Fußball-Oberliga

Adrian Vollmer führt SV Linx zum Auftaktsieg

Autor: 
Dieter Heidt
Lesezeit 4 Minuten
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12. August 2018
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Alexander Merkel vom SV Linx (l.) im Duell mit Manuel Hasel.

Alexander Merkel vom SV Linx (l.) im Duell mit Manuel Hasel. ©Stephan Hund

Vor 550 Zuschauern feierte Aufsteiger SV Linx mit einem 2:1-Heimsieg gegen den SV Spielberg einen gelungen Einstieg in die Fußball-Oberliga. Die Generalprobe zum DFB-Pokalspiel am Samstag in Kehl gegen Bundesligist 1. FC Nürnberg ist damit geglückt.
 

Trainer Sascha Reiß hatte am Samstag beim Heimerfolg über den SV Spielberg bis auf den Neuzugang vom SV Oberachern, Sinan Gülsoy, der für den verletzten Dennis Kopf in der Innenverteidigung spielte, den Linxer Verbandsliga-Meisterschaftskader aufgeboten. Die Neuzugänge Joel Joseph, Michael Schindler und Jannik Schwörer durften in der zweiten Halbzeit erstmals Oberligaluft schnuppern. Doch nicht Spielbergs Ex-Profi Edmond Kapllani war Spieler des Tages, sondern der zweifache SVL-Torschütze Adrian Vollmer. Sturmpartner Marc Rubio fehlte bei drei Großchancen dagegen das Glück, das ein Stürmer braucht. 

Linx spielerisch stark
Die spielerisch stark beginnenden Linxer ließen dem Gast keinen Raum, das ganz auf Ex-Profi Edmond Kapllani abgestimmt Spiel der Gäste war lange harmlos. Marc Rubios Schuss aus der Drehung (12.) sorgte für ersten Beifall beim Publikum. Sieben Minuten später folgte Jubel, als Jean-Gabriel Dussot über links bis zur Grundlinie spurtete, maßgerecht für Adrian Vollmer auflegte, und der Linxer Torjäger zum 1:0 einköpfte. »Das darf nicht passieren, zwei Abwehrspieler können die Flanke nicht verhindern«, grantelte Spielbergs Coach Tobias Winter später. 

SVL-Abqwehr aufmerksam
Längst hatte Linx die Spielkontrolle übernommen, aber das zweite Tor wollte nicht fallen. Marc Rubio hatte es nach Vorarbeit von Dussot auf dem Fuß, aber Spielbergs Georgios Roumeliotis war einen Tick schneller. Auch Piakai Henkel war erfolglos. Nach Rubio-Vorarbeit donnerte der US-Boy den Ball über die Querlatte. Der Gast sendete ein erstes Lebenszeichen als Edmond Kapllani freistehend abzog, aber die aufmerksame SVL-Abwehr einen Einschlag verhinderte. Bei Kapllanis zweitem Versuch zeigte SVL-Keeper Kevin Mury seine Klasse. 
Der SV Linx hätte noch vor der Pause den Sack zumachen, aber Chancen durch Marc Rubio, der knapp vorbeiköpfte, und Pierre Venturini, der Gästekeeper Moritz mit einem Distanzschuss beinahe überrascht hätte, blieben ungenutzt. 

1:0-Pausenführung gefährlich
Die knappe 1:0-Pausenführung war gefährlich, weil Spielberg danach, angetrieben von Nikolai Bauer und Dominik Fetzner, Übergewicht im Mittelfeld bekam, und Philipp Leimenstoll als zweite Spitze für mehr Druck sorgte. »Wir haben da etwas die Kontrolle verloren, nach dem Pokalspiel am Mittwoch wurden die Beine schwer«, suchte Sascha Reiß nach Gründen. Hinzu kam, dass Rechtsverteidiger Dennis »Deko« Kopf mit Verdacht auf Muskelfaserriss ausschied, und der 19-jährige Joel Joseph zu seinem ersten Oberligaeinsatz kam. 

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Missglückter Abwurf von Spielbergs Keeper
Keeper Kevin Mury hatten es die Linxer zu verdanken, dass Edmond Kapllani bei der zweiten Großchancen erfolglos blieb. Und zum Glück hat der SV Linx einen »Adi« Vollmer. Nach missglücktem Abschlag von Gästekeeper Mathias Moritz landete der Ball bei Piakai Henkel, der sofort weiterleitete und Adrian Vollmer trotz zweifacher Bedrängung mit der Fußspitze zum 2:0 (74.) traf.
»Da habe ich geglaubt, das Spiel ist entscheiden, aber dann fiel das dumme Gegentor«, kommentierte Sascha Reiß die Situation eine Viertelstunde vor Schluss. Denn nur drei Minuten hielt die Freude über eine Zwei-Tore-Führung, dann wurde SVL-Keeper Mury nach hohem Flankenball am Zugreifen behindert, der eingewechselte Stefan Müller stand im Rückraum goldrichtig, und plötzlich stand es 2:1. 

Heiße Schlussphase
Eine heiße Schlussphase folgte, in der Linx durch Wacin Tine und  Piakai Henkel zwei Konterchancen und damit die vorzeitige Entscheidung  leichtfertig vergab. Der SV Spielberg machte nun mächtig Druck. Doch weder der eingewechselte Jan Malsam noch David Horn oder Kapllani schafften es, den Linxer Keeper zu überwinden. Und in der 93. Minute war es Sinan Gülsoy, der nach Volleyschuss von Samuel Brunner mit riskanter Kopfballabwehr den Linxer Sieg festhielt. 

Lob vom Gästetrainer
»Ich gratuliere dem SV Linx zum Sieg und wünsche viel Glück zum DFB-Pokalspiel am kommenden Samstag«, zeigte sich Gästecoach Tobias Winter als fairer Verlierer.

SV Linx – SV Spielberg 2:1 (1:0)
Linx:
Mury - Kopf (69. Joseph), Schmider, Gülsoy, Recht, Merkel, Venturini, Dussot (87. Schindler), A. Vollmer, Henkel (90. Schwörer), Rubio(74. Tine).
Spielberg: Moritz - Stosik (46. S. Müller), Roumeliotis, Hasel (74. Malsam), Fixel, R. Müller, Bauer, Fetzner (81. Horn), Brunner (56. Huller), Leimenstoll, Kapllani.
Schiedsrichter: Eckermann (Winnenden) – Zuschauer 550
Tore: 1:0 A. Vollmer (18.), 2:0 A. Vollmer (74.) 2:1 S. Müller (77.)   
 

 

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