Fußball-Bundesliga

0:3 bei der Hertha: SC Freiburg zu harmlos

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 3 Minuten
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06. Mai 2021
Die Hertha-Profis freuen sich über das 2:0 von Peter Pekarik (22.), während die Freiburger Spieler enttäuscht von dannen traben.

Die Hertha-Profis freuen sich über das 2:0 von Peter Pekarik (22.), während die Freiburger Spieler enttäuscht von dannen traben. ©Annegret Hilse/dpa

Der SC Freiburg hat sich offenbar vorgenommen, die Punkte im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga gerecht zu verteilen. Nachdem der Sport-Club schon in Mainz und Bielefeld verloren hat, gab es auch im Nachholspiel bei Hertha BSC am Donnerstag eine 0:3 (0:2)-Niederlage.

Letztlich war das Spiel schon nach den beiden ersten Berliner Toren mehr oder weniger entschieden.
Dass die Berliner nicht den Kader eines Abstiegskandidaten haben, zeigte schon ein Blick auf die Startelf. Um das Nach-Quarantäne-Programm von fünf Spielen in 17 Tagen besser bewältigen zu können, hatte Hertha-Trainer Pal Dardai auf Extrem-Rotation gesetzt. Die Berliner Mannschaft hatte fast nichts mehr mit der zu tun, die am Montag einen Punkt in Mainz (1:1) geholt hatte. Nur Matteo Guendouzi und Ex-SC-Torwart Alexander Schwolow blieben in der Anfangsformation, die zudem nicht mehr mit einer Dreier- sondern einer Viererkette in der Abwehr spielte.

Kaum Veränderungen beim SC

Der Sport-Club blieb bei seinem 3-4-3, und es gab für Trainer Christian Streich für das Spiel in der Hauptstadt offenbar wenig Grund für größere Veränderungen nach dem Unentschieden gegen Hoffenheim. Manuel Gulde erhielt in der Abwehr mal wieder den Vorzug vor Dominique Heintz, und der zuletzt gesperrte Baptiste Santamaria kehrte für Yannik Keitel ins Mittelfeld zurück. Streich hatte angekündigt, dass er schon aus Fairnessgründen keine personellen Experimente eingehen, und der Sport-Club seine gute Saison auch in Berlin bestätigen wollte.

Anfangs mehr Ballbesitz

Daran hielt sich sein Team aber nur in der Anfangsphase, in der die Freiburger mehr Ballbesitz hatten, und Lucas Höler (7.) nach einem Freistoß von Christian Günter die erste Chance vergab. Nach dem ersten guten Angriff der Berliner, bei dem sich Linksverteidiger Jordan Torunarigha nach vorne wagte, Roland Sallai abschüttelte und selbst abschloss, ging Hertha in Führung. Torwart Florian Müller faustete Torunarighas Distanzschuss nur zur Seite weg, und weder Keven Schlotterbeck noch Günter konnten Torschütze Krzystof Piatek (13.) stoppen.

Abwehr sieht schlecht aus

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Schlecht sah die Abwehr auch beim zweiten Treffer aus. Nemanja Rodonjic spielte sich bis zur Grundlinie durch, konnte dann unbedrängt flanken, weil Philipp Lienhart wegrutschte, und in der Mitte setzte sich Peter Pekarik (22.) im Kopfballduell gegen Santamaria durch. Die 2:0-Führung verschaffte den Berlinern sichtbar Selbstvertrauen, den Freiburgern gelang in der Offensive nur wenig.

Umstellungen nach der Pause

Die Reaktion folgte nach der Pause. Beim SC kamen Vincenzo Grifo und Yannik Keitel für Schlotterbeck und Santamaria ins Spiel, und das System wurde auf ein 4-4-2 umgestellt. Grifo war mit einem Freistoß auch gleich an der ersten gefährlichen Situation der zweiten Hälfte beteiligt, als Schwolow einen Kopfball von Nicolas Höfler (48.) mit dem Fuß abwehrte. Der SC versuchte viel, um den Rückstand möglichst schnell zu verkürzen, aber Zählbares gelang nicht.

Sonntag in Köln

Auch Nils Petersen konnte seine Jokerqualitäten nicht zeigen. Nach einer Vorlage von Demirovic (74.) verzog er aus kurzer Distanz. Der ebenfalls eingewechselte Matheus Cunha (70./73.) vergab zwei gute Möglichkeiten, bevor Radonjic (83.) einen Konter zum 3:0-Endstand abschloss. Der „extrem enttäuschte“ SC-Kapitän Günter, sah nach der vierten Auswärtsniederlage in Folge „keine Argumente auf unserer Seite“ und hofft auf eine schnelle Wiedergutmachung am Sonntag in Köln, beim nächsten Abstiegskandidaten.

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