Autotest exklusiv

Der neue Hyundai i30 glänzt mit europäischen Standards

Autor: 
Friedbert Weizenecker
Lesezeit 3 Minuten
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28. April 2017
Klar und schnörkellos: Das neue Design des Hyundai i30 kommt jetzt recht europäisch daher. Dazu gibt es ein modernes Lichtdesign und einen hochwertig anmutenden Kühlergrill.

(Bild 1/4) Klar und schnörkellos: Das neue Design des Hyundai i30 kommt jetzt recht europäisch daher. Dazu gibt es ein modernes Lichtdesign und einen hochwertig anmutenden Kühlergrill. ©Jan Weizenecker

Hyundai möchte mit auf allen Zetteln stehen, wenn erwogen wird, einen neuen Volkswagen zu kaufen, betonte Hyundai-Deutschland-Geschäftsführer Markus Schrick bei der Fahrvorstellung des neuen Hyundai i30. Auch wenn Hyundai in absehbarer Zeit nicht in die Nähe der Absatzzahlen kommen kann, die Volkswagen hierzulande schafft, ist Hyundai auf einem guten Weg. Nicht zuletzt, seit der Deutsche Peter Schreyer im Jahr 2013 die Verantwortung auch für das Design bei Hyundai übernommen hat. 

Was er bei Kia begonnen hat, wird nun auch bei Hyundai zum Erfolgsfaktor. Selbstredend ist Design nicht alles. Auch bei der Technik erreicht Hyundai inzwischen europäische Standards. Das mag daran liegen, dass 90 Prozent aller Hyundai-Modelle in Europa entwickelt und sogar produziert werden. 

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Satter auf der Straße: Doch nun wirklich zum neuen i30. Er ist um neun Zentimeter breiter geworden und liegt so satter auf der Straße. Aus etwas Entfernung könnte da auch ein Volkswagen stehen. Auch aus der Nähe betrachtet finden sich immer wieder Details, die an Wolfsburger Produkte erinnern. Wenn man das sagt, empfinden die Hyundai-Verantwortlichen dies keineswegs als Beleidigung. 

Auch im Innenraum setzt sich dieses gute Gefühl fort, bis hin zur Bedienlogik. Das passt so. Nichts überrascht. Alles hat den Platz, an dem man es erwartet. Und alles in einer Qualitätsanmutung, die dem Klassenprimus nah kommt. So auch die klar strukturierte Mittelkonsole.

 
Ich habe den i30 mit dem neuen 1,4-Liter-Turbo-Benziner mit seinen 140 PS Leistung gefahren. Er bringt den Kompakten über sein leicht zu schaltendes 6-Gang-Getriebe in jeder Verkehrssituation flott voran (ab 22 350 Euro). Mit dem komfortablen 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe kostet der i30 aber nochmals fast 2000 Euro mehr. 
Gegenüber dem Vorgänger gibt die Lenkung ein deutlich direkteres Gefühl für die Verbindung zur Straße wieder. Eine Folge der steiferen Karosserie ist die höhere Kurvenstabilität, die durch eine verbesserte Fahrwerksabstimmung unterstützt wird.  
6-Gang-Getriebe standardmäßig: Benzin-Motoren zwischen 100 und 140 PS sind verfügbar. Dieselaggregate gibt es von 95 bis 136 PS. Grundsätzlich sind die Motoren mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe ausgestattet. Die höheren Motorisierungen können alternativ mit dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe bestellt werden. 
Und was bietet der neue i30 an moderner Technik? Wirklich viel. So bindet er Smartphones (Android und ios) in das Kommunikationssystem des Wagens ein. Auch kabelloses Laden ist mit den dafür technisch vorbereiteten Smartphones möglich. 
Dem neuen Kompaktwagen von Hyundai wird jede Menge Sicherheitstechnik mit auf den Weg gegeben. So ein aktiver Spurhalteassistent, der nicht zwischen dem linken und rechten Fahrbahnrad hin und her pendelt, sondern selbstständig die Mitte findet. Ein Fernlicht-Assistent schaltet automatisch zwischen Abblend- und Fernlicht hin und her, damit der Gegenverkehr nicht unnötig geblendet wird und der Fahrer trotzdem jederzeit eine gut ausgeleuchtete Straße vor sich sieht. Auch eine City-Notbremsfunktion und ein Notbremsassistent sind mit an Bord. Das sind aber nur einige der zum Teil serienmäßig verbauten Features. 
Fazit: Der neue Hyundai i30 ist ab 17 450 Euro zu haben. Mein Testwagen in der höchsten Ausstattungsstufe und mit dem kraftvollen 140-PS-Turbo-Benziner versehen, will dann allerdings schon mit runden 30 000 Euro bezahlt sein. Qualität hat bekanntlich ihren Preis. Der ab Juni/Juli bei den Händlern verfügbare Kombi (bei Hyundai »Wagon« genannt) kostet einen meiner Meinung nach fairen Aufpreis von 1000 Euro gegenüber 5-Türer. Er dürfte mit seinem zusätzlichen Platzangebot im Kombi-Land Deutschland noch mehr Freunde finden als das Steilheck. 

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