Coronakrise in Baden-Württemberg

Tourismus bricht ein - Süden weniger stark betroffen

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red/dpa/lsw
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19. Oktober 2020
Vielerorts sind die Übernachtungszahlen eingebrochen (Symbolbild).

Vielerorts sind die Übernachtungszahlen eingebrochen (Symbolbild). ©Foto: picture-alliance/ dpa/Peter Kneffel

Nicht alle Tourismusregionen im Land sind gleich stark von der Coronapandemie betroffen. Während in der Region Stuttgart die Übernachtungen im August stark unter Vorjahresniveau blieben, verzeichnen andere Regionen sogar Zuwächse.

Stuttgart - Der Tourismus in Baden-Württemberg ist in der Corona-Pandemie stark eingebrochen. Den Tiefpunkt erlebte die Branche im April, als die Zahlen der Gäste (-94 Prozent) und der Übernachtungen (-88,3 Prozent) stark einbrachen, wie das Statistische Landesamt in Stuttgart am Montag mitteilte. Auch in den Haupturlaubsmonaten Juli und August blieben die Zahlen im Minus. So lag die Zahl der Gäste im Juli noch 33,7 Prozent im Minus und im August um 22,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den landesweiten Übernachtungszahlen (Juli: -26,2 Prozent, August: - 16,1 Prozent).

Dabei sind nicht alle Regionen im Land gleich stark betroffen. Während in der Region Stuttgart die Übernachtungen im August stark unter Vorjahresniveau blieben (-42,7 Prozent), ebenso im nördlichen Baden-Württemberg (-18,3 Prozent), verzeichneten die südlichen Regionen Hegau (+7,1 Prozent) und Bodensee (+1,1 Prozent) sogar Zuwächse. Doch beim Blick aufs ganze Land bleibt ein deutliches Defizit von 39,3 Prozent weniger Übernachtungen im Zeitraum Januar bis August, und 45,8 Prozent weniger Gäste als im Vorjahreszeitraum. Auch die südlichen Regionen mit Zuwächsen in der Hochsaison landen bei der Bilanz der ersten Jahreshälfte deutlich im Minus.

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Für die Umsätze im Gastgewerbe bedeute dies einen preisbereinigten Rückgang von 34,9 Prozent in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zu 2019. Die Zahl der Beschäftigten ging um 13,4 Prozent zurück. Tourismusminister Guido Wolf (CDU) teilte dazu am Montag mit: „Die Folgen der Corona-Krise quälen den Tourismus im Land noch erheblich. Es ist leider davon auszugehen, dass diese Qualen noch einige Zeit anhalten werden.“ Die Regierung habe deshalb die Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe verlängert und ausgeweitet.

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