Lokalsport

Der Nachwuchs aus Mainz hat den längsten Atem bei brütender Hitze

Autor: 
Nico Feißt
Lesezeit 5 Minuten
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05. September 2011
Nach neun Stunden Jugendfußball der Extraklasse und 64 Spielen war es so weit: Die U13-Junioren des FSV Mainz 05 standen als Sieger des 1. Techtory-Cups beim Offenburger FV fest. Im Finale konnte sich das spielstarke Team 2:0 gegen den VfB Stuttgart durchsetzen.
Offenburg. 20 Teams aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz gaben sich am Samstag in Offenburg bei brütender Hitze die Ehre. »Der sportliche Aspekt litt sicherlich etwas unter der Hitze, ebenso der Zuschauerzuspruch, aber so ist es mir lieber als den ganzen Tag Regen. Trotzdem haben wir richtig guten Fußball zu sehen bekommen«, so der Jugendkoordinator des OFV, Christoph Wetzel-Veilandics. Gespielt wurden auf den drei Plätzen auf dem OFV-Gelände sowie beim benachbarten SV Stegermatt. 20 Schiedsrichter, die Turnierleitung sowie zahlreiche Helfer des Fördervereins des OFV schufen die Rahmenbedingungen für dieses Turnier, bei dem sich schon nach der Vorrunde die großen Favoriten herauskristallisierten. In der Gruppe A setzte sich der Nachwuchs des Karlsruher SC souverän ohne Tor- und Punktverlust vor dem SSV Jahn Regensburg durch. »Bis zum Spiel um Platz drei ließen wir keine Chance zu«, war KSC-Trainer Patrick Westermann stolz auf seine Jungs. Der Modus verhinderte, dass Mannschaften bereits nach der Vorrunde wieder die Heimreise antreten mussten, da jede Platzierung ausgespielt wurde und jedes Team mindestens sechs Spiele hatte. Knapp ging es in Gruppe B zu. Hier konnte sich die U14 des Offenburger FV mit 10 Punkten und der 1. FC Kaiserslautern (5) für das Viertelfinale qualifizieren. Denkbar knapp musste sich Racing Straßburg (4), überraschend der SC Freiburg (3) sowie der SV Zimmern (2) mit der Trostrunde begnügen. Enge Viertelfinals Die Gruppe C hatte einen großen Dominator: Nach vier Siegen und 15:0 Toren zog der FSV Mainz 05 ins Viertelfinale ebenso ein wie der 1. FC Nürnberg auf Platz zwei. Komplettiert wurde das Viertelfinale durch den VfB Stuttgart, der ebenfalls kein Gegentor zuließ und alles gewann, sowie den zweiten französischen Vertreter, FC Sochaux. Alle Viertelfinalspiele gingen nur mit einem Tor Unterschied aus, was die Leistungsdichte der jungen Mannschaften widerspiegelte. Als einziger Gruppensieger musste die U14 des OFV im Viertelfinale nach einer 0:1-Niederlage gegen die Überraschungsmannschaft aus Regensburg die Segel streichen. »Das Erreichen des Viertelfinales war für unsere Jungs schon eine gute Sache, auch wenn mit ein bisschen mehr Glück noch mehr möglich gewesen wäre als schlussendlich Platz acht«, war Wetzel-Veilandics zufrieden. »Auch auf die Jüngeren bin ich stolz, denn sie haben gute Spiele gezeigt und sich von Partie zu Partie gesteigert«, kommentierte er den 16. Platz des U13-Teams der Gastgeber. Während auf den Nebenplätzen die Platzierungsspiele liefen, bereiteten sich die Halbfinalisten auf ihr sechstes Spiel des Tages vor. Dass in beiden Spielen keine Tore fielen, lag vor allen an den glänzend aufgelegten Torhütern. Zwischen dem FSV Mainz und dem KSC entschied 05-Keeper Bartels mit zwei gehaltenen Elfmetern die Partie, während beim Spiel des VfB Stuttgart gegen den SSV Jahn Regensburg VfB-Keeper Layer sein Team durch ebenfalls zwei Paraden ins Finale beorderte. Während es im Spiel um Platz drei dann abermals nach einem 0:0 ins Elfmeterschießen ging, wussten dieses Mal auch die im Halbfinale glücklosen Keeper zu gefallen. Regensburgs Hofer, der während des Spiels schon ein halbes Dutzend KSC-Chancen durch Glanztaten zunichte gemacht hatte, parierte ebenso drei Schüsse wie sein Gegenüber Neu. Nach einem Pfostenschuss konnte der KSC diese Partie dann aber für sich entscheiden. Gefühlsachterbahn Im Finale standen dann verdientermaßen die beiden besten Teams des Tages: der FSV Mainz 05 sowie der VfB Stuttgart. »Heute morgen hatte ich noch ein schlechtes Gefühl, da wir erst zehn Minuten vor dem ersten Spiel aufgrund mehrerer Staus ankamen und dann noch die Hitze. Aber die Jungs haben klasse Spiele abgeliefert«, beschrieb Mainz-Trainer Meeth seine Gefühlsachterbahn. In einem offenen Spiel gewann Mainz schließlich durch Tore von Assibey-Mensah mit 2:0. Auch VfB-Trainer Klaus Hubrich zollte den Gewinnern Respekt: »Sie waren heute das bessere Team, aber man muss allen Teams ein Lob aussprechen für diese Leistungen bei diesen Temperaturen. Für uns hat sich die Reise gelohnt, denn ein Finale bei so einem Turnier ist immer ein Erfolg.« Die längste Anreise hatten die Schweizern vom FC Thun, die auch den Fairnesspreis gewannen. Stimmen zum Techtory-Cup Christoph Wetzel-Veilandics, Jugendkoordinator OFV: »Für das erste Mal war das Turnier wirklich klasse, auch wenn es organisatorisch ein Riesenaufwand war. Wir werden uns zusammensetzen und ein Resümee ziehen. Der Pokal von Techtory war als Wanderpokal gedacht, insofern stehen die Chancen auf eine Fortsetzung nicht schlecht, denn Fußball auf einem solch hohen Niveau sieht man immer gerne.« Sascha Meeth, Trainer des FSV Mainz 05: »Ich denke, dass wir heute verdient gewonnen haben. Bei der Leistungsdichte entscheidet oft die Tagesform. Der 99er-Jahrgang ist ein guter, und die Jungs werden von Tag zu Tag besser. Ich bin rundum zufrieden.« Klaus Hubrich, Trainer des VfB Stuttgart: »Wir spielen keine reguläre Runde, sondern treffen uns jede Woche mit anderen Bundesligateams zu Turnieren. Kurze Pausen, lange Spielzeiten, gute Mannschaften: das Turnier war wirklich super, wir kommen gerne wieder. Das wir in einem ausgeglichenen Finale heute den Kürzeren gezogen haben, ist nicht weiter tragisch.« Patrick Westermann, Trainer des Karlsruher SC: »Wir haben als einzige Mannschaft in der regulären Spielzeit kein Gegentor bekommen und tolle Kombinationen gezeigt. Leider fehlte uns im Halbfinale beim Elfmeterschießen das Glück, doch auf so einem hohen Level entscheiden Kleinigkeiten. Den Spielern und mir hat es trotzdem viel Spaß gemacht.« Günter Zirngiebel, Trainer des SSV Jahn Regensburg: »Das Wochenende war super, das Turnier top organisiert. Mit dem vierten Platz hat keiner gerechnet. Wir waren im gleichen Hotel wie die deutsche U20-Nationalmannschaft, vielleicht hat das den Jungs einen zusätzlichen Motivationsschub verpasst.«

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