Sechste Generation ist eine Rennschleuder für Individualisten

Suzuki Swift Sport mit modernisierter Optik

Autor: 
Jan Weizenecker
Lesezeit 4 Minuten
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05. Mai 2018
Der Suzuki Swift Sport 2018 kommt mit einem schärfer gezeichneten Design und leicht nach hinten abfallender Dachlinie daher.

(Bild 1/4) Der Suzuki Swift Sport 2018 kommt mit einem schärfer gezeichneten Design und leicht nach hinten abfallender Dachlinie daher. ©Jan Weizenecker

Mit dem Swift Sport gelingt dem japanischen Hersteller Suzuki eine kleine Rennschleuder, die zwar »nur« 140 PS auf die Straße bringt, dafür aber weniger als 1000 Kilogramm Eigengewicht schleppen muss. Das gelbe »Quietsche-Entchen« (es muss ja nicht diese Farbe sein), das in sechster Generation nur noch als 5-Türer verfügbar ist, kommt auf ein Leistungsgewicht von 7,46 Kilogramm pro PS.

 
Die modernisierte Optik der sechsten Swift-Generation profitiert von 20 Millimeter mehr Radstand und einer Breitenzunahme von 40 Millimetern. Seine Karosserie fährt fortan 15 Millimeter näher am Asphalt. Der Swift strahlt serienmäßig in der prominenten Farbe »Champion Yellow«. Sie ist die einzige Nicht-Metallic-Lackierung, und damit frei von 500 Euro Aufpreis. 

In Karbon-Optik: Dabei ist die Optik nicht nur aufgrund der knalligen Farbe progressiver als die des Basis-Swifts. Schwarze Bauteile an der Frontlippe, am Seitenschweller und ein mächtiger Heck-Diffusor sollen die Aerodynamik in Karbon-Optik optimieren. Der Look des Swift Sport wird zudem geprägt vom Wabenkühlergrill, den zweifarbigen 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, dem Dachspoiler und der Duplex-Auspuffanlage mit zwei Endrohren. Das alles macht den Kleinen in Kombination mit seiner 140-PS-Maschine im Hot-Hatchback-Segment zur Alternative für Individualisten.

 Der Swift ist auch innen sportlich gezeichnet. Sein Lederlenkrad ist etwas dünn geraten, liegt trotzdem gut in der Hand. Das Gesäß findet auf Stoff-Sportsitzen mit roter Ziernaht, rotem »Sport«-Logo, hohen Seitenwangen und integrierter Kopfstütze adäquat Platz. Wer Soft-touch-Plastik liebt, der wird vom Swift Sport enttäuscht, denn in seinem Inneren regiert Hartplastik. Dieses ist allerdings qualitativ solide verarbeitet und wird mit rot-schwarzen Details aufgepeppt. 

Konnektivität überzeugt: Der Tacho und der  rot unterlegte analoge Drehzahlmesser werden in der Mitte des Armaturenbretts von einem digitalen 4,2-Zoll-Info-Display ergänzt. Während man an seiner intuitiven Bedienbarkeit und der Größe der relevanten Symbole noch etwas feilen sollte, überzeugen das gute Navigationssystem und die Konnektivität. Denn per Apple CarPlay, Android Auto und Mirror Link sind Smartphones per Bluetooth oder USB-Kabel integrierbar. Suzuki hat übrigens an zusätzliche Instrumente gedacht, die den Fahrer über Öltemperatur und Ladedruck informieren. Im Herzen des Swifts werkelt nun ein drehfreudiger 1,4-Liter-Turbo-Vierzylinder mit Direkteinspritzung, der über eine 6-Gang-Handschaltung 140 PS Leistung auf die Straße bringen kann. Er ersetzt den Saugmotor des Vorgängers, der aus 1,6 Liter 136 PS zog. Das maximale Drehmoment steigt auf 230 Newtonmeter. Ein Plus von fast 50 Prozent! 

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1,8 Liter mehr Verbrauch: Den Sprint von 0 auf 100 schafft der frontgetriebene Swift Sport – auch durch das im Vergleich zum Vorgänger um 80 Kilo niedrigere Gesamtgewicht – in 8,1 Sekunden. Seine Höchstgeschwindigkeit erreicht er bei 210 Stundenkilometern. Den kombinierten Normverbrauch gibt Suzuki mit 5,6 Litern an, während ich auf meinen Testfahrten etwa 7,4 Liter bei von Frühlingsgefühlen beeinflusstem Gasfuß verbucht habe.

 

Die direkte Lenkung, das ausgewogene Fahrwerk und die straff angestimmten Dämpfer formen den kleinen Suzuki zur heißen Quelle für Gasstoß-Orgien. Auch wenn sich die Karosserie bei schnell angefahrenen Kurven im Scheitelpunkt leicht verneigt, bleibt der Swift stets berechenbar und auch im Grenzbereich gutmütig. 

Auch für Langstrecke: Ein etwas kernigerer Auspuffsound würde dem Swift Sport indes durchaus gut zu Gesichte stehen. Mit seinem ordentlichen Kofferraum-Volumen, im Klassenvergleich viel Platz auf der Rückbank und Assistenzsystemen wie Tempomat, Müdigkeitserkennung, Spurhaltesystem, Notbremssystem und Rückfahrkamera ist der Swift Sport auch für die Langstrecke und den Alltag gut gerüstet. 

Der neue Suzuki Swift Sport rollt ab dem 23. Juni zu den Händlern und ist zu einem Preis ab 21 400 Euro zu haben. Der Einstiegspreis des Swift Sport liegt mit 21 400 Euro zwar etwas höher als bei den anderen Modellen im Segment, dafür bekommt der Käufer aber einen komplett ausgestatteten Wagen. Soll heißen, alle aufgezählten Optionen inklusive Rückfahrkamera und schlüssellosem Zugang sind serienmäßig an Board. 

Datenblatt

  • Motor: R4-Benziner, Direkteinspritzung, Turboaufladung
  • Hubraum: 1373 ccm
  • Leistung: 140 PS (103 kW) bei 5500 U/min
  • Maximales. Drehmoment: 230 Nm bei 2500 bis 3500 U/min
  • Übersetzung: 6-Gang-Handschaltung
  • Antrieb: Vorderrad­antrieb
  • Radstand: 2,45 m
  • Länge/Breite/Höhe: 3,89/1,73/1,48 m
  • Leergewicht: 1045 kg
  • Zuladung: max. 400 kg
  • Maximale Anhängelast: 1000 kg
  • Wendekreis: 9,60 m
  • Kofferraumvolumen: 
  • 265 bis 947 l
  • Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 8,1 sec
  • Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
  • Verbrauch, je 100 km (Durchschnitt nach ­EU-Norm): 5,6 l
  • Testverbrauch, je 100 km: 7,4 l
  • CO2-Ausstoß: 125 g/km (Euro 6d-temp)
  • Tankinhalt: 37 l
  • Preis: Suzuki Swift ab 13 790 Euro, Suzuki Swift Sport ab 21 400 Euro

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