Serie der Mittelbadischen Presse: Neuwagen bis 15 000 Euro

Dacia Sandero: Ideal für die Stadt und für kurze Strecken

Autor: 
Friedbert Weizenecker
Lesezeit 3 Minuten
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06. Mai 2017
Der Dacia Sandero ist mit einem Preis von 6890 Euro europaweit das preiswerteste Serien-Auto.

Der Dacia Sandero ist mit einem Preis von 6890 Euro europaweit das preiswerteste Serien-Auto. ©Friedbert Weizenecker

Wie gut kann preiswert sein und wie billig ist gut? Für weniger Kohle gibt es in Europa aktuell keinen Serien-Neuwagen. Mit dem nur 6890 Euro kostenden BasisSandero von Dacia stellen wir in unserer Serie »Neuwagen bis 15 000 Euro« die preiswerteste Variante des in Rumänien gebauten Kleinwagens vor.

Für wen ist der Dacia Sandero gedacht?

Der Dacia Sandero ist ein typischer Kleinwagen. Für  zwei Personen kann er die Allein-Lösung sein. Für Familien ein solider Zweitwagen. Mit diesem automobilen Auftritt muss sich sein Besitzer keinesfalls schämen. Ein Auto zum Protzen ist er selbstredend nicht. Sein Platzangebot liegt im Segment-Vergleich im oberen Drittel. 

Wie er aussieht. 

Der Sandero erscheint unscheinbar. An der Frontpartie erkennt man sogar einige elegante Elemente. Der Kühlergrill in wabenförmigem Gitter und die in drei Segmente unterteilten Hauptscheinwerfer mit ihren viereckigen Einsätzen für das LED-Tagfahrlicht erinnern nicht nur stark an den SUV Duster, sie schenken dem Sandero die neue Lichtsignatur. Der breite Kühlergrill, die schlanken Nebelscheinwerfer, der neue Heckstoßfänger und die überarbeiteten Rückleuchten sind ebenfalls kleine Eyecatcher. 

Im Innenraum sind die Fensterheber von der Mittelkonsole in die Türverkleidung gewandert – da gehören sie hin. Auf den nun besser gepolsterten Sitzen kann man sich wohl fühlen. Lediglich die Hartplastiklandschaft im Cockpit wirkt etwas kühl.

 
Praktische Ablageflächen gibt es genug. So ist am Rand des Fahrersitzes eine praktische Handytasche zu finden. Der 320 Liter große Kofferraum lässt sich über umklappbare Rücksitze auf stolze 1200 Liter erweitern. Wer Leder-Sessel im Innenraum benötigt, muss 500 Euro extra investieren.

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Wie er sich fährt.

Sein neuer 1.0-Liter-Einstiegsbenziner ist ein moderner und effizienter Motor. Der 73 PS (54 kW) leistende Dreizylinder benötigt 5,2 Liter Benzin (Normwert) je 100 Kilometer. Selbstredend ist der Beschleunigungswert von 14,5 Sekunden auf Tempo 100 keine Offenbarung für den 1000 Kilogramm schweren Sandero. Auch das Motorgeräusch beim Anfahren ist gewöhnungsbedürftig. 

Der Kleinwagen ist für die Stadt und die kurze Strecke gemacht. Seine kompakten Außenmaße machen die Parkplatzsuche und das Einparken leichter. Das manuelle 5-Gang- Getriebe lässt sich leicht schalten, will allerdings eifrig benutzt werden. Federkomfort und Straßenlage des Sandero sind o.k. 

Auf der Autobahn wird einem jedoch schnell bewusst, dass man mit 73 Pferdchen nicht gerade einen Raketenrucksack aufhat. Bei 162 km/h ist spätestens Schluss mit lustig. Das Anfahren am Berg wird erstmals von einer serienmäßigen Berganfahrhilfe erleichtert. 

Was er kostet.

Ab 6 890 Euro bekommt man den Sandero. Allerdings gibt Dacia traditionell kaum Nachlässe. Zwar muss man Abstriche bei der Sicherheitsausstattung und Konnektivität machen, die bei anderen Kleinwagen teilweise zum Serienprogramm zählen, doch selbst wenn der Kunde alle verfügbaren Optionen bestellt, bleibt er deutlich unter dem Preis von anderen Kleinwagen. 

 

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