Handball-Landesliga

ASV Ottenhöfen mit Glanzleistung im Topspiel

Autor: 
Mike Käshammer
Lesezeit 4 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
18. Oktober 2021
Ottenhöfens Keeper Dominik Huber feierte mit seinem Team einen grandiosen Heimsieg.

Ottenhöfens Keeper Dominik Huber feierte mit seinem Team einen grandiosen Heimsieg. ©Mike Käshammer

Ein hochspannendes Handballspiel, welches sich bis in die letzten Minuten offen zeigte, bekamen die Zuschauer des Spitzenspiels der Landesliga-Nord 1 in Ottenhöfen zu sehen, wo sich der heimische ASV am Ende mit 31:29 gegen die SG Freudenstadt/Baiersbronn durchsetzte.

Es lag eine gewisse Spannung in der Luft der Schwarzwaldhalle Ottenhöfen, als am vergangenen Spieltag der ASV Ottenhöfen die punktgleiche SG Freudenstadt/Baiersbronn, die dank des besseren Torverhältnisses die Tabellenführung inne hatten, empfing. Beide Mannschaften zeigten sich vor Anpfiff hoch motiviert und konnten personell aus dem Vollen schöpfen.
Bis in die 7. Spielminute wechselten sich die Mannschaften mit dem Torewerfen ab, ehe Ottenhöfen sich mit drei Treffern in Folge auf 7:4 (10. Spielminute) absetzen konnte. Die Gäste aus dem Schwabenland hatten in dieser Phase Probleme gegen die kämpferische Abwehrreihe der Ottenhöfener anzukommen. Hinzu kam ein gut aufgelegter Dominik Huber im ASV-Gehäuse, der seine Vordermänner mit zahlreichen Paraden nach vorne preschte und den ASV so weiter knapp in Front hielt.
Sie SG Freudenstadt/Baiersbronn, welche einen dynamisches und individuell starkes Handballspiel zeigte, blieb am Ball und glich in der 20. Spielminute zum 11:11 aus. Dem voraus gingen einige unüberlegte Angriffsversuche der Achertäler, welche Freudenstadt, dank eines schnellen Umschaltspieles, gnadenlos ausnutzen konnte. Die Gäste nutzen diese Schwächephase des ASV um bis zur Halbzeit auf 15:18 zu erhöhen. 

Auch die ersten Minuten der zweiten Spielhälfte gehörte der SG aus dem Schwabenland, welche dank einer breiten und schlagkräftigen Spielerdecke das Tempo weiter hoch halten konnte. Eine doppelte Unterzahl des ASV Ottenhöfen in der 39. Spielminute nutze Freudenstadt um zwischenzeitlich auf 19:23 zu erhöhen. Die Gangart beider Kontrahenten wurde allmählich rauer. Der ASV Ottenhöfen, gepuscht von den lautstarken Fans, warf nun alles in die Waagschale. Die Gästeabwehr wurde von jeder Position unter Druckgesetzt, um eine erfolgsversprechende Torwurfposition herauszuspielen. Auch die Defensive verlangte der SG Freudenstadt/Baiersbronn nun alles ab. Tor um Tor kämpfte sich der ASV Ottenhöfen wieder heran und glich in der 46. Spielminute durch Lukas Blust zum 23:23 wieder aus.
Gästecoach Lisiecki machte im Folgenden von seinem Team-Time-Out gebrauch, was den Lauf der Hausherren kurzzeitig unterbrach. Freudenstadt erhöhte, nach einem vergebenen 7-Meter-Strafwurf des ASV, wieder auf 23:25. Erneut war es Lukas Blust, der in der 49. Spielminute für den ASV ausgleichen konnte (25:25). Freudenstadt legte erneut vor, musste jedoch dann zwei erfolgreiche Tempogegenstöße von ASV'ler Philipp Schmälzle zum 28:27 einstecken. 
Nun hatte nahezu jede Aktion einen spielentscheidenden Charakter. Freudenstadt glich erneut aus, ehe ASV-Youngster Benedikt Kern den Ball sicher vom 7-Meterpunkt im Gäste-Tor unterbrachte (29:28, 54. Spielminute). Die Gäste zogen nach und Ottenhöfen zog die grüne Karte für das Team-Time-Out. ASV-Spielertrainer Michael Wagner schwor seine Truppe für die entscheidenden Minuten ein. Mit Erfolg! Freudenstadt verrannte sich im Abwehrbollwerk des ASV. Konzentriert und mit einem unbändigen Siegeswillen agierte Ottenhöfen in den letzten zwei Spielminuten. Manuel Schnurr und Christopher Münz erzielten die beiden siegbringenden ASV-Treffer zum 31:29-Endstand. Eine packende Handballpartie, aus der der ASV Ottehöfen als neuer Tabellenführer der Staffel 1 der Landesliga-Nord hervorgeht.

