Kunstradsport

Am Ende riesige Erleichterung beim Gutacher Erfolgsduo

Autor: 
Karin Wurth
Lesezeit 3 Minuten
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22. Juni 2021
Während Sophie-Marie Wöhrle den Kopfstand auf dem Sattel hält, drückt Caroline Wurth den Handstand.

Während Sophie-Marie Wöhrle den Kopfstand auf dem Sattel hält, drückt Caroline Wurth den Handstand. ©Daniel Kratschmar

Nach langer Wettkampfpause gewinnen die deutschen Meisterinnen Sophie-Marie Wöhrle und Caroline Wurth vom RSV Gutach den Auftakt der Weltcup-Serie 2021 in der Schweiz.

Dass es für die deutschen Meisterinnen Sophie-Marie Wöhrle und Caroline Wurth vom RSV Gutach zum Auftakt der Weltcup-Serie 2021 bei ihrem ersten Wettkampf in diesem Jahr so gut laufen würde, war nicht unbedingt zu erwarten. Bis vor sechs Wochen konnte das Duo wegen einer Verletzung von Wöhrle noch nicht voll trainieren. Daher waren beide erleichtert, bei hochsommerlichen Temperaturen in der Sporthalle von Oberbüren bei St. Gallen als Tagessiegerinnen der ersten Weltcup-Runde mit erreichten 139,30 Punkten von der Fahrfläche zu gehen. Die stärksten Konkurrentinnen aus Stuttgart, Helen Vordermeier und Selina Marquardt, lagen mit 133,32 Punkten auf dem 2. Rang, dahinter folgten die Österreicherinnen Rosa Kopf/Svenja Bachmann (120,46).

Über Lapsus sogar gelacht

Mit 154,90 Punkten ging das Gutacher Paar als letztes Duo bei den Zweier-Kunstradfahrerinnen an den Start. Die Kür begann auf einem Rad. Nach gelungenem Kopfstand/Handstand senkte Wurth die Beine zur Lenkerstützgrätsche und schon waren innerhalb kurzer Zeit 15 Punkte gesichert. Danach folgten die für Unterfrau Wöhrle kräftezehrenden Übungen mit Schultersitzen und -ständen. Dieser Teil der Kür klappte wunderbar, bei 151 Punkten stieg Wurth auf ihr eigenes Rad, beide setzten ihre Präsentation auf zwei Rädern fort, um die Schleifen und Drehungen in allen Steiger-Variationen zu zeigen. Sekunden vor Schluss der fünfminütigen Vorstellung kippte allerdings das Rad von Wöhrle bei der parallel gefahrenen Lenkerstand-Drehung, was vier Punkte für einen Doppelsturz kostete. Dieses Malheur verhinderte nicht den Sieg, beide konnten über diesen Lapsus am Ende sogar lachen. „Für den aktuellen Zeitpunkt sind wir sehr zufrieden mit unserer Leistung“, so Wöhrle: „Trotzdem gibt es noch einiges zu tun, gerade beim Teil auf zwei Rädern. Alles in allem war es ein gelungener Einstieg nach einer so langen Zeit und der Verletzung im Frühjahr.“

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Weltrekord bei Männern

In Oberbüren lieferten alle Kunstradfahrerinnen und -fahrer nach fast einem Jahr ohne Wettkämpfe wahre Höchstleistungen ab. Im Zweier der Männer präsentierten Max Hanselmann und Serafin Schefold vom RV Öhringen sogar einen Weltrekord mit sensationellen 168,94 Punkten. Coronabedingt waren nur sechs Nationen mit etwa 50 Teilnehmern am Start. Bei der Begrüßung sagte die UCI-Beauftragte Claudia Bee: „Wir sind in Gedanken bei all den Nationen, die heute nicht dabei sein können.“

Am 25. Juli geht es in Stuttgart für die baden-württembergischen Kunstradfahrerinnen und -fahrer um die Elite-Landesmeistertitel.

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