Dank gedämmtem Stoffverdeck ganzjährig nutzbar / Fahrspaß in allen Fahrmodi

BMW 230i Cabrio: Kompakt, offen und kraftvoll

Autor: 
Friedbert Weizenecker
Lesezeit 3 Minuten
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05. Mai 2018
Trotz des M-Pakets kommt das BMW 2er-Cabrio mehr elegant als sportlich daher. Der Hinterradantrieb sorgt nach wie vor auf ­trockenen Straßen für grandiosen Grip.

(Bild 1/2) Trotz des M-Pakets kommt das BMW 2er-Cabrio mehr elegant als sportlich daher. Der Hinterradantrieb sorgt nach wie vor auf ­trockenen Straßen für grandiosen Grip. ©Jan Weizenecker

Im vergangenen Jahr erhielt das BMW 2er-Cabrio eine Auffrischung. Das Blechkleid des 4-sitzigen Kompakt-Cabrios erhielt dazu nur leichte, erst im direkten Vergleich erkennbare Retuschen an der Front. BMW-typische Doppelscheinwerfer prägen die Front. Serienmäßig sind das BMW 2er-Coupé und das BMW 2erCabrio jetzt mit neuen Bi-LED-Scheinwerfern ausgestattet. 

Im Innenraum sind die Veränderungen deutlicher zu erkennen. So ist das Armaturenbrett nun sichtbar horizontaler angelegt als bisher. Die Mittelkonsole sucht ihren optischen Weg nicht mehr nach unten, sondern zu den Seiten. Das bisher prominent erkennbare Handschuhfach ordnet sich nun dem Gesamtdesign unter. 

Kinderleicht: Der Bildschirm ist nun als Touchscreen ausgeführt. Alternativ kann er weiterhin über einen Dreh-/Drückregler bedient werden. Ich bin ein Fan dieser kinderleichten Art der Steuerung, auch wenn heute scheinbar überall die Bedienung per Touchscreen Einzug hält. Die Instrumente hinter dem Lenkrad werden weiterhin analog ausgeführt, erstrahlen aber in neuem Design und mit integrierten Digitalinformationen. 

Wertvoll nicht nur für Internetfans ist die Integration der aktuellen BMW-Connektivtäts-Systeme in den 2er. Gegen den nicht gerade geringen Aufpreis von 2750 Euro gibt es das Navigationspaket mit Connected Drive. Ich habe das 230i-Cabrio über 14 Tage hinweg unter die Lupe genommen. 

Die Preise beginnen zwar bei 34 200 Euro (218i). Aber mit dem 8-Gang-Automatikgetriebe werden beachtliche 47 750 Euro fällig. Mindestens! Mein gut ausgestatteter Testwagen liegt allerdings in Summe bei runden 60 000 Euro. Das ist sehr viel Holz für einen offenen Kompaktwagen. 

Angemessen: Das Fahrverhalten ist über jeden Zweifel erhaben und vermittelt in allen Fahrmodi Freude am Fahren. Dass der Eco-Modus den Verbrauch, wie man vielleicht erwarten möchte, deutlich senkt, kann ich nicht bestätigen. Auch wenn der kombinierte Normverbrauch mit knapp über sechs Liter angegeben wird, verbrauchte mein Testwagen, der maximal 252 PS auf die Straße bringt, über die Testphase hinweg 8,5 Liter. Für so viel Fahrfreude ein angemessener Wert.

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Selbstredend wuchtet diese Maschine das 2er-Cabrio jederzeit souverän vorwärts. Die Leistungswerte des druckvollen, doppelt aufgeladenen Vierzylinders rufen stürmische Begeisterung hervor. Das liegt nicht nur daran, dass dieser BMW eine Menge Power bereitstellt. Dafür ist in erster Linie der Heckantrieb verantwortlich. Der mechanische Grip auf der Hinterachse ist bei trockener Fahrbahn einfach grandios. 

 

Rückenfreundlich: Zwar konnte die Alltagstauglichkeit des 2er-Cabrios gesteigert werden, weil das Kofferraumvolumen gewachsen ist und, dank der umklappbaren Rücksitzbank, sogar die obligatorischen Golfbags verstaut werden können. Aber durch die hohe Ladekante, das tief sitzende Gepäckabteil und die relativ geringe Höhe des Gepäckraums ergeben sich jedoch Einschränkungen in der Nutzung. Wo ein viertüriges Cabrio den Zugang auf die zweite Sitzreihe auch für Gepäck erleichtert, kann die Rückbank beim zweitürigen BMW 2er nur über rückenunfreundliches Verbiegen nutzbar gemacht werden.

 Das 2er Cabrio kann ansonsten als Ganzjahres-Auto bezeichnet werden. Nicht zuletzt, weil sein Stoffverdeck bestens gedämmt ist. Vier Personen finden im 2er Cabrio indes nur auf kurzer Strecke Platz – hinten ist für mittlere Entfernungen einfach zu wenig Fußraum. Die Stoffhaube öffnet und schließt vollautomatisch binnen 20 Sekunden. Das funktioniert bei Geschwindigkeiten bis zu 50 Stundenkilometern. 

Komfortabel: der Cabrio-Modus der Klimaanlage. In Kombination mit der dreistufigen Sitzheizung und dem Windschott (gegen Aufpreis) lässt es sich selbst an sonnigen Wintertagen offen fahren. Eine Nackenheizung würde das perfekte Cabrio-Klima wunderbar ergänzen.

 

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