Ebersweier stand Kopf

Tausende feierten beim Reblandtreffen

Autor: 
Rosa Harmuth
Lesezeit 3 Minuten
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10. Februar 2020

Bunte Gruppen waren am Sonntag in Ebersweier unterwegs, wie hier die Pfannenschleckerzunft. ©Christoph Breithaupt

Die Besucherzahl übertraf die Einwohnerzahl um mehr als das Zehnfache. Beim 39. Reblandtreffen in Durbach-Ebersweier am Sonntag bewegte sich ein Umzug mit 103 angemeldeten Narrenzünften von nah und fern durchs Dorf gesäumt von bis zu 14 000 närrischen Besuchern. 

12 000 bis 14 000  Besucher und 103 angemeldete Narrenzünfte mit mehreren Untergruppen kamen am Sonntag zum Reblandtreffen nach Ebersweier. Laut, schrill und unbändig bewegte sich der bunte Fasnachtsumzug durch die Straßen. Auf der Hauptverkehrsstraße war kein Durchkommen mehr. Dennoch verlief die Veranstaltung – wie erwartet – friedlich. 

Bereits mehrere Stunden vor Beginn sicherten sich Besuchergruppen Park- und Verpflegungsstationen. In der Halle am Durbach, im Sportheim und allen Zelten bebten die Wände. Entlang des „Hexenzipfel“ in der Wiesenstraße sättigten bestens ausgerüstete „Hofkneipen“ das aufgescheuchte Narrenvolk mit Gaumenfreuden. „Ohne die kameradschaftliche Kooperation mit den Ortsvereinen wäre diese Veranstaltung undenkbar“, sagen die Verantwortlichen vom Narrenclub Ebersweier einstimmig. Das „Hand-in-Hand-Arbeiten“ von der Planung bis zur Durchführung gewährleistet den reibungslosen Ablauf.

Trickreiche Shows
Bunt und lebhaft wie das dicht gedrängte Publikum am Straßenrand waren die 103 angemeldeten Zünfte: Zu den Alteingesessenen gesellten sich junge Gruppen, die mit witzigen und trickreichen Straßenshows begeisterten und Jubel ernteten. Tiere, Hexen, Lumpengesindel und Dämonen boten ein abwechslungsreiches Programm auf der gesamten Umzugsmeile. 

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Gruppen der 60er- und 70er- Jahre waren ebenso dabei wie eine Zunft, die 2010 erst gegründet wurde. Ungestüme Germanen, schnurrende Katzen, brave Schafe, Linxer Hühner, Bärenfänger, Schärmies (Mäuse), Geister, Bürstenmacher, Trolle und Speckmockel.  Krachmusiker, Blech-Bläser und Trommelschläger belebten den närrischen Lindwurm mit fetzigen Rhythmen. Donnernde Kanonenschläge, Riesenrätschen, stimmgewaltige Urlaute, Schellengürtel und Fahnen machten das Straßenfest für alle Generationen zum unvergesslichen Erlebnis. 

Während das Stimmungsbarometer ein gleichbleibendes Hoch verzeichnete, waren bereits am frühen Nachmittag erste Anzeichen des herannahenden Sturmtiefs spürbar. Doch dem bunten Treiben tat das keinen Abbruch.
Unter 140 Anfragen von Narrenzünften hatten die Veranstalter die Qual der Wahl. Schließlich landeten 103 Zünfte mit etlichen Untergruppen den Glückstreffer: Sie durften dabei sein! 

Überraschend war die einfühlsame Begegnung vieler Maskierter mit den zahlreichen Kindern entlang der Straße. Rund zehn Kilo wog ein Erwachsenengeschell mit 34 Glocken der Narren aus dem Landkreis Rottweil.
Popcorn, Mäusewecken und viele interessante Dinge verteilten die Gruppen unter das bunt verkleidete Narrenvolk. Die Speckmockel aus Bösingen verschenkten 2500 Speckstücke und 1000 Brezeln.

Viele Einzelfiguren wurden in Ketten mitgeführt, um sie in Schach zu halten, darunter Teufel, Dämonen und Strohgespinste.
Bis zur Schweizer Grenze, nach Pforzheim und in den Hochschwarzwald mussten die Zünfte den Heimweg antreten.

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