Sommer-Skispringen in Bad Griesbach

Auftakt am kommenden Wochenende

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25. Juni 2019

(Bild 1/2) Am Wochenende ist Auftakt der Sommer-Skisprung-Serie um den Georg-Thoma-Pokal in Bad Griesbach. ©Skizunft

Das erste Springen der Dreier-Konkurrenz 2019  auf den Kreuzkopfschanzen von Bad Griesbach wird am kommenden Wochenende, Samstag und Sonntag, gestartet. Dabei geht es zum 30. Mal um den Georg-Thoma-Pokal. Neu bei den Konkurrenzen im Juli und August sind der SBW-Kids-Cup und der SBW-Youth-Cup. Es ist eine Wettkampfserie mit den verschiedenen Veranstaltungen, die im Zeitraum Juni bis Oktober im Bereich des Schwäbischen und des Schwarzwälder Skiverbandes stattfinden – nach Art und Alterssegement gelistet. Rundum erneuert wurde in 900 ehrenamtlichen Arbeitsstunden  auch die Schülerschanze am Kreuzkopf, wie Skizunft-Vorsitzender Lothar Bächle im Pressegspräch mitteilte.
 

Am Wochenende findet das erste Springen der Dreierkonkurrenz 2019 statt. Ist die Skizunft für den Auftakt gerüstet? 
Lothar Bächle: Ja, wir stehen gut vorbereitet in den Startlöchern und wer der großen Hitze etwas entfliehen will, dem empfehlen wir eine Fahrt ins obere Renchtal. Gut eingebettet in den Schwarzwald finden sich rund um die Schanze schattige Plätzchen, um das sportliche Event zu verfolgen. 

Wie man hört wurde am Kreuzkopf viel gearbeitet. Was ist neu an den Schanzenanlage? 
Bächle: In den letzten Monaten wurde in der Tat einiges bewegt. In über 900 ehrenamtlichen Stunden wurde der 40 Meter lange Anlauf unserer Schülerschanze von Grund auf erneuert. Anstelle von Holzbalken liegen jetzt Betonriegel im Erdreich, die darüberliegende Holzverschalung wurde durch Aluminumplatten ersetzt, eine komplett neue Spur aus Keramik wurde verlegt, die beiderseits verlaufenenden Sicherheitsbanden wurden ausgetauscht und erhöht und schließlich wurden neben dem Schanzentisch auch neue Einstiege aus verzinktem Stahl geschaffen. Durch die Bauweise und die verwendeten Materialien erhoffen wir uns eine erheblich längere Nutzungsdauer. 

Die Dreierkonkurrenz steht unter dem Motto »30 Jahre Georg-Thoma-Pokal« (GTP). Was ist in diesem Rahmen geplant und wird der Ex-Olympiasieger im Juli und August persönlich an der Schanze sein? 
Bächle: Spezielle Aktionen sind nicht geplant, denn wir versuchen im Sinne der GTP-Idee, bei der es insbesondere um den Skisprung-Nachwuchs geht, jedes Jahr ein Ausrufezeichen zu setzen. Mit der Überschrift wollen wir Beständigkeit und Kontinuität signalisieren. Seit drei Jahrzehnten setzen wir den Fokus unserer Veranstaltungen auf die Jugend und durch die internationale Ausrichtung unserer Serie bieten wir den Aktiven eine außergewöhnliche Wettbewerbsplattform. Mit unserem Schirmherrn und Namensgeber Georg Thoma stehen wir natürlich in Kontakt. Er selbst wird im August immerhin auch schon 82 Jahre alt. Da gilt es schon Rücksicht auf die Tagesverfassung zu nehmen, wobei ich überzeugt bin, dass er alles daran setzen wird, beim 30. Geburtstag »seiner« Veranstatlung in Bad Griesbach präsent zu sein.  
SBW-Kids-Cup und SBW-Youth-Cup sind erstmals in der Programm-Ausschreibung notiert. Um welche Wettbewerbe handelt es sich dabei? 
Bächle: Seit Jahren machen sich Landestrainer Rolf Schilli und andere Verantwortliche bei den Skiverbänden des Landes Baden-Württemberg (SBW) Gedanken, wie man für die Disziplinen Nordische Kombination (NOKO)  und Spezialsprunglauf (SSP) ein koordiniertes Trainings- und Wettkampfsystem schaffen kann, das verbindlich und somit zugleich für die leistungsorientierte Kaderbildung sowie Nachwuchsförderung  dienlich ist. Hierzu wurden die verschiedenen Veranstaltungen, die im Zeitraum Juni bis Oktober im Bereich des Schwäbischen Skiverbandes und des Skiverbandes Schwarzwald stattfinden, nach Art und Alterssegement gelistet sowie terminlich unter Berücksichtigung der Schulferien mit den einzelnen Veranstaltern abstimmt und sozusagen in eine Wettkampfserie speziell für Baden-Württemberg gegossen. Beim SBW-Kids-Cup messen sich Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter bzw. Schüler bis zum 12. Lebensjahr, beim SBW-Youth-Cup Jugendliche im Alter von elf bis 15  Jahren. 

