Frauenfußball-Bundesliga

Bundesliga-Neustart ohne Ertrag für den SC Sand

Autor: 
Heiko Borscheid
Lesezeit 3 Minuten
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29. Mai 2020
Michaela Brandenburg (l.) und Anne van Bonn (r.), hier im Duell mit der ehemaligen Sanderin Verena Aschauer (M.), gingen beim 1:3 der Ortenauerinnen in Frankfurt leer aus.

Michaela Brandenburg (l.) und Anne van Bonn (r.), hier im Duell mit der ehemaligen Sanderin Verena Aschauer (M.), gingen beim 1:3 der Ortenauerinnen in Frankfurt leer aus. ©Jan Huebner

Frauenfußball-Bundesligist SC Sand hatsein erstes Spiel nach der Corona-Pause beim 1. FFC Frankfurt trotz früher Führung mit 1:3 verloren.

Es war sicherlich kein Spiel wie jedes andere – das erste „Geisterspiel“ in der Vereinsgeschichte des Frauenfußball-BUndesligisten SC Sand. Strengste Hygiene- und Abstandsmaßnahmen sowie ein Minimum an im Stadion am Brentanobad in Frankfurt zugelassene Personen sorgten für eine recht kuriose Atmosphäre. Obendrein verloren die Sanderinnen, denen in der Offensive die Durchschlagskraft fehlte, den Wiederauftakt in die restliche Saison verdient mit 1:3 (1:2).

Nur drei Ersatzspielerinnen

Die Mannschaft von SC-Trainer Sven Thoß reiste als Rumpftruppe in die Main-Metropole. Mit Ricarda Schaber stand nur eine bundesligaerfahrene Akteurin als Auswechselspielerin zur Verfügung. Die Ersatzbank komplettierten Marion Gavat und Manon Wahl als Ersatztorhüterin. Myrthe Moorrees musste ihre Sperre aus dem Leverkusen-Spiel vom März vor der Corona-Pause absitzen, Marina Georgieva verletzte sich zwei Tage vor der Partie am Sprunggelenk. Anne van Bonn rückte dafür in die Innenverteidigung.

Wer allerdings dachte, nach einer so langen Zwangspause sei die Begegnung zunächst von gegenseitigem Abtasten geprägt, der sah sich getäuscht. Bereits nach wenigen Sekunden prüfte die Ex-Sanderin Verena Aschauer Charlotte Voll im SC-Tor. Siegerin blieb dabei die Torhüterin aus der Ortenau. Umgekehrt endete wenige Minuten später das Duell zwischen Dina Blagojevic und Frankfurts Torhüterin Bryane Haeberlin. Die Sander Mittelfeldspielerin ergatterte sich kurz hinter der Mittellinie den Ball – ihren Sololauf beendete sie mit einem gefühlvollen Heber zur Gästeführung (5.).

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Voll beste Sanderin

Die Freude währte allerdings nur kurz. Lediglich fünf Minuten dauerte es, ehe die Gastgeberinnen den Ausgleich erzielten. Ein Freistoß aus knapp 20 Metern, getreten von Theresa Panfil, landete auf dem Hinterkopf von Sjoeke Nüsken, von wo aus sich der Ball unhaltbar in den Torwinkel senkte. Kurz vor der Pause gingen die immer besser werdenden Frankfurterinnen mit 2:1 in Führung. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld konnte Laura Freigang in der 37. Spielminute aus elf Metern aus der Drehung ins kurze Eck verwandeln. Kurz darauf hätte Freigang gar ihr 14. Saisontor erzielen müssen, scheiterte aber vollkommen frei an der hervorragend reagierenden Charlotte Voll.

Während der SC Sand auch im zweiten Durchgang bemüht war, ein Angriffsspiel aufzubauen, waren die Gastgeberinnen dem Tabellennachbarn in diesem Punkt klar überlegen. Alleine Panfil hätte für die Entscheidung sorgen können, scheiterte aber entweder an der besten Sanderin, „Charly“ Voll im Tor, oder an der Latte. Den Schlussstrich unter einen verdienten Sieg zog Barbara Dunst in der 76. Spielminute mit dem 3:1 aus 17 Metern Entfernung flach ins lange Eck.

1. FFC Frankfurt – SC Sand 3:1 (2:1)
Frankfurt:
Haeberlin – Nüsken (87. Emmerling), Freigang, Reuteler (82. Feiersinger), Mauron, Hechler, Aschauer, Panfil (70. Martinez), Störzel, Dunst (89. Gidion), Pawollek.
Sand: Voll – Caldwell, van Bonn, Prohaska, Hoppius, Blagojevic, Sehan, Winczo, Fiebig, Pinther (81. Gavat), Brandenburg (68. Schaber).
Schiedsrichterin: Christina Biehl (Niederhambach). 
Tore: 0:1 Blagojevic (5.), 1:1 Nüsken (10.), 2:1 Freigang (37.), 3:1 Dunst (75.).

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