Neuwagen bis 15 000 Euro

Suzuki Ignis: Viertüriger Mini-SUV mit Allradantrieb

Autor: 
Robert Schley und Friedbert Weizenecker
Lesezeit 4 Minuten
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21. April 2017
Mini-SUV: Der Suzuki Ignis, der seit Januar auf dem Markt ist, ist ein besonders kleiner Geländewagen. Er misst nur 3,70 Meter und kostet ab 11 900 Euro.

(Bild 1/2) Mini-SUV: Der Suzuki Ignis, der seit Januar auf dem Markt ist, ist ein besonders kleiner Geländewagen. Er misst nur 3,70 Meter und kostet ab 11 900 Euro. ©Jan Weizenecker

Die Deutschen lieben ihr Auto. Und die Autoindustrie bedient diese Liebe auch in diesem Jahr wieder mit jeder Menge Neuheiten. Nur: Neuwagen sind für viele zu teuer. In einer neuen Serie stellt die Mittelbadische Presse Autos vor, die bis 15 000 Euro kosten.
 

Vernünftige Kleinwagen, praktische Familienkutschen, trendige SUVs und traumhafte Sport- und Luxuswagen: Die Autohersteller bringen auch in diesem Jahr wieder jede Menge neuer Fahrzeuge auf den Markt. Ein Kauf will aber gut überlegt sein. Schließlich geht es um eine Menge Geld. Denn die Lust daran wird von einer Preisentwicklung getrübt, die einen Neuwagenkauf für viele Arbeitnehmer unerreichbar erscheinen lässt. 

Laut einer  Untersuchung des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen lag der Durchschnittspreis, den Käufer im vergangenen Jahr hingeblättert haben, bei 31 400 Euro. Das ist ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Jahr 2015. Und dieses Jahr wird die Steigerung wohl kaum weniger ausfallen.

Auch wenn beim Autokauf viele Emotionen mitspielen: Bei der Entscheidung fürs Wunschauto steht eindeutig der Kaufpreis an erster Stelle. Das gaben 89 Prozent der Teilnehmer an einer aktuelles Studie im Auftrag von CosmosDirekt an. 

 Was also tun, wenn das Budget begrenzt ist und der Geldbeutel den PS-starken Traumwagen mit viel Platz, Komfort und neuester Technik nicht hergibt? Eine »Schmerz«-Grenze liegt bei unseren Lesern wohl bei 15 000 Euro, wie eine Umfrage der Mittelbadischen Presse ergab. So wollen 53 Prozent der 736  Teilnehmer bei der Online-Umfrage unseres Nachrichtenportals www.bo.de für einen Neuwagen nicht mehr als 15 000 Euro ausgeben. Bei einer Telefonumfrage unserer Zeitung sagten dies 47 Prozent. 

Als Entscheidunghilfe stellt die Mittelbadische Presse in einer neuen Serie in unregelmäßigen Abständen Autos vor,  die unter 15 000 Euro zu haben sind. Bei der nicht vollständigen Liste ist zu beachten, dass es für diesen Preis oftmals nur das Basismodell gibt. Mit den vielen optionalen Extras und Ausstattungen wird die gesetzte Grenze oftmals ganz schnell überschritten. 

Den Anfang macht der Suzuki Ignis, der von unserem  Autotester Friedbert Weizenecker unter die Lupe genommen wurde.

 
Für wen ist der Suzuki Ignis gedacht?
Der Suzuki Ignis ist einerseits ein Kleinwagen, andererseits aber auch ein SUV. Und dieses Micro-SUV gibt es tatsächlich auch mit Allradantrieb. Gegen Aufpreis versteht sich.

Für Familien ist er maximal als Zweitwagen geeignet, denn durch die Außenlänge von nur 3,70 Meter ist sein Raumangebot begrenzt. So können zwar vier Personen auf kurzen Strecken gut mitfahren. Wenn aber noch Gepäck mit muss, kommt der Ignis schnell an seine Grenzen.

 
Wer meist nur zu zweit unterwegs ist, der kann die Rücklehnen umklappen (50:50). Zudem lässt sich die Rückbank um bis zu 16,5 Zentimeter verschieben. Für den Einsatz in der Stadt ist der geringe Wendekreis des Ignis von 9,40 Meter von entscheidendem Vorteil. 

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Wie er sich fährt.
Man sitzt SUV-typisch etwas erhöht. Das erleichtert die Übersicht über das Geschehen auf der Straße. Zudem steigt man bequemer ein und aus. Andererseits fährt sich der Suzuki Ignis nicht wirklich dynamisch, aber leicht. Dynamik muss ja nicht die Sache eines Micro-SUV sein. 

Den Ignis gibt es aktuell mit nur einem Antrieb. Der 4-Zylinder-Benziner leistet 90 PS (66 kW) aus einem Hubraum von 1242 ccm (ohne Turbo). Aus dem Stand sprintet der mindestens 885 Kilo wiegende Ignis in knappen 12 Sekunden auf Tempo 100. 

Suzuki gibt seinen kombinierten Normverbrauch mit 4,3 Litern je 100 Kilometer an. Auf meinen Testfahrten hat der Bordcomputer im Mittel 6,6 Liter angezeigt. 

Wie er aussieht. 

Süß schaut der kleine 4-Türer mit seinen Kulleraugen in die Welt. Die Front ist aus meiner Sicht die Schokoladenseite des Ignis. Sein Heck wirkt dagegen abgeschnitten und ungewöhnlich gezeichnet. Hier fällt es schwer, den Kleinstwagen als SUV zu erkennen. 

Innen kann der Kleine dagegen mit klaren Linien und modernem Design überzeugen. Je nach Außenfarbe kommen Mittelkonsole und Teile der Türverkleidung in leuchtendem Orange oder sachlichem Titan.

Leider sind nicht alle Schalter beleuchtet. Das macht die Bedienung bei Nacht nicht einfacher. Ausgesprochen gut gefällt mir das große Zen­tral-Display in der Mitte des Armaturenbretts.

 Was er kostet.

 Der Suzuki Ignis will mit mindestens 11 900 Euro bezahlt sein. Dafür gibt es ihn in der Basis-Version. Mehr Ausstattung bieten die Club-Pakete (ab 13 490 Euro) und die Comfort-Pakete (ab 14 490 Euro). Wer allerdings den Allradantrieb möchte, muss laut Liste schon 16 240 Euro berappen.