen

Auch bei Messen und Gottesdiensten gibt es keine weiteren Regelungen abgesehen von der Maskenpflicht, der Kontaktdatenangabe und einem Hygienekonzept.

Hotel- und Gastgewerbe

Im Gastgewerbe gilt in der Warnstufe ebenfalls weiterhin die 3G-Regel. Corona-Tests müssen von Ungeimpften alle drei Tage wiederholt werden. Eine PCR-Test-Pflicht besteht in der Warnstufe noch nicht.

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Messen und Ausstellungen

In der Warnstufe gilt auf Versammlungen die 3G-Regel mit PCR-Test-Pflicht in geschlossenen Räumen. Im Freien genügen auch weiterhin Schnelltests für Ungeimpfte.

Gastronomie

In Restaurants und Bars gilt in der Warnstufe 3G mit PCR-Test-Pflicht für Ungeimpfte in geschlossenen Räumen. Im Freien reicht ein Schnelltest aus.

Freizeitparks, Schwimmbäder usw.

In geschlossenen Räumen gilt 3G mit PCR-Test-Pflicht für Ungeimpfte. Im Freien bleibt es bei der herkömmlichen 3G-Regel ohne die Pflicht über einen Nachweis eines negativen PCR-Tests.

Körpernahe Dienstleistungen

Beim Friseur oder im Nagelstudio gilt in der Warnstufe weiterhin die 3G-Regel ohne PCR-Test-Pflicht für Ungeimpfte. Die Dienstleister können jedoch freiwillig das 2G-Modell verwenden. Dann hätten nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt.

Einzelhandel

Dem Einzelhandel werden auch in der Warnstufe keine weiteren Beschränkungen auferlegt. Die Händler können jedoch auf freiwilliger Basis das 2G-Modell einführen, bei dem nur Geimpfte und Ungeimpfte Zutritt haben.

Sport und Fitnessstudio

Sport ist in geschlossenen Räumen nur mit einem 3G-Nachweis möglich. Ungeimpfte müssen in der Warnstufe einen PCR-Test vorlegen. Im Freien gilt weiterhin die normale 3G-Regel ohne PCR-Test-Pflicht.

Clubs und Diskos

In Clubs und Diskos wird die 2G-Regel in der Warnstufe verpflichtend. Dann haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt.

Bordelle

Auch hier gilt die 3G-Regel mit PCR-Test. Der Zutritt zu Bordellen ist in der Warnstufe nur mit einem Nachweis über eine Impfung, Genesung oder einen negativen PCR-Test möglich.

 

Ausnahmen von der PCR-Pflicht und 2G-Beschränkung*

  • Kinder unter 6 Jahren
  • Kinder bis einschließlich 7 Jahre, die noch nicht eingeschult sind
  • Grundschüler und Schüler eines sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums,
  • einer auf der Grundschule aufbauenden Schule oder einer beruflichen Schule (Testung in der Schule)
  • Personen unter 18 Jahren, die nicht mehr zur Schule gehen (negativer Antigen-Test erforderlich)
  • Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können (ärztlicher Nachweis notwendig, negativer Antigen-Test erforderlich)
  • Personen, für die es keine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) gibt (negativer Antigen-Test erforderlich)
  • Schwangere und Stillende, da es für diese Gruppen erst seit dem 10. September 2021 eine Impfempfehlung der STIKO gibt (negativer Antigen-Test erforderlich)

*gilt nicht für Saunen, Dampfbäder und ähnliche Angebote

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