Und warum finden gleich zwei Wettbewerbe der 2019er-Serie in Bad Griesbach statt?
Bächle: Die Liste der elf Veranstalter reicht von Degenfeld bis Hinterzarten und von Baiersbronn bis Isny. Dass wir als einziger Veranstalter in der Pilotsaison 2019/2020 zweifach gesetzt sind, hat mehrere Gründe: Bad Griesbach liegt für alle Landes-Skiverbände und damit aus Sicht der Teilnehmer recht zentral, mit unseren drei bestens in Schuss gehaltenen Schanzen (K60, K28, K10) decken wird alle Zielgruppen ideal ab, die internationale Ausrichtung ist ein weiterer Leistungsanreiz für die Athleten und schließlich – ein bisschen stolz dürfen wir hierauf schon sein – wird uns immer wieder besonderes Flair, gute Organisation und Veranstaltungsqualtität bescheinigt. 

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Am kommenden Wochenende ist das erste Springen. Wie ist die Resonanz, liegen schon Anmeldungen vor und mit wie vielen Teilnehmern rechnet die Skizunft? 
Bächle: Während der Pfingstferien fand überall im Ländle ein reger Trainingsbetieb statt und am vergangenen Wochenende nahm der SBW-Kids-Cup mit seiner ersten Veranstaltung in Königsbronn seinen Auftakt. Wir gehen davon aus, dass der gesamte Tross Richtung Bad Griesbach weiterzieht. Ab Donnerstag schlägt der aktuelle SBW-Schüler-Kader in Bad Griesbach zum Trainingslager auf und damit sind die Kader-Mitglieder selbstverständlich am Wochenende Start. 

Bei der Damen-Konkurrenz werden vor allem die Skisprung-Fans der Region auf Natalie Armbruster blicken. Die 13-Jährige vom SV-SZ Kniebis, die in Bad Griesbach auf der Kreuzkopfschanze auch trainiert, hat eine gute Entwicklung genommen. Wird Sie am Sonntag springen? 
Bächle: Davon gehe ich fest aus. Die Natalie gehört zu den hoffnungsvollen Talenten. Sie ist ein ehrgeiziges Energiebündel und eine Frohnatur zugleich. Wenn sie ihre Unbekümmertheit behält und verletzungsfrei durch die nächste Entwicklungsphase kommt, traue ich ihr in den nächsten zwei Jahren den Durchbruch in die nationale Spitze zu. 

Team-Weltmeisterin Svenja Würth – ist mit ihrem »Comeback« nach der Verletzungspause am Kreuzkopf zu rechnen? 
Bächle: Auch hier stehen die Zeiger auf Hoffnung. Das 25-jährige »Stehauf-Mädchen«   des deutschen Nationalteams hat sich nach dem Comeback im Februar neue Ziele gesetzt. Der Traum von den ersten Olympischen Spielen ihrer Karriere, die 2022 in Peking sein werden, lebt nach wie vor in ihr. Es ist gut möglich, dass  – wie schon öfters Fall – sie unsere Wettbewerbe wieder zum Aufbau nutzt. 

Wer sind Ihre Favoriten für den Gesamtsieg 2019?
Bächle: In den letzten beiden Jahren haben mit Justin Nietzel aus Hinterzarten (2017) und Julian Ketterer aus Breitnau (2018) zwei Youngster aus dem Skiverband Schwarzwald gewonnen, die man vor der jeweiligen Serie nicht unbedingt als Favorit auf dem Schirm hatte, was im Grunde gut und spannend ist. Mein heißester Titelanwärter für 2019 ist Finn Braun vom SV Baiersbronn. Aufgrund eines kleinen Fehlers beim Finalsprung 2018 schrammte er knapp am Gesamtsieg vorbei. Eigentlich ist er nun dran ...

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