Fußball-Oberliga

Desolater SV Oberachern geht in Freiberg unter

Autor: 
Michael Grewelding
Lesezeit 4 Minuten
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16. September 2018

Anthony Decherf (oben) und der SV Oberachern kommen auswärts nicht in die Gänge. ©Stephan Hund

Auch im vierten Auswärtsspiel der Oberliga-Saison gab es für den SV Oberachern nichts zu holen. Schlimmer noch, die Leistung in der ersten Halbzeit hatte mit Oberliga-Niveau überhaupt nichts zu tun. Auf dem Kunst-rasen in Freiberg, am Vortag hatte ein Hobby-Turnier den Hauptplatz unbespielbar gemacht, hieß es bereits zur Halbzeit 5:0 und man musste befürchten, dass es am Ende gar zweistellig hätte werden könne. Nach 90 Minuten hieß es 6:2.
 

Es waren gerade einmal 24 Sekunden gespielt, als SVO-Schlussmann Xaver Pendinger bereits das erste Mal hinter sich greifen musste. Wieder einmal war die SVO-Hintermannschaft zu Spielbeginn ungeordnet und Torjäger Marcel Sökler konnte ungehindert zur Führung einschieben. Auch in den folgenden Minuten blieben die Gastgeber stets gefährlich und hätten schon nach wenigen Minuten das ein oder andere Tor mehr erzielen können. Kein Einsatz, kein Kampf – die Tugenden, die in der letzten Woche noch zum 4:3-Heimerfolg des SV Oberachern führten, waren in Freiberg zu keiner Zeit sichtbar.
In der 19. Minute fiel dann das 2:0 durch Maximilian Rohr, der frei vor Pendinger auftauchte und den nächsten Treffer erzielen konnte. Weitere 14 Minuten später war es Leon Braun, der sieben Ober­acherner Spieler ausspielte und aus zehn Metern auf 3:0 erhöhen konnte. Das muntere Toreschießen ging auch danach weiter. David Müller erhöhte in der 39. Minute aus 18 Metern auf 4:0, Spetim Muzliukaj vier Minuten später gar auf 5:0. »Wir waren in allen Belangen unterlegen, viel zu verkrampft und haben kein Zweikampfspiel gezeigt«, resümierte SVO-Coach Mark Lerandy die schlechteste Halbzeit in der Oberliga-Geschichte des SV Oberachern.
In der Pause wechselte Lerandy gleich drei Mal. Daniel Filkovic, Cemal Durmus und Emanuele Giardini kamen für Noah Zwick, Adel Daouri und Dominik Stanic. Freiberg überließ das Spiel nun dem SV Oberachern, der nach 50 Minuten dann auch zum ersten Mal einen Torabschluss verzeichnen konnte. In der Folgezeit dann die besten Minuten der Gäste. Nach einer gelungenen Kombination von Eray Gür und Keven Feger auf der rechten Seite stand Giardini frei im Strafraum der Gastgeber und konnte aus elf Metern den ersten Auswärtstreffer des SV Oberachern nach 352 Minuten Torflaute erzielen.
Der Treffer des Tages gelang in der 75. Minute Anthony Decherf. Aus 25 Metern traf er genau in den rechten Torwinkel und ließ bei den enttäuschten Fans aus Oberachern wenigstens ein wenig Hoffnung aufkommen. Doch bereits sieben Minuten später war es erneut Sökler, der nach einer umstrittenen Handspiel-Situation im Mittelfeld mit Pendinger zusammenstieß und den Ball über die Torlinie drückte. Der SV Oberachern konnte am Ende froh sein, dass Freiberg in der zweiten Halbzeit zwei Gänge zurückschaltete, sonst wäre das Debakel noch schlimmer geworden.
Lerandy gratulierte seinem Gegenüber zum Sieg: »Wir haben es dem Gegner heute nicht schwer gemacht. In Halbzeit zwei konnten wir 20 Minuten mitspielen, aber sonst war dies heute die schlechteste Leistung unserer Mannschaft. Nach dem letzten Heimspiel hatte ich mir sicherlich mehr erhofft, aber nach 24 Sekunden war unsere Vorgabe schon über den Haufen geworfen.«
Freibergs Trainer Ramon Gehrmann zeigte sich hochzufrieden: »Bei der Höhe des Ergebnisses muss man aber auch die Leistung des Gegners sehen, der es uns heute sehr einfach gemacht hat.« Nach dem desolaten Auftreten, muss der SVO wieder den Blick in der Tabelle nach unten richten und hoffen, dass beim nächsten Heimspiel gegen den FV Ravensburg wieder ein anderes Gesicht zu sehen sein wird. 

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SGV Freiberg – SV Oberachern 6:2 (5:0)
Freiberg:
Bromma, Latifovic (46. Kröner), Sökler, Muzliukaj (72. Tasdelen), Marotta, Müller, Braun (66. Uygun), Fausel, Zagaria, Pischorn, Rohr
Oberachern: Pendinger - Sheron, Zwick (46. Durmus), Armbruster, Feger, Gür (67. Metzinger), Stanic (46. Filkovic), Muto, Decherf, Schwenk, Daouri (46. Giardini)
Schiedsrichter: List (Stuttgart) – Zuschauer: 380
Tore: 1:0 Sökler (1.), 2:0 Rohr (19.), 3:0 Braun (33.), 4:0 Müller (39.), 5:0 Muzliukaj (43.), 5:1 Giardini (64.), 5:2 Decherf (75.), 6:2 Sökler (82.)

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