Vierte Modellgeneration des Kompaktmodells von Grund auf neu entwickelt

Der neue Ford Focus kann teilautonom fahren

Autor: 
Friedbert Weizenecker
Lesezeit 3 Minuten
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21. Juli 2018
Sportliche Erscheinung: Der neue Ford Focus ähnelt in der Profilansicht einem Pfeil.

(Bild 1/2) Sportliche Erscheinung: Der neue Ford Focus ähnelt in der Profilansicht einem Pfeil. ©Friedbert Weizenecker

Die vierte Modell-Generation des Ford Focus steht in den Startlöchern. Aufgrund der besonders hohen Anforderungen an Sicherheit, Vernetzung und Umwelt mussten und konnten die Entwickler auf einem weißen Papier anfangen. Die Karosserie und auch der Innenraum zeigen dies deutlich. 

Die Karosserie des neuen Kompaktwagens erscheint in der Profilansicht pfeilähnlich. Seine Dachlinie wurde um 15 Millimeter (Turnier 20 mm) abgesenkt, der Radstand um 50 mm verlängert. Zudem wurden die A-Säulen weiter nach hinten gesetzt. Das macht den Focus sportlicher in seiner Erscheinung: Der Vorderwagen wird länger, die Dachlinie fällt dynamisch nach hinten ab. Das Heck wird von neuen zweigeteilten Rückleuchten dominiert. 

Bis 1345 Liter Stauraum: Dafür ist der Zugang zum leicht vergrößerten, aber im Vergleich zum Bewerberumfeld kleinen Kofferraum deutlich verbessert worden. Das Standardvolumen des Gepäckraums (5-Türer) beträgt nun 341 Liter und kann durch Umlegen der Rückenlehnen im Verhältnis zwei zu ein Drittel auf bis 1354 Liter erweitert werden. 

Der Innenraum ist gegenüber dem Vorgänger deutlich geräumiger geworden. Auch ohne das optional erhältliche Panorama­dach erscheint es hell und luftig. Vorne sitzt es sich auf erstmals angebotenen Ergonomie-Sitzen vorzüglich. Kopf- und Kniefreiheit sind gut. Die Knie können dank weicher Kniepolster komfortabel an der Mittelkonsole anlehnen. Die Kopffreiheit im Focus ist für Menschen bis 1,85 Meter auf der zweiten Sitzreihe ausreichend dimensioniert. 

Perfekte Erreichbarkeit: Der neue Armaturenträger ist nahezu schalterbefreit und wird vom hoch montierten 8-Zoll-Monitor dominiert. Dieser ist mit seinem Touchscreen in perfekter Erreichbarkeit vom Fahrersitz aus zu bedienen. Die Ablesbarkeit ist dank sehr guter Auflösung bestens. 

Die verarbeiteten Materialien wurden aufgewertet. Deutlich mehr weiche Kunststoffe schmeicheln den Händen und schönere Dekore dem Auge. So sind etwa die Türablagen mit Vlies und alle anderen Ablagen mit gummierten Einlagen versehen. Toll gemacht!

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Auch bei der Bedienbarkeit gibt es kaum noch Anlass für Kritik. Erstmals kann ein fein auflösendes Head-Up-Display bestellt werden. Der Blick muss nicht mehr vom Verkehrsgeschehen abgewendet werden. 

In Verbindung mit dem Automatikgetriebe ist selbst teil-autonomes Fahren möglich. Hierfür sorgen unter anderem ein Stau-Assistent, ein aktiver Spurhalteassistent und der aktive Abstandsregeltempomat. Der Verkehrszeichen-Assistent erkennt nicht nur Tempolimits, er reduziert auch das zuvor eingestellte Tempo passend zum erlaubten. 

Gefühlvolle Lenkung: Das Fahrwerk des kompakten Kölners ist eher hart als weich abgestimmt. Dazu passt bestens die direkte und trotzdem gefühlvolle Lenkung. Wem das zu sportlich ist, kann gegen einen Aufpreis von 1000 Euro zu einem adaptiven Fahrwerk greifen, das die Fahrmodi (Eco, Normal & Sport) bietet.

Der komplett neu entwickelte Ein-Liter-Benzin-Motor macht seine Sache im Focus richtig gut. Kaum ein anderer Drei-Zylinder-Motor läuft geschmeidiger. Als erster Hersteller bietet Ford eine Zylinderabschaltung für ein 3-Zylinder-Triebwerk an. Sie funktioniert im Fahrbetrieb unmerklich. Selbstredend erfüllt der Motor die anspruchsvollste Abgasnorm 6d-temp.

Acht-Stufen-Automatik: Das Ansprechverhalten ist spürbar direkter, die 125 PS passen bestens zum kompakten Focus. Wem das zu viel Kraft ist, der kann auf die leistungsreduzierten Versionen mit 85 oder 100 PS zurückgreifen. Für Diesel-Fans gibt es Motoren mit 95 oder 120 PS, die auch ohne SCR-Kat sauber genug für die Erfüllung der Norm sind. Neu ist auch eine gegen Mehrpreis verfügbare 8-Stufen-Automatik für die stärkeren Motoren. 

Die Preise für den neuen Ford Focus beginnen bei 18 700 Euro. Für den gefahrenen ­Focus 1.0 in Titanium-Version mit umfangreicher Aus­stattung sind 31 610 Euro zu berappen. 
 

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