Facelift: Kleinwagen überarbeiteten Motoren / Keine Diesel-Antriebe mehr

Hyundai i20 mit modernem, klar gezeichnetem Blechkleid

Autor: 
Friedbert Weizenecker
Lesezeit 3 Minuten
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31. Juli 2018
Optisch gelungen: Der neue Hyundai i20 glänzt mit der knackigen Farbe »Passion Blue«.

(Bild 1/3) Optisch gelungen: Der neue Hyundai i20 glänzt mit der knackigen Farbe »Passion Blue«. ©Jan Weizenecker

Vor rund drei Jahren ist der aktuelle Hyundai i20 an den Start gegangen. Nun bekommt der in Rüsselsheim entwickelte Polo-Konkurrent ein Facelift, überarbeitete Motoren und neue Preise. Das Facelift des koreanischen Kleinwagens fällt übersichtlich aus. Am Heck wandert das Kennzeichen nach oben zwischen die Rückleuchten, das gibt dem i20 eine breitere Ausrichtung. Die Heckleuchten sind nun auch in LED-Technik zu haben. 15-Zoll-Räder und Michelin-Reifen sind nun Serie. 

Der Ein-Liter-Drei-Zylinder-Turbo, den es im Hyundai i20 in zwei Leistungsstufen mit 100 und 120 PS gibt, kann, neben dem serienmäßigen Handschaltgetriebe – in Abhängigkeit von der Ausstattungslinie für runde 2000 Euro – auch mit dem von Hyundai selbstentwickelten und gebauten 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe bestellt werden.

 
Komfortabel: Das auch in anderen Modellen des koreanischen Hyundai-Kia-Konzerns eingesetzte Getriebe macht das Fahren mit dem i20 zur komfortablen Sache. Keine Kuppeln und Schalten lenkt mehr vom Verkehr ab. Der Automat schaltet ausreichend schnell und kaum merklich.

 
Dieser, wie auch alle anderen Antriebe für den i20 erfüllen nun die Abgasnorm Euro 6d-temp, seine Abgase werden durch einen Partikelfilter geschickt. Diesel-Antriebe gibt es für den i20 fortan nicht mehr. 

Auf meinen ersten Testfahrten hat mir die 120-PS-Variante des 1,0-Liter-Benziners besser gefallen als der 100-PS-Antrieb, weil er den Kleinwagen etwas dynamischer vorwärts bringt. Bis zu 172 Newtonmeter bringt der 120-PS-i20 auf die Straße.

Einen sportlichen Kleinwagen sollte man indes nicht erwarten. Seine Sitze geben nicht viel Seitenhalt, sein Fahrwerk ist für den Alltag jedoch massentauglich bestens abgestimmt. Wer es mag, der bekommt gegen Mehrpreis für den i20 Sitzbezüge mit blauen oder roten Kontrastnähten. 

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Wer knackige Farben liebt, kann seinen i20 nun in der Farbe »Tomato Red« ordern. Das im Sonnenlicht fast orange wirkende Rot, ist neben der Farbe »Passion Blue« eine von zwei neuen Außenfarben.

Sicherer: Der i20 ist künftig – je nach Version gegen Aufpreis oder als Teil der Ausstattung – mit Spurhalteassistent und Spurverlasswarner versehen. Das System funktioniert zuverlässig, ein Doppelpiepser warnt aber kurz vor dem Verlassen der Spur. Mich hat das während der Testfahrten eher genervt. Deshalb habe ich den Assistenten bald ausgeschaltet. Ein Frontkollisionswarner mit Notbremsfunktion und eine Müdigkeitserkennung machen den neuen i20 noch etwas sicherer.

Neu ist auch ein sieben Zoll großes Farbdisplay mit Touchscreen, das auch als reines Audiosystem mit Smartphone-Anbindung via Apple Car Play und Android Auto zu haben ist. Dieses System kann das weiterhin angebotene, integrierte Navigationssystem ersetzen, wenn man einfach eine Navi-App des Smartphones nutzt. Das funktioniert bestens, denn die Navi-Karte wird einfach auf das Display de i20 gespiegelt. 

12 800 Euro wird der überarbeitete Hyundai i20 mit dem 75-PS-Antrieb in Basis-Ausstattung fortan kosten. Das sind 500 Euro mehr als bisher, wird aber von der zusätzlichen Ausstattung in meinen Augen mehr als ausgeglichen. 

Fazit: Auch nach seinem Facelift bleibt der i20 einer der großen Konkurrenten des VW Polos. Als Drei-Zylinder mit 120 PS und Doppelkupplung hat er mir besonders gut gefallen. Allein der Testverbrauch von 7,2 Litern hat gegenüber dem kombinierten Norm-Verbrauchswert von 5,3 Litern, negativ überrascht. Dabei habe ich den »Kleinen« zurückhaltend bewegt.

 

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