Fußball

Auch bei den Schiedsrichtern gibt es keinen Abstieg

Autor: 
Steffen Fante
Lesezeit 3 Minuten
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10. Juni 2021
Ralf Brombacher, Verbandsschiedsrichterobmann.

Ralf Brombacher, Verbandsschiedsrichterobmann. ©Verband

Die Corona-Pandemie hat nicht nur die Kicker und Ehrenamtlichen hart getroffen, sondern auch die Schiedsrichter. Verbandsschiedsrichterobmann Ralf Brombacher erklärt die Situation.

Herr Brombacher, Sie sind mittendrin in Ihrer Amtszeit als Vorsitzender, aber Ihr Bereich findet sich gerade neu zusammen: Im Juli 2021 sollen die Bezirks-Schiedsrichterausschüsse gewählt werden. Wie sollen die Jahreshauptversammlungen in den einzelnen Bezirken stattfinden? Wie gehen Sie mit den Leistungsprüfungen um?

Trotz dieser wirklich wenig tollen Zeit sind wir mittendrin in den Vorbereitungen für die kommende Saison sowie in der Beendigung der annullierten Runde. So wie es aussieht – die Zahlen lassen hoffen – können die Jahreshauptversammlungen als Präsenz-Veranstaltung durchgeführt werden. Das wäre endlich ein Licht am Ende des Tunnels und auch ein würdiger Rahmen für die Wahlen und Ehrungen. Die Leistungsprüfungen werden wir durchführen, allerdings sehe ich mehrtägige Leistungslehrgänge eher skeptisch.

Als Schiedsrichterneuling seit über einem Jahr keine Chance haben, aktiv zu sein, stelle ich mir hart vor. Haben sich denn trotzdem neue Schiedsrichter ausbilden lassen?

Eine wirklich unbefriedigende Situation, doch müssen wir das Beste draus machen. Wir haben die 200 von letztem Jahr natürlich nicht getoppt, dennoch hatten wir Neulingslehrgänge und Interessierte für das Amt des Schiedsrichters. Nun gilt es, gerade den Neulingen die bestmögliche Unterstützung für den Start zu geben – in allen Bezirken und Bereichen.

Das Vereinsleben und der persönliche Austausch fällt nicht nur für Spieler und Trainer weg, sondern auch für die Schiedsrichter. Welche Dinge sind im Schiedsrichte Bereich außerdem auf der Strecke geblieben? Gab es denn viele Abmeldungen?

Ich denke, das wirkliche Ausmaß dieser Pandemie werden wir erst in ein paar Monaten sehen. Den ambitionierten Schiedsrichtern fehlt vor allem ein Jahr, und das Alter blieb leider nicht stehen. Abmeldungen im großen Stil gab es keine, doch auch hier gilt abzuwarten, was die kommenden Wochen bringen, gerade auch im Hinblick auf die Leistungstests mit fehlendem Sport über Monate hinweg.

Bei allem Negativen, was die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat – Gibt es auch etwas Positives?

Ich bin grundsätzlich ein positiv denkender Mensch. Positiv ist vor allem, dass es nun wieder los geht und hoffentlich mal wieder eine ganze Saison Fußball gespielt wird.

Wie ist der Verbandsschiedsrichterausschuss mit dem Auf- bzw. Abstieg der Schiedsrichter in den einzelnen Ligen umgegangen?

Wir haben in sämtlichen Spielklassen von Abstiegen abgesehen. Das konnte nicht sein, hier einen Schiedsrichter zu bestrafen, dass die Runde nicht zu Ende ging. Und annulliert ist annulliert, auch für die Schiedsrichter. Im Bereich nach oben konnten wir aufgrund freier Kapazitäten das eine oder andere ermöglichen.

Was steht sonst noch auf der Agenda des VSA? Welche Dinge wurden schon angepackt?

Uns wird die Arbeit nie ausgehen. Wir haben noch einiges vor und durchaus noch in verschiedenen Bereichen Optimierungsbedarf. Vor allem aber muss der Fußball wieder die Normalität erreichen, die wir gewohnt waren und wir doch alle auch vermissen.

Und Sie freuen sich, wenn unser geliebter Fußball wieder endlich starten kann?


Wenn es nach mir geht, kann’s morgen losgehen :-)

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