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Den neuen VW Golf gibt's jetzt als GTE mit Plug-in_Hybrid

Autor: 
Friedbert Weizenecker
Lesezeit 3 Minuten
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16. Mai 2017
Der VW Golf GTE kann bis zu 50 Kilometer weit (Normwert) rein elektrisch fahren.

Der VW Golf GTE kann bis zu 50 Kilometer weit (Normwert) rein elektrisch fahren. ©Friedbert Weizenecker

Wer im Alltag mit einer realen Reichweite (Ergebnis meiner Testfahrten) von 30 Kilometern auskommt (nach dem Neuen Europäischen Fahrzyklus NEFZ: 40 – 50 km), der kann mit dem E-Antrieb (102 PS/75 kW) des Golf GTE quasi das ganze Jahr über lokal abgasfrei mit seinem Auto fahren. Für die längeren Fahrten (auf der Basis meiner Testfahrten bis zu 700 Kilometer; NEFZ bis zu 883 km) wurde dem Golf GTE ein klassischer 4-Zylinder-Benziner eingepflanzt, der maximal 150 PS (110 kW) leistet. Ich denke: Eine kluge Kombination, die für jeden Mobilitätsbedarf eine gute Lösung bietet.

Volkswagen hat den Golf GTE im Zuge des großen Updates der Baureihe technisch weiterentwickelt und sein Design geschärft. Neu ist in Verbindung mit einem Navigationssystem ab Sommer 2017 die prädikative Hybridstrategie. Der Wagen erkennt dabei zum Beispiel Ortseinfahrten und schaltet so im Vorfeld automatisch auf den emissionsfreien Elektroantrieb um. 

Moderne Assistent- und Infotainmentsysteme: Parallel dazu hält das volle Spektrum der neuesten Assistenz- und Infotainment-Systeme auch in den Golf GTE Einzug. So ist der  Kompaktwagen zum Beispiel erstmals mit einem Stau-Assistenten (teilautomatisiertes Fahren bis 60 km/h), dem volldigitalen »Active Info Display« und dem optionalen Infotainment-System »Discover Pro« inklusive 9,2-Zoll-Display und Gestensteuerung erhältlich.

 
Im »E-Mode« ist der Golf GTE voll elektrisch unterwegs (50 Kilometer im NEFZ). Sofern die Batterie ausreichend geladen ist, startet der Wagen stets in diesem lokal emissionsfreien Modus. Ist der Modus »Hybrid« aktiv, setzt der Golf im Hinblick auf eine größtmögliche Effizienz automatisch beide Motoren zusammen oder separat ein. 

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Höchstmaß an Dynamik: Eine dynamische Besonderheit ist der Modus GTE: Sobald der Fahrer diesen Modus aktiviert, sorgen die Motoren gemeinsam für ein Höchstmaß an Dynamik. 

Darüber hinaus kann der Fahrer über weitere Modi den Ladestand der Batterie bewusst konstant halten und die Batterie sogar während der Fahrt laden. Etwa, um am Ziel emissionsfrei in eine Umweltzone einzufahren.

 
Der Durchschnittsverbrauch des Golf GTE liegt bei 1,6 Liter Benzin pro 100 Kilometer. Das sind 36 g/km CO2 und 11,4 kWh/100 km Strom (NEFZ für Hybridfahrzeuge). Eingestuft wird der Golf GTE in die Effizienzklasse A+.

Mein Fazit: Dieses gut funktionierende System aus Verbrenner und Stromer ist aktuell eine praktikable Lösung für viele Fälle. Leider kostet diese Lösung mindestens 36 900 Euro und ist damit im Vergleich mit einer reinen Verbrennerlösung noch immer deutlich teurer. Wenn der Kaufpreis aber deutlich höher ist als beim Verbrenner, hilft es nicht einmal, wenn man den Strom für die Kurzstrecken umsonst bekommen sollte. Der Kaufpreisunterschied wirkt bei den üblichen Fahrleistungen ökonomisch zu schwer. 

Und wie gut sich der Restwert eines Plug-in-Hybriden entwickeln wird, ist heute schwer vorauszusehen. Wer in einer Stadt wohnt, in der Zonen eingerichtet werden, aus denen Verbrenner komplett verbannt werden, ist mit einem E-Antrieb fein raus, auch wenn dieser Vorteil mit höheren Kosten verbunden ist.
 

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