Masche namens Sextortion

Nach sexuellen Handlungen vor der Kamera: 20-Jähriger erpresst

Autor: 
red/js
Lesezeit 2 Minuten
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15. Juli 2021
Ein Mann schaut sich Pornos an. 

Ein Mann schaut sich Pornos an.  ©Marcus Brandt

Die Polizei warnt vor einer Erpressungsmasche namens Sextortion: Dabei werden die Opfer zu sexuellen Handlungen vor der Kamera überredet und dann mit den Aufnahmen davon erpresst. So erging es jetzt auch einem 20-Jährigen aus dem Murgtal.

Ein 20-Jähriger aus dem Murgtal ist nach einem Video-Sexchat erpresst worden. Die Masche ist bei der Polizei unter dem Namen Sextortion bekannt. Die Beamten bezeichnen die Vorgehensweise in einer Pressemitteilung als "hinterhältig und zu oft erfolgreich". 

Selbes Muster

Die Taten folgen dem dabei laut Polizei demselben Muster wie bei dem 20-Jährigen. Täter und Opfer lernen sich in den sozialen Medien kennen und chatten dann per Video. Dabei entledigt das meist äußerst attraktive Gegenüber sich erstaunlich schnell seiner Kleidung , fordert das Opfer auf, ebenfalls die Hüllen fallen zu lassen und in letzter Instanz auch sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen, heißt es weiter. Ob es sich in dem Fall bei dem "Gegenüber" um eine Frau oder einen Mann handelt, teilte die Polizei nicht mit. 

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In dem Fall hatte das Opfer Glück im Unglück. Der Täter drohte nur mit der Veröffentlichung der Videos und stellte sie nicht online, wie Baden Online auf Nachfrage erfuhr. Es sei auch kein Geld geflossen. 

Zum Schutz vor solchen Epressungsversuchen rät die Polizei: 

  • Stimmen Sie nicht vorschnell einem Videochat zu.
  • Im Zweifel: Kleben Sie die Chatkamera zunächst ab, um lediglich verbal zu kommunizieren und das Geschehen zu beobachten.
  • Stimmen Sie keinen Entblößungen oder intimen Handlungen in Videochats zu, wenn Sie die Person erst seit kurzem kennen.

Opfern von Sextortion empfiehlt die Polizei: 

  • Überweisen Sie kein Geld. Die Erpressung hört nach der Zahlung meist nicht auf.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
  • Kontaktieren Sie den Betreiber der Seite und veranlassen Sie, dass das Bildmaterial gelöscht wird. Nicht angemessene Inhalte kann man dem Seitenbetreiber über eigens hierfür eingerichtete Buttons melden.

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