Coronavirus

Pflegebündnis kritisiert Debatte über berufsbezogene Impfpflicht

Autor: 
red/ba
Lesezeit 2 Minuten
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16. November 2021

©Foto: picture alliance/dpa | Friso Gentsch

Die Politik diskutiert über eine mögliche Coronavirus-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen. Insbesondere die Pflege steht im Fokus. Das Pflegebündnis Mittelbaden sieht darin ein politisches Ablenkmanöver.

Das Pflegebündnis Mittelbaden in Gaggenau kritisiert in einer Pressemitteilung die Pläne für eine berufsbezogene Impfpflicht. Unter anderem der Deutsche Ethikrat und der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha hatten sich zuletzt für eine solche Impfpflicht ausgesprochen – insbesondere im Pflegebereich. 

Zwar betont das Pflegebündnis die Notwendigkeit der Corona-Schutzimpfung und man werbe in den Einrichtungen und in der Bevölkerung auch dafür. Jedoch gebe es keine validen Daten, wonach die Impfunwilligen in Pflege und Medizin für das Ansteigen der Inzidenzwerte sorgen würden. „Die Impfquoten in unseren Häusern liegen schon seit langem deutlich über dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung“, betont der Verein. „In unseren Augen ist es absurd diese Diskussion zu diesem Zeitpunkt zu führen und soll lediglich von der anhaltenden politischen Hilflosigkeit ablenken.“

„Stigmatisierung eines Berufsstandes“

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Man fürchte „die Stigmatisierung eines Berufsstandes“, um von politischen Fehlern abzulenken. Seit mehr als einem Jahr organisieren sich im Pflegebündnis Mittelbaden nicht nur Einrichtungen im Landkreisen Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden, sondern auch Einrichtungen in der Ortenau. „Das Problem haben andere zu verantworten, die es in den vergangenen Monaten nicht geschafft haben, die breite Bevölkerung von der Wichtigkeit und der Relevanz des Impfens zu überzeugen“, so das Bündnis. Zugleich sei „ernsthaftes politisches Handeln zur Verbesserung der Situation in der Pflegelandschaft“ nicht zu erkennen.

Der Deutsche Ethikrat hatte vergangene Woche die Bundesregierung aufgefordert, angesichts der pandemischen Lage eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen zu prüfen. Vor allem ärztliches und pflegendes Personal trage eine besondere Verantwortung dafür, die ihnen Anvertrauten nicht zu schädigen, hieß es in einer Stellungnahme. 

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