Lokalsport

1:0 im »Freundschaftsspiel«: Linx hofft auf die Wende

Autor: 
Rüdiger Rüber
Lesezeit 3 Minuten
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04. April 2004
Es geht also doch. Nach zehn Spielen ohne Sieg landete Fußball-Oberligist SV Linx am Samstag endlich wieder eine Drei-Punkte-Wertung. Durch ein Tor von Christian Wandres (40.) bezwang der Aufsteiger den seit Donnerstag als Zwangsabsteiger feststehenden 1. FC Pforzheim verdient mit 1:0 (1:0).
Rheinau-Linx. Verständlich, dass nach dem Erfolg im »Freundschaftsspiel« vor 350 Zuschauern im Hölzelstadion bei den Richtung Abstiegszone gerutschten Linxern keine echte Euphorie aufkommen wollte. Zu schwach waren die Pforzheimer vor allem nach der Halbzeit. »Das Spiel war auf keinem besonders hohen Niveau. Man hat gemerkt, dass die Gesamtsituation nicht spurlos an der Mannschaft vorübergegangen ist«, erklärte Pforzheims Trainer Harald Heck, der zudem auf seine Kreativ-Abteilung mit Adrian Pelka, Sofiane Chabbi, Ahmet Karazehir und Rodrigo de Oliveira verzichten musste, nach dem Spiel. Am 1. April hatte das Amtsgericht Pforzheim das bereits seit längerem beantragte Insolvenzverfahren gegen den hoch verschuldeten 1. FC Pforzheim beantragt. Damit steht der Tabellenfünfzehnte laut Spielordnung automatisch als erster Absteiger aus der Oberliga fest. Um nächste Saison aber einen Platz in der Verbandsliga Nordbaden zu bekommen, spielt der »Club« die Saison zu Ende. Alle Spiele mit FCP-Beteiligung werden erst nach dem letzte Spieltag aus der Wertung genommen. Große Veränderungen im Tabellenbild gibt es aber nicht. »Der Sieg war wichtig, doch Pforzheim war kein richtiger Gegner. Was das 1:0 für unser Selbstvertrauen wert ist, wird sich erst am Ostersamstag bei Hoffenheim II zeigen«, meinte SVL-Trainer Michael Baumann nach dem ersten »Dreier« seit dem 18. Oktober (4:2 gegen Ludwigsburg) vorsichtig. »Nach dem Punktgewinn gegen Crailsheim und dem guten Spiel in Mannheim (1:2) hatte ich auch schon auf eine Wende gehofft«, bin dann aber enttäuscht worden«, erklärte Baumann. Lopez als Antreiber Als Reaktion auf die schwachen letzten Spiele setzte der Linxer Trainer gegen Pforzheim Gilles Bauer und Marc Zehnle zu Beginn auf die Bank. Das gleiche Schicksal hätte auch Tobias Meister ereilt, doch im Training am Donnerstag trat der Mittelfeldspieler unglücklich in den Rasen und konnte wegen einer Zerrung nicht spielen. Vor einem Groß-Aufgebot von 45 Polizeikräften, die wegen befürchteter Randale von Pforzheimer Anhängern im Hölzelstadion aufliefen, aber einen ruhigen Nachmittag verlebten, weil lediglich 13 »FCP-Fans« gekommen waren und sich gesittet verhielten, dominierte der SV Linx über 75 Minuten - ohne allerdings spielerisch zu überzeugen. Der 1. FC Pforzheim dagegen deutete nur in der Viertelstunde vor der Halbzeit Gefährlichkeit an. In der 32. Minute musste Gabriel Richter für seinen bereits geschlagenen Torhüter Markus Armbruster sogar auf der Torlinie nach einem Schuss von Giuseppe Greco klären. Und ein hoher, langer Ball (37.), der vor Armbruster unglücklich aufgehopst war, wäre fast im Tor gelandet, doch der Linxer Keeper brachte das Leder Zentimeter vor der Linie doch noch unter Kontrolle. Die Pforzheimer Herrlichkeit beendete Christian Wandres (40.). Der Stürmer gewann ein Laufduell kurz hinter der Mittellinie gegen Jürgen Michel und überlupfte den herauslaufenden Daniel Jilg eiskalt zum zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaften 1:0. Nach der Pause verdienten sich die Linxer allerdings die Führung redlich. Angetrieben von Frederic Lopez, dessen frühes Tor (6.) wegen Abseits nicht gegeben worden war, wurden »mehr Chancen als in den letzten vier Spielen herausgespielt« (Baumann), Treffer gelangen jedoch keine mehr. SV Linx - 1. FC Pforzheim 1:0 (1:0) Linx: Armbruster - Richter, Iscru, Karch, Seibert - Dorian Higueras (68. Kübel), Krumpa (78. Bannholzer), Montaise, Lopez - Wandres (62. Bauer), Walter. Pforzheim: Jilg - Cetinkaya, Lamp, Kusch, Michel - Reiss, Kluge (68. Ahmet Yenisen), Gülbas, Fatih Yenisen (45. Orlic) - Greco, Frank (45. Manzak). Schiedsrichter: Bilek (Muggensturm) - Zusachauer: 350. Tor: 1:0 Wandres (40.)

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