SUV mit geräumigen Platzangebot legt in alle Richtungen zu:

Der neue BMW X3 ist ein Kurvenjäger mit agilem Handling

02. Dezember 2017
&copy Ffriedbert Weizenecker&copy Ffriedbert Weizenecker&copy Ffriedbert Weizenecker

Im stetig wachsenden SUV Markt legt auch der BMW X3 in alle Richtungen zu. Der kleine Bruder des X5 ist technisch eine Neuentwicklung. Mit 4,71 Metern hat der neue X3 etwa sieben Zentimeter in der Länge und je eineinhalb Zentimeter in Breite und Höhe zugelegt. 

Am deutlichsten wird die Frischzellenkur des Blechkleids an den BMW-Nieren. Sie sind gewachsen, die Motorhaube erscheint nun räumlicher. Zudem wird die Front erstmals von länglichen, statt bisher runden Nebelscheinwerfern geziert. Im Seiten-Profil werden ovalere Radhäuser und eine markantere Schulterlinie deutlich. Am Heck sorgen doppelte Auspuffblenden für einen dynamischeren Auftritt. Auch die Heckleuchten wurden neu gezeichnet. Das optionale Panoramadach wurde um 12 Zentimeter nach hinten verlängert. 

Das Platzangebot profitiert vom um fünf Zentimeter gestreckten Radstand (2864 Millimeter). In der ersten Reihe geht es geräumig zu. Auch im Fond bekommen selbst Zwei-Meter-Menschen kaum klaus­trophobische Zustände.  

Avandgardistischer Zug: Im lichtdurchfluteten Innenraum brilliert die aufgeräumte Struktur mit dem leicht zum Fahrer geneigten Bediensystem im Cock-Pit. Mit dem klar gezeichneten 10,2 Zoll Bildschirm bekommt der Innenraum einen avantgardistischen Zug. Die digitalen Instrumente halten, wie schon bei anderen Modellen der Plattform, nun auch im X3 Einzug. 

Bei Materialmix, Bedienfreundlichkeit und dem nötigen Schick gibt es nichts zu nörgeln. Moderne Features wie die Gestensteuerung, das farbige Headup-Display, Apple CarPlay (auch ohne Kabel), AndroidAuto mit induktivem Ladesystem oder der Multifunktionsschlüssel bringen den X3 an die Spitze der Technik. 

Mit seinem Kofferraumvolumen von 550 bis 1600 Litern ist genug Platz für die ganze Familie. Übrigens: Der Rollo für die Gepäckraumabdeckung kann nun praktisch unter dem Ladeboden im Kofferraum verstaut werden und hat somit eine zweite Heimat gefunden. 

Zum Marktstart kann man zwischen drei Motoren wählen. Einstiegs-Diesel ist der 20d mit seinen vier Zylindern, 190 PS Leistung und 400 Newtonmetern Drehmoment. Darüber rangiert mit dem 30d ein 265 PS starker Reihen-Sechszylinder-Diesel, der bis zu 620 Newtonmeter auf die Straße bringt. 

Serienmäßig Allrad: Die Top-Motorisierung bildet aktuell der M40i mit Launch-Control. Sein Sechs-Zylinder-Benziner leistet satte 360 PS bei einem maximalen Drehmoment von 500 Newtonmetern. Im Dezember des laufenden Jahres sollen mit dem 20i und 30i zwei Vierzylinder-Benziner mit 184 und 252 PS folgen. Alle Motoren sind serienmäßig mit dem Allradsystem »xDrive« und dem 8-Gang-Automatikgetriebe »Steptronic« verbunden. 

Fährt man den neuen X3, so erinnert im Grunde nur die hohe Sitzposition an einen SUV. Die steife Karosserie und das unfassbar gute Fahrwerk tun alles, um den X3 zum echten Kurvenjäger zu machen. Das sehr agile Handling wird durch die adaptive Federung und die sportlich-direkte Lenkung unterstützt. In Verbindung mit dem M40i macht der X3 unverschämt viel Spaß. Der magische Sound und ein Beschleunigungswert von 4,8 Sekunden machen diesen X3 zum Sportwagen. 

Der gesenkte cw-Wert von 0,29 unterstützt die Bemühungen nach geringem Verbrauch. 8,2 bis 8,4 Liter gibt BMW hier als kombinierten Normwert an. Der Verbrauch profitiert auch von den neuen, steuerbaren Nieren-Öffnungen. 
Bei den Fahrassistenten halten reihenweise teilautonome Funktionen Einzug. Spurwechsel, -Halte, und Lenk-
assistent (ab Dezember) sind genauso bestellbar wie der Querverkehrswarner. Er erkennt, wer Vorfahrt hat und warnt vor Falsch-Fahrten und Querverkehr. 

Fazit:  Der neue X3 ist ein rundum gelungenes, modernes und schickes Auto. Kritikpunkte? Das überarbeitete Design ist etwas zu brav. Der Einstiegspreis von 44 000 Euro für den XDrive 20i ist hoch. Der M40i beginnt sogar erst bei 66 300 Eu

Autor:
Jan Weizenecker

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