- Anzeige -

"Wir haben das Spiel aufgrund unseres starken Siegeswillen gewonnen. Wir waren spielerisch nicht besser als der Gegner, aber der unbändige Wille hat uns gemeinsam den Sieg gebracht", so ASV-Coach Michael Wagner nach dem gelungenen Heimsieg. 
Erneut eine geschlossene Mannschaftsleistung, welche den ASV Ottenhöfen auch gegen eines der Top-Teams der Liga weiter auf einer Erfolgswelle reiten lässt. Auf dieser Welle heißt es nun so lange wie möglich weiter zu spurten. Der nächste Fels in der Brandung wartet jedoch bereits. Die neu gegründete SG Ottersweier/Großweier empfängt den ASV Ottenhöfen zu deren dritten Pflichtspiel in der neuen Vereinsgeschichte. Sicherlich ein Aufeinandertreffen mit hoher Brisanz, waren doch die vergangenen Derbys gegen Ottersweier und Großweier immer umkämpft und emotionsgeladen. Anpfiff ist am Samstag, 23. Oktober um 20 Uhr in der Sporthalle Ottersweier. 

Ottenhöfen: Dominik Huber, Benedikt Kern 2/2, Manuel Schnurr 6, Michael Wagner 6/3, Thomas Huber 1, Lukas Blust 4, Jörn Poß 1, Jörn Schmälzle 1, Pascal Harter, Tobias Fischer, Christopher Münz 1, Matthias Vogt 1, Philipp Schmälzle 8, Nicolas Nock 

Freudenstadt/Baiersbronn: Marinko Tuka 2, Hannes Benzing, Marc Wissmann, Marcel Bauer 8/2, Jakob Benzing 1, Tim Steffen 1, Marco Schatz 2, Sven Wissmann, Dominik Schwab 7, Patrick Waller, Pascal Baur 3, Nico Käser 5, Drazen Dropuljic

