Top-Version 2.0 TDI 4x4 Automatik Style ist ein Mehrzweckfahrzeug

Škoda Karoq: Mischung aus Auto und Pfeil

Autor: 
Thomas G. Zügner
Lesezeit 4 Minuten
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28. April 2018
Škoda Karoq 2.0 TDI 4x4 Automatik Style: Tschechisches Mehrzweckfahrzeug, dessen Name aus der Sprache der Ureinwohner von Alaska stammt.

(Bild 1/4) Škoda Karoq 2.0 TDI 4x4 Automatik Style: Tschechisches Mehrzweckfahrzeug, dessen Name aus der Sprache der Ureinwohner von Alaska stammt. ©Thomas G. Zügner

Er hatte eine treue und spezielle Fangemeinde. Aber das schützte den Yeti nicht davor, dass Škoda den Mischling aus Hochdachkombi, Van und Mehrzweckfahrzeug aus dem Sortiment gestrichen hat. In die Fußstapfen des Yeti ist mit dem Karoq ein Wagen getreten, dessen Name wie der seines größeren Bruders Kodiaq aus der Sprache der Ureinwohner von Alaska stammt. Die Alutiiq vor der Südküste des US-Bundesstaates bezeichnen damit eine Mischung aus Auto und Pfeil. Topmodell der Baureihe ist der neue Škoda Karoq 2.0 TDI 4x4 Automatik Style.

Gemessen: Mit gut 4,38 Metern ist der Karoq um 31,5 Zentimeter kürzer als der Kodiaq, aber 16 Zentimeter länger als der verblichene Yeti, dem er überhaupt nicht ähnlich sieht. Dafür ist er dem großen Bruder wie aus dem Gesicht geschnitten. Seitenschweller und kantige Radkästen vermitteln einen gewissen Offroadcharakter. Die scharfen Kanten und Linien an der Karosserie lassen aber auch eine Portion Eleganz nicht vermissen. Ein wenn auch überflüssiger Gag am Rande sind LED-Leuchten, die unter den beiden Vordertüren angebracht sind und beim Öffnen der Portale in Großbuchstaben einen Škoda-Schriftzug auf den Boden werfen.

Im Innenraum erwartet die Passagiere ein stimmiges und wertiges Ambiente. Selbst der etwas harte Kunststoff der Türverkleidungen fühlt sich erstaunlich angenehm an. Klar gezeichnet sind die Instrumente, mit einfachen Skalen und ohne Schnickschnack, aber dennoch elegant. Reichhaltig und umfassend informiert der Bordcomputer, dessen Daten aber meist nur alternativ abzulesen sind. Deshalb wäre es schön, wenn sich das Anzeigedisplay individuell konfigurieren ließe. Schließlich ist eine Reichweiteninformation sicherlich sinnvoller als ein Kompass.

Etwas sparsam eingesetzt haben die Ingenieure Bedientasten. Einstellungen über den Berührungsbildschirm erfordern viel Aufmerksamkeit und lenken vom Verkehrsgeschehen ab.

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Räumlich: Trotz der kompakten Außenabmessungen geht es im Innenraum erstaunlich großzügig und luftig zu. Das gilt auch für den 521 Liter fassenden Kofferraum, der sich durch Umklappen der asymmetrisch geteilten Rücksitzlehne auf 1630 Liter erweitern lässt. Alternativ gibt es im Fond für 390 Euro Aufpreis drei Einzelsitze. Sie lassen sich mit einer gehörigen Portion »Muckis« ­herausnehmen, die äußeren um 15 Zentimeter verschieben. Dann belaufen sich die Daten für das Kofferraumvolumen zwischen 479 und 1810 Liter.

Der 1968 ccm große Turbodiesel ist ein bewährter »Allrounder« im Portfolio von Konzernmutter Volkswagen und den Tochtermarken, zu denen auch Škoda gehört. Der 150 PS starke Selbstzünder passt gut zum Karoq, auch wenn er unter Last ein wenig brummig wirkt. Schon bei niedrigen Drehzahlen stemmt er seine maximale Zugkraft von 340 Nm auf die Kurbelwelle. Beim Anfahren etwas träge arbeitet das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe. Die dadurch gedämpfte Vitalität lässt sich durch die serienmäßige Fahrprofilauswahl kompensieren.

 
Vital: Bei zügiger Autobahnfahrt und auf kurvenreichen Landstraßen fühlt sich der Karoq pudelwohl. Der permanente Allradantrieb bietet auf glitschigen Pfaden, nassen Straßen und lockerem Untergrund stets optimale Traktion und sicheres Vorwärtskommen.  

Natürlich profitiert der Karoq 2.0 TDI 4x4 Automatik Style von den pfiffigen Einfällen der Škoda-Ingenieure. Dazu gehören der vielzitierte Eiskratzer im Tankdeckel ebenso wie der Parkscheinhalter an der Windschutzscheibe, die herausnehmbare und dann als Taschenlampe nutzbare Kofferraumbeleuchtung oder der Regenschirm unter dem Beifahrersitz. Ob mit dem Namensträger aus Alaska jemand noch den nach dem imaginären Schneemenschen benannten Yeti aus dem Himalaya vermisst?

Datenblatt

  • Motor: 4-Zylinder-Turbodiesel mit Common-Rail-Direkteinspritzung und 16 Ventilen
  • Hubraum: 1968 ccm
  • Leistung: 150 PS bei 3500 bis 4000 U/min
  • Maximales Dreh­moment: 340 Nm bei 1750 bis 3000 U/min
  • Übersetzung: 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
  • Antrieb: Permanenter ­Allradantrieb
  • Radstand: 2630 mm
  • Länge/Breite/Höhe: 4382/1841/1303 mm
  • Leer­gewicht: 1591 kg
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 2158 kg
  • Anhängelast gebremst/ungebremst: 2000/
  • 750 kg
  • Wendekreis: 10,8 m
  • Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 9,3 sec
  • Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h
  • Normverbrauch: innerstädtisch: 5,7 l/100 km; außerstädtisch: 
  • 4,9 l/100 km; insgesamt: 5,2 l/100 km
  • CO2-Ausstoß: 138 g/km
  • Tankinhalt: 55 Liter
  • Testverbrauch: 6,63 l Diesel/100 km
  • Preis: 34 690 Euro

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