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Opel Crossland X verspricht Freiheit und Abenteuer

Autor: 
Friedbert Weizenecker
Lesezeit 4 Minuten
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12. August 2017
French Connection: Der Crossover Opel Crossland X ist das erste gemeinsam mit PSA entwickelte Modell.

(Bild 1/4) French Connection: Der Crossover Opel Crossland X ist das erste gemeinsam mit PSA entwickelte Modell. ©Jan Weizenecker

Opel nennt den Crossland X »Crossover«. Schlichter formuliert: Er ist eine Mischung aus zwei Segmenten. Zudem sieht er nach Freiheit und Abenteuer aus. Finden sich bei ihm doch die typischen optischen Merkmale eines SUVs: Höher gelegtes Fahrwerk, Unterfahrschutz und schützende Kunststoffbeplankungen um die Radhäuser.

 
Weil SUVs im Trend liegen, sie sich derzeit wie geschnitten Brot verkaufen, werden langweiligen Autos mit einem hohen Nutzwert wie Vans eine aufregendere Hülle verpasst. Beim Crossland wurde zudem noch ein Motor eingebaut, der den Crossover dynamisch nach vorn treibt. Das neue Modell ist seit 2012 gemeinsam mit den neuen Kollegen von Peugeot auf der Basis des 2008 entwickelt worden. 

Auch wenn der Crossland X aussieht wie ein SUV, er ist keiner. Bewusst haben die Rüsselsheimer auf einen Allradantrieb verzichtet, um Nutzraum zu gewinnen. Das hat funktioniert. Sowohl vorn wie auch hinten sitzt es sich komfortabel. 

Variables Platzangebot: Die um 15 Zentimeter in der Längsrichtung verschiebbare Rücksitzbank lässt die Wahl, ob man mehr Raum für das Gepäck oder mehr Raum für die Mitfahrer in der zweiten Reihe haben möchte. So variiert der Gepäckraum zwischen 410 und 520 Litern. Wird die Bank nach vorn geschoben, bleibt allerdings im besten Fall Fußraum für Kinder. Aber auch das ist nachvollziehbar in einem Auto dieser kompakten Größe. Sind nur zwei Personen an Bord, lässt sich der Gepäckraum durch das Umlegen der Sitzbank (40:60) auf bis zu 1255 Liter erweitern.

 
Mir gefällt diese Variabilität ausgesprochen gut. Und man darf nicht vergessen, dass sich der Crossland X  (Länge 4,21 Meter) im B-Segment bewegt, auch in der Nachfolge des Meriva.

 
Positives kann ich auch über das Cockpit sagen, das optisch in drei Ebenen aufgeteilt ist und wirklich aufgeräumt daherkommt. Die Bedienung von Multi-Media und Navigation gibt kaum Rätsel auf. Wenn man sich überlegt, wo man eine bestimmte Funktion finden könnte, dann liegt man sehr oft richtig. Das ist durchaus ein Kompliment. 

Auch die Anmutung der Materialien passt. Premium ist das allerdings nicht. Darf  man bei einem Einstiegspreis von 16 850 Euro auch nicht erwarten. 

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Mein Testwagen ist mit dem maximal 110 PS (81 kW) leistenden 3-Zylinder-Benziner ausgerüstet, der seine Kraft über eine 6-Stufen-Wandler-Automatik an die Vorderräder leitet. Dieses Getriebe schaltet zwar sauber durch, ist aber nicht sportlich ausgelegt. Wer es etwas dynamischer mag, kann mit dieser Automatik auch manuell schalten. Der Vortrieb bleibt aber verhalten.

 
Auf meinen Testfahrten in den Bergen um Venedig und in der Po-Ebene hat der Crossland X mit diesem Antriebsstrang 7,2 Liter Benzin je 100 Kilometer verbraucht. Ein heute üblicher Wert, mit dem man leben kann. 

Unter sechs Liter Diesel: Wer weite Strecken fährt, sollte eher auf den 120 PS Diesel zurückgreifen. Das Aggregat liefert mit seinen 300 Newtonmeter Drehmomentspitze nahezu 100 Nm mehr als der 110 PS-Benziner und kann bei geringerem Kraftstoffpreis unter sechs Liter je 100 Kilometer bewegt werden. 

Der Benzin-Motor ist zudem mit der Leistungsstufe von 130 PS zu haben. Auch der Diesel kann schon in einer 99 PS-Leistungsstufe gewählt werden. 

Beeindruckend klein ist der Wendekreis des Crossland X von 10,70 Meter. Das macht ihn zum gelenkigen Stadtflitzer. Dazu passt die eher direkte Lenkung bestens. Das Design des neuen Crossland X erinnert mich in Summe eher an einen Van als an einen SUV. Aber das liegt im Auge des Betrachters. 

Für den Crossland X sind selbstverständlich die meisten bekannten Assistenzsysteme zu haben. Meine Empfehlung ist das einfache, aber effektive Head-up-Display für 300 Euro. Mit ihm kann der Blick auf der Straße bleiben und man ist stets über aktuelle Geschwindigkeitsbeschränkungen informiert. Auch die Navigationshinweise erscheinen so im direkten Sichtfeld des Fahrers. Den im Zweifel lebensrettenden Notbremsassistenten soll es erst im Lauf des Jahres geben. Ein Abstandsregeltempomat ist überraschenderweise nicht im Angebot.

Fazit: Der Opel Crossland X ist in meinen Augen ein gelungenes Auto. Der Crossover dürfte eine große Zielgruppe ansprechen. Übrigens: Im Lauf des Jahres debütiert zudem der größere Grandland X. 

Datenblatt

  • Motor: R3-Turbo-Benziner mit Direkteinspritzung
  • Hubraum: 1199 ccm, 
  • Leistung: 110 PS (81 kW) bei 5500 U/min
  • Max. Drehmoment: 205 Nm bei 1500 U/min
  • Radstand: 2,60 m
  • Länge/Breite/Höhe: 4,21/1,76/1,60 m
  • Max. Anhängelast: 840 kg
  • Wendekreis: 10,7 m
  • Kofferraumvolumen: 410 bis 1255 l
  • Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 11,8 sec
  • Höchstgeschwindigkeit: 187 km/h
  • ECE-Durchschnittsverbrauch: 5,4 l 
  • Testverbrauch: 7,2 l pro 100 km
  • CO2-Ausstoß: 123 g/km (Euro 6)
  • Basispreis: 16 850 Euro, mit obigem Antrieb ab 19 950 Euro

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