Ringer-Bundesliga

ASV Urloffen überzeugt erneut

Autor: 
Rolf Schneider
Lesezeit 4 Minuten
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08. Dezember 2019

Urloffens Toptalent Daniel Fischer (rotes Trikot) zeigte gegen Alexander Semisorow einen tollen Kampf und verlor nur knapp nach Punkten. ©Jo Borsi

Die Bundesliga-Ringer des ASV Urloffen unterlagen am Samstag dem favorisierten TuS Adelhausen mit 12:18. Am Sonntag folgte dann nach starker Leistung ein 20:7-Heimsieg gegen den KV Riegelsberg.

Zum Auftakt des Doppelkampf-Wochenende war der TuS Adelhausen mit zahlreichen nationalen und internationalen Top-Athleten angereist. Mit etwas Glück wäre für den ASV Urloffen mehr als die 12:18-Niederlage möglich gewesen. 
57 kg (gr.-röm.): Im Fliegengewicht zwang Urloffens Aleksei Kinzhigaliev seinem Gegner Nedyalko Petrov seinen Kampfstil auf. Nach einer angeordneten Bodenlage drehte Kinzhigaliev den Gegner einmal sauber durch. Diesen Vorsprung verteidigte er geschickt zum 4:1-Punktsieg. (2:0) 
130 kg (Freistil): Leo Kempf hatte mit Nick Matuhin einen wahren Hünen vor sich stehen. Das Kraftpaket ist seit zehn Jahren ununterbrochen deutscher Meister. Von den Fangesängen getragen, wuchs Kempf über sich hinaus und bot dem Favoriten oft Paroli, verlor aber mit 0:12 nach Punkten. (2:3) 
61 kg (Freistil): Adelshausens Artem Gebekov punktete gegen Nico Megerle äußert geschickt und gewann am Ende souverän mit 8:0. (2:6) 
98 kg (gr.-röm.): Adam Varga begann gegen Pascal Ruh furios und drehte seinen Gegner in der Bodenlage in alle Richtungen. Nach kurzer Kampfzeit konnte er die Matte als Sieger per technischer Überlegenheit verlassen. (6:6) 
66 kg (gr-röm.): Patrik Köhli kam gegen den Griechen Marikos Theodoridis durch eine Unachtsamkeit in eine gefährliche Lage und konnte sich nicht mehr befreien. (6:10) 
86 kg (Freistil): Sebastian Jezierzanski dominierte den Letten Edgaras Voitechovskis zu jeder Zeit. Dank einer taktischen Meisterleistung gewann er 4:1 nach Punkten. (8:10) 
71 kg (Freistil): Einen absoluten Spitzenkampf zeigte wieder einmal der erst 15-jährige Daniel Fischer gegen den WM-Achten Alexander Semisorow. Das Duell war an Spannung und Dramatik nicht zu überbieten. Fischer hatte den haushohen Favoriten am Rande einer Niederlage, verlor trotz einer absoluten Spitzenleistung aber hauchdünn mit 6:7 nach Punkten. (8:11) 
80 kg (Freistil): Raphael Langenecker stand gegen Sascha Keller auf verlorenem Posten. Der Adelhausener siegte per technischer Überlegenheit. (8:15) 
75 kg (gr.-röm.): Svilen Kostadinov geriet gegen Dominik Etlinger früh in Rückstand und konnte die 1:9-Punkteniederlage nicht abwenden. (8:18) 
75 kg (Freistil): Stefan Käppeler gab gegen Leonhard Zavarin zu Kampfbeginn richtig Gas. Nach kurzer Kampfzeit schulterte Käppeler seinen überforderten Gegner. (12:18) 

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Sieg im Hexenkessel

Gestern zeigten die ASV-Akteure dann Ringkampfsport vom Feinsten und fertigten den KV Riegelsberg mit 20:7 ab. Die ASV-Arena verwandelte sich dabei wieder in den gefürchteten Urloffener Hexenkessel.
57 kg (gr.-röm.): Aleksei Kinzhigaliev stellte direkt die Weichen auf Sieg. Seinen Gegner Till Butterbach musste eine Serie von Durchdrehern über sich ergehen lassen. Kinzhigaliev siegte frühzeitig per technischer Überlegenheit. (4:0) 
130 kg (Freistil): Leo Kempf lieferte dem russischen Universitätsweltmeister Asadula Ibragimov lange einen Kampf auf Augenhöhe, unterlag aber mit 0:7. (4:2) 
61 kg (Freistil): Nico Megerle begann gegen Moritz Paulus mit enormem Tempo und punktete mit sehenswerten Aktionen. Am Ende stand ein ungefährdeter 7:0-Punktsieg. (6:2) 
98 kg (gr.-röm.): Adam Varga war gegen Serhat Deveci der bessere Athlet im Bodenkampf. Er drehte den Saarländer zweimal gekonnt durch. Beim Stand von 6:1 flossen die zwei Mannschaftspunkte auf das Konto der Hornets. (8:2) 
66 kg (gr-röm.): Auch Van Meier konnte gegen Dennis Decker mit mehreren Drehern die Punkte zum vielumjubelten 7:0-Sieg holen. (10:2) 
86 kg (Freistil): Sebastian Jezierzanski legte gegen Robin Paulus mit einem sauberen Ausheber für vier Punkte los. Auch der weitere Kampfverlauf gehörte Jezierzanski, der durch technische Überlegenheit gewann. (14:2) 
71 kg (Freistil): Das Duell zwischen Joshua Knosp und Kai Burkon war ein Kampf ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Pfeilschnelle Aktionen in atemberaubender Geschwindigkeit zeigten die beiden Athleten. Spannung und Dramatik zeichneten das Duell aus. Am Ende lag der Saarländer mit 8:7 vorn. (14:3) 
80 kg (Freistil): Der neu in die Mannschaft aufgerückte war Andrej Schwarzkopf machte seine Sache gegen Riegelsbergs starkes Eigengewächs Lucas Rosport lange Zeit gut, konnte eine Niederlage per technischer Überlegenheit aber nicht abwenden. (14:7) 
75 kg (gr.-röm.): Henrik-Lars Schmitt, Riegelbergs amtierender deutscher Meister der Junioren, erwischte  Svilen Kostadinov dreimal eiskalt mit einem Kopfhüftschwung und hatte ihn schon fast auf beiden Schultern liegen. Aber der Urloffener kämpfte sich auf beeindruckende Art und Weise wieder ran, hob seinen Gegner mehrfach aus und gewann mit 18:12 nach Punkten. (16:7) 
75 kg (Freistil): Stefan Käppeler überrrolte den Bulgaren Georgiy Zlatov mit schnellen Angriffen und feierte einen hochverdienten Sieg per technischer Überlegenheit. (20:7) 

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