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Skoda Octavia: Ein modebewusster Brillenträger

Autor: 
Jan Weizenecker
Lesezeit 3 Minuten
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02. April 2017
Neues Vieraugen-Gesicht: Der Skoda Octavia fährt jetzt hochwertiger daher und bietet mehr Nutzwert.

(Bild 1/3) Neues Vieraugen-Gesicht: Der Skoda Octavia fährt jetzt hochwertiger daher und bietet mehr Nutzwert. ©Jan Weizenecker

Der Skoda Octavia ist seit Jahren ein Bestseller. Der tschechische Automobilhersteller Skoda wagt in seinem Facelift des Erfolgsmodells mit dem neuen Vier-Augen-Gesicht eine Design-Änderung. Neben dem veränderten Design, fährt der Octavia jetzt mit leicht größeren Maßen, einem noch fortschrittlicheren Infotainment-System, modernen Assistenzsystemen, neuen Ausstattungen sowie neuen Motoren vor. 

Optisch steht das Vierauge so selbstbewusst auf seinen Rädern, dass man ihn als modernen Klassenbesten erkennen will, ohne dabei jedoch strebsame Langeweile zu versprühen. Das kristalline Vierauge der tschechischen Traditionsmarke bringt mehr Glanz und Funktionalität in die neu gestaltete Front. Die inneren beiden Leuchten sind für das Fernlicht zuständig, während die äußeren Elemente die Hauptscheinwerfer bilden (Halogen ist Serie, LED gibt’s gegen Aufpreis). 

Der Blinker verläuft jetzt linear über zwei Elemente. Das Vierauge hat also Funktion. Und wenn man den Tschechen schon als Brillenträger bezeichnen möchte, dann eher als modebewussten Brillenträger des Jahres. 

Serienmäßig in LED-Technologie: Das frisch geformte Heck sorgt für einen skulpturalen und athletischen Auftritt. Die C-förmigen Rückleuchten strahlen jetzt homogen in der Fläche und serienmäßig in LED-Technologie ausgeführt. Die Octavia-Limousine ist um elf und der Kombi um acht Millimeter gewachsen. Der Radstand des Ocativa legt um 27 Millimeter zu. Der Innenraum des Octavia gefällt weiterhin sachlich, aufgeräumt und mit üppigem Platzangebot. 

Im 2017er-Modell sind alle Infotainment-Systeme im kapazitiven Glasdesign gehalten. Wer sich das Topsystem »Columbus« gönnt, erhält einen 9,2 Zoll großen Touchscreen, der aus dem neuen VW Golf und Skoda Kodiaq bekannt ist. Es besitzt einen W-LAN Hotspot, lädt Smartphones kabellos und verbindet sich über die Skoda Phonebox mit der Board-Antenne. 

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Aufgrund der technischen Verwandtschaft des Octavia mit dem Kodiaq verwundert es kaum, dass auch der neue Octavia mit allen mobilen Online-Diensten von Skoda-Connect ausgestattet ist. SmartLink+ holt Apple CarPlay, Android Auto und MirrorLink in den Octavia.

"Simply-Clever-Hghlight": Assistenzsysteme wie »pot Detect«, Fußgängerschutz, Abstandsregel-Tempomat, Anhängerrangier-, Spurhalte- und Parklenkassistenten helfen dem Fahrer. Der personalisierbare Schlüssel mit individuell speicherbaren Fahrzeug-Konfigurationen ist das »Simply-Clever-Highlight« – neben USB-Stecker und Klapptischen im Fond, beheizbarem Lenkrad, herausnehmbare Taschenlampe und doppeltem Ladeboden. 

Bei der Motorenpalette glänzt der Octavia durch seine Vielseitigkeit. So sind beim 2017er-Modell fünf Benziner und vier Diesel Motoren im Angebot, die zwischen 84 PS (63 kW) und 184 PS (135 kW) Leistung bringen. Diese Motoren werden mit einer Handschaltung sowie mit Sechs- und Siebengang-DSG-Getrieben kombiniert. Auch ein Allradantrieb kann gegen Aufpreis erworben werden. 

Der von mir gefahrene 150-PS-Diesel hängt bestens am Gas. Das Doppelkupplungs-Getriebe (gegen Mehrpreis) funktioniert so gut und schnell, dass Gangwechsel kaum spürbar sind.

Fazit: Skoda verleiht dem Octavia durch das neue Vieraugen-Gesicht eine edlere Anmutung. Da tut sich im Vergleich selbst der Golf schwer. Die Preise von Skoda und VW nähern sich allerdings inzwischen deutlich an. Der ab 17 450 Euro erhältliche neue Octavia bietet mehr Platz, als der Konzernrivale und Segment-Star aus Wolfsburg. 590 bis 1580 Liter Stauraum in der Limousine und 610 bis 1740 Liter im Kombi lassen kaum Wünsche offen. So sind jetzt Gegenstände bis zu einer Länge von 2,92 Meter im Innenraum transportierbar.

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