Leichtathletik

DM-Titel für Henri Hansert

Nico Feißt
Lesezeit 3 Minuten
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28. November 2023
Mit viel Trainingsfleiß erfüllte sich Henri Hansert mit dem DM-Titel einen Kindheitstraum. 

Mit viel Trainingsfleiß erfüllte sich Henri Hansert mit dem DM-Titel einen Kindheitstraum.  ©Florian Walz

Der ehemalige Athlet der LG Offenburg läuft in der Staffel der LG farbtex Nordschwarzwald bei den Crossmeisterschaften zu seinem größten Erfolg

Früher waren badische Meisterschaften das höchste der Gefühle für ihn, am Samstag erfüllte sich Henri Hansert mit dem Mannschafts-Titel bei den deutschen Cross-Meisterschaften in Perl einen Kindheitstraum und komplettierte seinen DM-Medaillensatz in diesem Jahr.

„Ich weiß nicht, wo ich das hergeholt habe. Ich wusste, dass ich fit bin, aber dass ich so gut drauf bin, hätte ich mir nie zugetraut“, sagte ein verdutzter und überglücklicher Henri Hansert nach seinem ersten deutschen Meistertitel mit der LG farbtex Nordschwarzwald. Zusammen mit dem deutschen Einzel-Meister Jens Mergenthaler und dem ehemaligen Universiade-Sieger und mehrfachen deutschen Meister über 1500 Meter, Timo Benitz, bewältigte der in Diersburg aufgewachsene 29-Jährige den 4,5 Kilometer langen Kurs am schnellsten. „Die Strecke ist mir richtig gut gelegen, sie war sehr anspruchsvoll, recht hügelig, enge Kurven, sehr matschig, sehr selektiv“, sagte Hansert, dessen zuvor größter Erfolg ein Start für Deutschland bei der Berglauf-WM 2012 war.

Elfter im Einzel

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In Perl hatte der ehemalige Athlet der LG Offenburg die Anweisung von Trainer Jörg Müller, sich in den Top 20 aufzuhalten, weil es schwer sei, zu überholen. Nach der ersten Runde war Hansert, der mittlerweile in Freiburg lebt und studiert, auf Rang 18 und arbeitete sich dann langsam nach vorne, sodass am Ende Rang elf in 13:04 Minuten in der Einzelwertung stand – eine beachtliche Platzierung, zumal beispielsweise die international erfahrenen Benitz auf Platz sieben und der Karlsruher Christoph Kessler als Neunter in Reichweite waren. „Die Einzel-Platzierung kann ich nicht hoch genug einschätzen. Viele haben zu mir gesagt, das war das Rennen deines Lebens – ich hoffe, es kommen noch bessere, denn nach dem Erfüllen dieses Kindheitstraums würde ich jetzt gerne noch weitere Medaillen holen.“

In den vergangenen Jahren arbeitete Hansert sich still und heimlich an die deutsche Spitze heran, war zum Studium an der Wingate University, um sich mehr auf den Sport konzentrieren zu können – musste das USA-Projekt aber nach einem Ermüdungsbruch in der Hüfte vorzeitig abbrechen. „Ich war so oft in Form in meiner Karriere, aber trotzdem hat nie etwas richtig geklappt“, sagt Hansert, für den die aktuelle Staffel-Konstellation bei der LG farbtex Nordschwarzwald ein Glücksgriff ist. Gemeinsam mit Mergenthaler und Benitz hatte er in der Halle über 3x1000 Meter schon DM-Silber gewonnen, in der Freiluft-Saison folgte DM-Bronze über diese Distanz zusätzlich zu zwei süddeutschen Meistertiteln. Nun also Gold auf deutscher Ebene – der Medaillensatz ist vollständig.

„Sportlich das Höchste“

Für Hansert, der in den vergangenen drei Monaten auch zweimal Corona hatte, Lohn für beständige Arbeit und seine große Leidenschaft für die Leichtathletik: „Ich habe gelernt, dass man vieles erreichen kann, wenn man dranbleibt und daran glaubt. Als Schüler habe ich probiert, Normen für badische Meisterschaften zu erreichen, und war so glücklich, als ich das mal geschafft habe. Alles über badische Meisterschaften kam mir so groß vor, und jetzt bin ich einfach deutscher Meister, habe drei deutsche Medaillen, das ist für mich sportlich das höchste der Gefühle.“

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