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Kompakter Jeep Compass: Spaß am Beschleunigen und Überholen

Autor: 
Friedbert Weizenecker
Lesezeit 4 Minuten
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26. August 2017
Jeep Compass: Ein Kompakt-SUV, der außen wie innen dem Mainstream Tribut zollt.

(Bild 1/4) Jeep Compass: Ein Kompakt-SUV, der außen wie innen dem Mainstream Tribut zollt. ©Friedbert Weizenecker

Jeep präsentiert mit dem Compass einen Kompakt-SUV der eher klassischen Art. Zu Preisen ab 24 900 Euro bietet Jeep den 4,30 Meter langen, 1,82 Meter breiten und 1,64 Meter hohen Compass an. So kommt der SUV mit einem 140 PS leistenden Benziner, Zweiradantrieb und 6-Gang-Schaltgetriebe. In diesem Preis sind ein 5-Zoll-Touchscreen, Blue­tooth, Klimaanlage und ein USB-Anschluss beinhaltet. 

Mehr geht natürlich immer. Und so kostet der Compass mit dem dynamischem Diesel­antrieb und der sauber schaltenden 9-Gang-Automatik locker 40 000 Euro.

Die Plattform teilt sich der neue Compass übrigens mit dem etwas kleineren Renegade, hebt sich optisch aber stark von seinem Bruder ab. Während der Renegade die klassischen Jeep-Merkmale mit  hoher Eigenständigkeit und hohem Wiedererkennungswert zeigt, scheint der Compass eher in Richtung Mainstream gezeichnet worden zu sein. Die typischen, vertikal verlaufenden Kühlergrillstreben und die trapezförmigen Radhausausschnitte machen ihn beim näheren Hinschauen aber klar zum Jeep.

Basis-Version mit Zwei-Rad-Antrieb: Muss ein Jeep geländegängig sein? Die meisten von uns werden das so sehen. Selten werden heute die Autos der Marke jedoch wirklich im Gelände bewegt. Daher erscheint es nur konsequent, den Compass in seiner Basis-Version nur mit Zweirad-Antrieb auszustatten. Das spart Gewicht und natürlich Kosten. 

Der beste Geländegänger unter den Compass-Varianten ist am oberen Ende der Preisspanne der Compass »Trailhawk«. Bei ihm wird der Böschunswinkel vorn und hinten vergrößert. Auch die Bodenfreiheit steigt noch mal um 2,5 auf 21,6 Zentimeter an. Fünf Allrad-Modi machen das Leben im Gelände leichter, weil sie auf verschiedene Untergrundsituationen eingehen. Rock, Mud, Snow, Sand und Automatik können vom Fahrer ausgewählt werden. 

Aber auch ohne dieses System werden im Bedarfsfall bis zu 100 Prozent des Drehmoments an ein einziges Rad geleitet. So lassen sich selbst kritische Geländesituationen meistern. Übrigens: Um den Verbrauch zu drücken, werden Hinterachse und Kardanwelle bei den Allrad-Modellen in normalen Fahrsituationen vom Antrieb abgekoppelt.

Mein Testwagen mit dem 170 PS Diesel und 9-Gang-Automatik in der »Limited«-Ausstattung zeigte sich auf der Straße eher amerikanisch abgestimmt. Das fühlt sich komfortabel an. Aber schnell gefahrene Kurven oder überraschende Ausweichmanöver sind seine Sache nicht. Hier verneigt sich der Compass gern vor der Herausforderung. Auch die Definition der Lenkung passt gut in dieses Szenario. 

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Mit dem 170-PS-Antrieb versehen, zeigt sich der Compass angemessen durchzugsstark. Beschleunigungsmannöver und Überholvorgänge machen mit ihm Freude. 

Auf den Testfahrten entlang der Küste und in den Bergen rund um Lissabon habe ich als Durchschnittsverbrauch 8,9 Liter registriert. Als kombinierten Normverbrauchswert gibt Jeep allerdings nur 5,7 Liter an. Unterhalb des 170 PS Dieselantriebs bietet Jeep eine 140-PS-Variante und einen 1,6-Liter-Selbstzünder an, der 120 PS leistet.

Richtung Mainstream: Auch im Innenraum wurde der Compass konsequent in Richtung Mainstream gezeichnet. Das Interieur mit schwarzen Klavierlackelementen wirkt jedoch etwas beliebig. Das Compass-Navigationssystem ist – hier ist der Name leider nicht Programm – nicht von der besten Sorte, führte mich am Ende aber ans Ziel. 

Die Vordersitze mit ihrer künstlich wirkenden Lederhaut sind komfortabel und geben ausreichend Halt. In der zweiten Reihe geht es im Klassenvergleich großzügig zu. Der Gepäckraum des Compass kann zwischen 368 und 1251 Liter schlucken.

 
Selbstredend kommt auch der Compass wie viele neue Automobil-Modelle heute mit modernen Assistenzsystemen an den Start. So auch mit einem Abstandsregeltempomaten, der selbsttätig bremst und beschleunigt, und beim Erreichen der Fahrbahnmarkierungen gegenlenkt. Das macht der Compass jedoch noch etwas ungelenk. Kommt doch erst auf der Fahrbahnmarkierung die dann etwas harte Lenkkorrektur, die hinterherfahrende Autofahrer schrecken könnte und den Fahrer vorher schon zum Eingreifen motiviert. 

 Fazit: Mit dem Compass bringt Jeep einen Kompakt-SUV für die Fans klassischer Formen. Wer keine ausgesprochene Geländegängigkeit braucht, meist kurze Strecken fährt und sich bei zusätzlichen Ausstattungsmerkmalen zurückhält, bekommt schon für 24 900 Euro einen echten Jeep – das Gefühl von Freiheit und Abenteuer inklusive. 

Datenblatt

  • Motor: Reihen-4-Zylinder-Diesel, Turbo, Direkt-Einspritzer
  • Hubraum: 1956 ccm
  • Leistung: 140 PS (103 kW) bei 4000 U/min
  • Maximales Dreh­moment: 350 Nm bei 1500 U/min
  • Übersetzung: 6-Gang-Schaltgetriebe (optional Automatik)
  • Antrieb: Vorderrad­antrieb (optional Allrad)
  • Radstand: 2635 mm
  • Länge/Breite/Höhe: 4,39/1,81/1,65 m
  • Leergewicht nach DIN: 1615 bis 1799 kg
  • Gepäckrauminhalt: 438 l
  • Wendekreis: 11,07 m
  • Maximale Anhängelast (gebremst): 1900 kg
  • Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 10,1 sec
  • Höchstgeschwindigkeit: 196 km/h
  • Normverbrauch: kombiniert 5,1 l auf 100 km
  • CO2-Ausstoß: 138 g/km
  • Schadstoffklasse: 
  • Euro 6
  • Tankinhalt: 60 Liter
  • Testverbrauch: 7,1 auf 100 km
  • Preis des Basismodells: ab 24 900 Euro

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