Fußball

Die 33. OT-Torjägerkanone steht nochmals bereit

Autor: 
Marc Faltin
Lesezeit 4 Minuten
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16. September 2020

Drei Mühlenbacher Torjäger beim Saisonstart: Rückkehrer Claudius Bührer (von links), Mario Volk, mit sieben Treffern derzeit erfolgreichster Schütze im Tal, und Michael Vollmer. ©Marc Faltin

Die populäre OT-Torjägerkanone wurde 2020 coronabedingt erstmals seit Gründung anno 1987 nicht vergeben. Im Juli 2021 sollen die drei treffsichersten Fußballer des mittleren Kinzigtals wieder gefeiert werden.

Mit Abbruch der coronabedingt denkwürdigen Saison 2019/20 im Amateur-Fußball am 20. Juni machte eine feierliche Übergabe der 33. OT-Torjägerkanone kaum Sinn. Für eine öffentliche Preisverleihung im Juli wäre – abgesehen von nur 18 statt 30 Spieltagen in der kurzen Spielzeit – die Zahl der aufgelisteten Sicherheitsmaßnahmen ähnlich groß wie die zugelassene Gästezahl gewesen. Nach mehr als 30 Jahren, seit der damalige Kinzigtalsport-Redakteur Rainer Henzel 1987 diesen populären OT-Wettbewerb initiiert hatte, wurden also die drei treffsichersten Torschützen im Kinzigtäler Fußball erstmals nicht gefeiert und prämiert. Im Juli 2021 soll dieses Fest wieder in lockerer Atmosphäre mit möglichst vielen Gästen über die Bühne gehen – traditionell mit jenem Verein als Gastgeber, der den erfolgreichsten Torjäger in seinen Reihen hat.

Volks fünf Tore in 37 Minuten

Kandidaten sind zumindest nach den ersten vier Spieltagen von Landesliga bis Kreisliga A Süd und den ersten beiden Spieltagen in der Kreisliga B III: SV Mühlenbach, SV Oberwolfach, SV Schapbach, SC Hofstetten, VfR Hornberg und Spielvereinigung Schiltach. Diese sechs Teams stellen die aktuelle Top-Elf bei der OT-Torjägerkanone – allen voran Mario Volk, der in den drei Spielen des SVM stets traf, vor allem aber beim 7:0 gegen den SC Kappel innerhalb von 37 Minuten fünf Tore in Serie schoss. Es folgen David Müller (Schapbach/5), Flavius-Nicolae Oprea (Schiltach), Michael Vollmer (SVM) und Marc Heizmann (SVO II) mit je vier Treffern, dann Tobias Sum (SVO), Simon Bader (Hornberg), Claudius Bührer (SVM) und Julian Krauth (Schapbach) mit je drei Toren. Mit Roman Boser (SVO) und Arian Steiner (Hofstetten) runden zwei Landesliga-Spieler die Top-Elf ab.

Gewissermaßen auf der Ersatzbank sitzen 14 Akteure mit ebenfalls jeweils zwei Treffern: Mario Braig und Markus Hansmann vom Bezirksligisten SV Haslach, dann aus der Kreisliga A Süd Robin Blum, Claudius Kreyer und Julian Neumaier (alle vom SV Steinach), Manuel Buchholz und Patrick Schmider (beide vom SV Hausach), Robin Groß (FC Kirnbach) und Sven Schmid (SV Schapbach). Hinzu kommen Nicolai Beha (DJK Welschensteinach), Muhanad Ismail, Manuel Riedel und Daniel Schmider (alle TuS Kinzigtal) und Marius Jehle (SC Hofstetten II), die an den ersten beiden Spieltagen in der Kreisliga B III ebenfalls je zwei Tore bejubeln durften.

Zuletzt stolze 39 Treffer

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Titelverteidiger ist Flavius-Nicolae Oprea, der 2018/19 für die SpVgg Schiltach stolze 39 Tore schoss. Bei den Flößerstädtern wurde im Juli 2019 ein schönes Sportlerfest gefeiert. Oprea erhielt als Gewinner der 32. OT-Torjägerkanone wie seit Jahren üblich 200 Euro plus Gutschein über 100 Euro und ein personifiziertes Trikot mit Zahl seiner Saisontore von Hauptsponsor Sandhas Lederwaren Sportartikel aus Haslach. Für Frederic Burger (SV Oberwolfach/31 Tore) und Teamkollege Jonas Wolf (28) gab es je 200 Euro von Sparkasse und Volksbank, die noch je 100 Euro für den zusätzlichen 3. Platz beisteuerten, für Julian Krauth (SV Schapbach/28).

Schiltachs Oprea erneut Top-Favorit

Oprea, der im letzten Saisonspiel 2019 gesperrt war, hätte fast die grandiose Marke übertrumpft, die der damals 18-jährige Benjamin Bruckner (heute beim FC Ankara Gengenbach) in der Saison 2011/12 für den SV Haslach in der Kreisliga A setzte: 41 Tore! Unerreichbar bleibt wohl Rolf Geppert. „Die schleichende Gefahr“, wie er genannt wurde, netzte 1996/97 für den FV Unterharmersbach in der Kreisliga B sage und schreibe 61 Mal ein.

Zumindest eine neue zweitbeste Trefferzahl schien in der Vorsaison möglich bis zur coronabedingten Unterbrechung nach dem ersten Spieltag 2020 Anfang März. Oprea war mit 25 Toren auf bestem Weg, seinen Titel in überragender Form erfolgreich zu verteidigen. Wobei der ebenfalls kontinuierlich formstarke David Müller (SV Schapbach/20 Tore) in Reichweite blieb. Heiße Anwärter zumindest auf Rang 2 oder 3 waren Florian Faißt vom FC Wolfach (Kreisliga B) und Martin Fester, der ebenfalls 18 Tore für B-Kreisligist FC Fischerbach erzielte und inzwischen beim SV Haslach angeheuert hat.

Bührer als neuer Anwärter

Ob diese Saison regulär über die Bühne geht, bleibt auch angesichts der ersten Spielabsetzungen wegen infizierter Kicker in fast allen Ligen abzuwarten. Auf jeden Fall war die Vorfreude auf den Saisonstart nicht nur bei Oprea extrem groß. „Ich spiele seit 18 Jahren Fußball“, sagte der 28-jährige Rumäne im Juli, „aber ich hatte noch nie eine so lange Zeit ohne Fußball, den ich natürlich sehr vermisse.“ Mit vier Toren steht der Top-Favorit derzeit auf Rang 3, hinter dem erneut starken David Müller und Mario Volk. Ein neuer Teamkollege des Spitzenreiters gilt als Anwärter für einen Siegerpodestrang: Claudius Bührer, der von der U19 des SC Freiburg zu seinem Heimatverein zurückkehrte.

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