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Nabelschnur abgetrennt: Zollbeamte plötzlich Geburtshelfer

Autor: 
red/ah
Lesezeit 2 Minuten
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02. Juli 2021

©Hauptzollamt Lörrach

Den Sonntagsdienst hatten sich Zöllner beim Zollamt Weil am Rhein-Autobahn sicher anders vorgestellt. Sie mussten als Geburtshelfer aktiv werden.

Gegen 15.30 Uhr ging am Sonntag der Anruf eines Reisenden ein. Er sei mit seiner Frau und mehreren Verwandten von der Schweiz kommend in einem Kleinbus auf der Autobahn unterwegs, sie befänden sich kurz vor dem Zollamt und würden dringend Hilfe benötigen, da bei seiner hochschwangeren Frau gerade die Fruchtblase geplatzt sei. Das teilt das Hauptzollamt Lörrach in einer Pressemitteilung mit.

Die Beamten verständigten den Rettungsdienst und bereiteten den Erste-Hilfe-Raum der Dienststelle vor. Als das Fahrzeug schließlich wenige Minuten später auf der Rückseite des Abfertigungsgebäudes vorfuhr, begaben sich die Kollegen mit medizinischem Mundschutz und Handschuhen sofort hin und öffneten die Seitentür des Kleinbusses, heißt es.

Auf der hinteren Sitzbank saß eine sichtlich mitgenommene junge Frau, neben ihr eine weitere Person mit dem Neugeborenen im Arm, ebenfalls sehr verstört.

Baby schrie

Einer der als Ersthelfer ausgebildeten Zöllner nahm der Frau den Säugling ab, stellte keine äußeren Verletzungen fest und war sehr erleichtert, als das Baby mehrfach schrie.

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Allerdings war es noch über die Nabelschnur mit der Mutter verbunden. Kurzerhand schnitt er diese mit einer desinfizierten medizinischen Schere durch.

Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes drückte ein zweiter Beamter, mangels medizinischer Klemme, die Nabelschnur zum Kind eigenhändig ab. Mutter und Kind wurden dann laut Hauptzollamt Lörrach in eine Wärmedecke gepackt.

Unter Schock

Derweil kümmerte sich eine weitere Beamtin um die restliche Reisegesellschaft, deren Mitglieder alle sichtlich unter Schock standen.

Der schließlich eingetroffene Rettungsdienst übernahm die Nachsorge und brachte beide - das Baby inzwischen im Inkubator, um es weiter warm zu halten - ins Krankenhaus nach Lörrach. Am Montag konnte die Familie mit dem kleinen Mädchen wieder die Heimreise antreten.

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