Weitere Artikel aus der Kategorie: Lokalsport

Für Tim Heuberger und den TuS Schutterwald geht es am Samstag mit dem Heimspiel gegen den TSV Schmiden weiter.
vor 1 Stunde
Lokalsport
Handball Baden-Württemberg, Badischer Handball-Verband (BHV), Südbadischer Handball-Verband (SHV) und Handballverband Württemberg (HVW) hat einstimmig entschieden, dass am kommenden Wochenende der Spielbetrieb in der Oberliga (BWOL) wieder aufgenommen wird.
Lennart Sieck verlässt den TV Willstätt im Sommer wieder.
vor 1 Stunde
Handball, 3. Liga
Beim Handball-Drittligisten TV Willstätt läuft die Personalplanung für die kommende Saison.
Timo Ehret und die Faustballer der FG Griesheim stehen nach dem Abschluss der Hinrunde auf dem zweiten Platz der 2. Bundesliga.
vor 4 Stunden
Faustball
Die Griesheimer unterliegen zwar TB Oppau mit 1:3, bezwingen in der zweiten Begegnung des Spieltags aber den TSV Karlsdorf mit 3:1 und haben nun ein echtes Spitzenspiel vor sich.
Marco Maier hört bei der SG Gengenbach/Reichenbach auf.
vor 6 Stunden
Lokalsport
Auch bei der SG Gengenbach/ Reichenbach dreht sich das Trainerkarussell.
Trainer Lassi Tuovi braucht mit Straßburg IG in Estland einen Sieg.
vor 7 Stunden
Basketball
In der Basketball-Champions-League steht Straßburg IG vor einer schweren Auswärtsaufgabe.
Noah Zwick bleibt in Oberachern.
vor 8 Stunden
Fußball-Oberliga
Abwehrspieler Noah Zwick bleibt dem SV Oberachern treu.
Sarah Stucky und Felix Urbitsch vom TSC Schwarz-Weiß sicherten sich den ersten Platz in der Hauptgruppe II Standard.
vor 9 Stunden
Tanzen
Das Tanzpaar feierte bei seiner ersten Turnierteilnahme eine Premiere nach Maß.
Der Linxer Trainer Thomas Leberer hätte am Samstag gegen Bruchsal gerne noch gespielt.
vor 16 Stunden
Fußball-Oberliga
Die Ortenauer Fußball-Oberligisten SV Linx und SV Oberachern erfuhren erst am Freitagabend von der Absetzung der restlichen Spiele im Jahr 2021.
Jan Kahle wird seinen Trainerposten beim SV Stadelhofen nach dieser Saison räumen.
vor 18 Stunden
Fußball-Landesliga
Jan Kahle hört am Saisonende als Trainer des Fußball-Landesligisten SV Stadelhofen auf. Der Verein hofft, schon vor Weihnachten einen Nachfolger präsentieren zu können.
Vor mehr als zehn Jahren noch als Leitwolf für seinen Heimatverein DJK Welschensteinach am Ball, bei dem er ab und zu freitags im AH-Training dabei ist, wenn es seine Freizeit erlaubt: André Malinowski, ab 1. Juni 2022 Sportlicher Leiter der Bundesliga-Frauen des SC Freiburg.
vor 19 Stunden
Frauen-Fußball
Die Frauen- und Mädchenabteilung von Fußball-Bundesligist SC Freiburg hat ab 1. Juni 2022 einen Sportlichen Leiter. Diesen neu geschaffenen Posten übernimmt ein Kinzigtäler: André Malinowski mit der DJK Welschensteinach als Heimatverein.
Lennart Sieck war nur eine Saison beim TV Willstätt.
vor 20 Stunden
Lokalsport
Nach einjährigem Intermezzo beim Drittligisten TV Willstätt kehrt Lennart „Lenny“ Sieck zur kommenden Saison zum TuS Steißlingen zurück. Der TVW hatte den Abgang des Kreisläufers bereits vermeldet.
vor 21 Stunden
Lokalsport
Das Spiel der HSG Konstanz beim HC Oppenweiler/Backnang war für Lukas Köder ein ganz besonders emotionales. Der 25-jährige Rechtsaußen kam im Sommer von der SG Leutershausen an den Bodensee.

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • Bevor es ans Schuhe probieren geht, werden die Füßchen erst einmal in Länge und Breite vermessen. 
    vor 13 Stunden
    Kinderschuh-Spezialist 20/21: Schuhhaus Theobald Gengenbach
    Egal, ob elegant, komfortabel, bequem, luftig, ob für Beruf, den besonderen Anlass, Freizeit, Sport oder den nächsten Trail – im Schuhhaus Theobald in Gengenbach gibt es Schuhe für jede Lebenslage und jede Altersklasse. Auf Kinder ist das Team besonders eingestellt.
  • An den Standorten Offenburg, Oppenau und Achern schnüren die Mitarbeiter des Autohauses Roth ein pralles Servicepaket. 
    30.11.2021
    Ihr Dienstleister in Offenburg, Oppenau und Achern
    Die Teams des Autohauses Roth an den Standorten Offenburg, Oppenau und Achern geben ihr ganzes Know-how, wenn es um besten Service geht. Was für ein umfassendes Leistungspaket täglich abgeliefert wird, ist jetzt in einem neuen Imagefilm zusammengefasst.
  • Seit 2011 befindet sich der Sportspezialist in der Freiburger Straße 21 in Offenburg.
    29.11.2021
    Offenburg: Seit 75 Jahren eine Heimat für jede Sportart
    Ob Bekleidung, Schuhe oder Ausrüstung: Auf 3500 Quadratmetern Fläche hat SPORT KUHN alles, was Sportler brauchen. Der Offenburger Spezialist für In- und Outdoor ist seit 75 Jahren bekannt für Know-how und Beratung. Das Team zählt heute 60 Mitarbeitende.
  • Die S&G Automobil AG ist der älteste Mercedes-Benz Partner der Welt. Schon 1898 rief Ernst Schoemperlen in Karlsruhe seine Automobil-Centrale ins Leben. Seit 1928 gibt es S&G auch in Offenburg.
    26.11.2021
    Historie von S&G Offenburg startet im vorletzten Jahrhundert
    Bereits 1898 schlug die Geburtsstunde der heutigen S&G Automobil AG, des ältesten Mercedes-Benz-Partners der Welt. Damals rief Ernst Schoemperlen in Karlsruhe seine „Automobil-Centrale“ ins Leben – der Auftakt für ein Stück Automobilgeschichte, die ihresgleichen sucht.