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Range Rover Velar: SUV-Feeling – gepaart mit viel Platz

Autor: 
Friedbert Weizenecker
Lesezeit 3 Minuten
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23. September 2017
Klares Design ohne Schnörkel: Der Range Rover Velar kommt betont sportlich daher und ist trotzdem geländetauglich.

(Bild 1/3) Klares Design ohne Schnörkel: Der Range Rover Velar kommt betont sportlich daher und ist trotzdem geländetauglich. ©Jan Weizenecker

Nun hat auch Range Rover ein sportlich positioniertes SUV. Mit dem Range Rover Velar möchte die britische Nobelmarke zwar weiterhin auch geländetauglich sein, im Fokus steht aber der coole Auftritt. Das reduzierte, kühle und sportliche Design der 4. Range Rover Modell-Reihe soll Kunden ansprechen, die bisher einen Porsche Macan oder einen BMW X4/X6 ins Auge gefasst haben. 

Wie seine Wettbewerber kommt der Velar geduckter daher als ein klassisches SUV. Schon seine Optik verheißt unbändige Kraft und dynamischen Vortrieb. Die auffällig glatte Karosse erinnert an eine wohlgeformte Skulptur, bleibt dabei aber auf Anhieb als Range Rover zu erkennen. 

Perfekt aufeinander abgestimmt: Auch im Innenraum setzt sich die klare Linienführung mit dem ästhetisch-kühlen Design fort. Alle Materialien scheinen perfekt aufeinander abgestimmt. Hier wird nicht eine chrom-glänzende mit einer matten Oberfläche kombiniert. Der matte Glanz der metallischen Oberflächen wird konsequent durchgezogen. Hochwertig erscheint auch die Anmutung des neuen Touch-Bildschirms, der mittig positioniert ist. Sein Anstellwinkel kann je nach Sonneneinstrahlung verändert werden, damit der Screen stets gut ablesbar bleibt. Die Touch-Bedienung wird ergänzt durch zwei Dreh-/Drück-Räder, die je nach verwendetem Menu-Punkt unterschiedliche Funktionen zugeordnet wird. 

Ich habe die Bedienung während der ersten Testfahrten ausführlich unter die Lupe genommen und den Daumen am Ende klar nach oben gehoben.  Warum? Weil mir schon nach wenigen Minuten intuitiv klar geworden ist, wie dieses System funktioniert. Gegenüber der bisher in den RangeRover-Modellen verwendeten Bedien-Logik ist das ein deutlicher Fortschritt. Ich rate jedoch, die ersten Versuche nicht während der Fahrt zu unternehmen, denn die Beschäftigung mit dem System lenkt vom Fahren ab. Endlich wurde die Bedienung der Fensterheber in den Türen weiter nach unten verlagert, wo man automatisch hingreift. Ein kleiner, großer Fortschritt. 

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Gutes für den Rücken: Mein Testwagen war mit einem Massage-System ausgestattet, das dem geplagten Rücken auf langer Fahrt gut tat. Schade nur, dass sich das System schon nach wenigen Minuten abschaltet und wieder neu aktiviert werden muss. 

Das Ambiente im Velar entspricht dem einer von einem  schwedischen Designer durchgestylten Bar. Volvo macht das ähnlich, aber nicht auf diesem hohen Qualitätsniveau von Materialien und Verarbeitung. Anekdote nebenbei: Der Außendesigner und die Innendesignerin des Velar sind ein Ehepaar. Es scheint sich gut zu verstehen, denn Blechkleid und Wohnraum harmonieren in Perfektion. 

 Motoren zwischen 180 und 380 Pferdestärken treiben den Velar aktuell vorwärts. Dabei sind Benziner und ungeachtet der aktuellen Diskussion auch Diesel in der gewohnten Form. Ich konnte auf den ersten Tests den 300 PS leistenden 3.0 Liter-Selbstzünder fahren, der seine Kraft aus sechs Zylindern zieht, die von einem Turbolader unterstützt werden. 6,4 Liter je 100 Kilometer gibt Range Rover hier als kombinierten Norm-Verbrauch an. Ich habe auf meinen Testfahrten rund acht Liter verbraucht.

Fazit: Was für ein schönes Auto! Wer sportliche SUVs mag, klare Formen und reduzierte Gestaltung  schätzt, der wird den Range Rover Velar lieben. Bei dem Briten dominiert das SUV-Feeling mit großem Raumangebot. Der Velar ist eine mächtige Erscheinung mit betont sportlicher Attitude. Er ist ab 56 000 Euro zu haben. Die meisten werden aber kaum unter 90 000 Euro vom Hof fahren.