Unter der Lupe: SG Schenkenzell/Schiltach (Handball-Landesliga Süd)

Ein Platz unter den »Top 5« als Ziel in einer stärkeren Liga

Autor: 
Marc Faltin
Lesezeit 4 Minuten
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11. September 2018

Das Landesliga-Team der SG Schenkenzell/Schiltach: Trainer Jochen Kilguß (hinten von links), Daniel Reich, Yannik Bessei, Luis Kaufmann, Nico Harter, Claudio Hauger, Marian Thau, Co-Trainer Rolf Hauger sowie Betreuerin Sylvia Bruckner (vorne von links), Yannik Schaber, Max Kaufmann, Tim Groß, Niklas Bühler, Bruno Dropuljic, Jürgen Wöhrle und Drazen Dropuljic. Auf dem Foto fehlen Julian Armbruster, Joel Schneider sowie die Torhüter Nikolaj King und Sven Wissmann. ©Verein

Am Samstag, 15. September, startet die SG Schenkenzell/Schiltach gleich mit dem Derby gegen die SG Gutach/Wolfach in die neue Landesliga-Saison. Die Vorbereitung begann verheißungsvoll, doch dann gab es einige Rückschläge in Form von schweren Verletzungen.

Nach durchwachsener Vorrunde mit großen Formschwankungen steigerte sich die SG Schenkenzell/Schiltach im Laufe der vorigen Saison und spielte fast noch um die Vizemeisterschaft mit. Am Ende sprang Rang 4 mit 34:18 Punkten heraus, davon 23:3 zuhause. Trainer Jochen Kilguß, nach etlichen Jahren bei der SG Hornberg/Lauterbach zu seinem Heimatverein zurückgekehrt, war dafür sehr zufrieden mit der Rückrunde. Trotz personeller Probleme habe die Mannschaft das Maximale herausgeholt und taktische Änderungen erfolgreich umgesetzt. Umso schmerzhafter waren die 21:22-Niederlage gegen Ringsheim, die einzige Heimniederlage, und zwei verlorene Punkte am grünen Tisch. Am 17. Februar sollte die SG in Pfullendorf spielen. Aufgrund der schneebedingt wohl sehr schwierigen langen Anreise stimmte Kilguß mit den Verantwortlichen des TVP eine Spielverlegung ab, doch der Staffelleiter wertete das Spiel zwei Wochen später mit 0:0 Toren und 2:0 Punkten für Pfullendorf, da die SG nicht angetreten sei. Und diese beiden Punkte fehlten im Schlusspurt für ein echtes Finale um Platz 2 beim allerdings starken TuS Oberhausen, der dann via Relegation den Aufstieg schaffte.

Unverändertes Team

Bereits am 13. Juli begann mit unverändertem Kader die intensive Vorbereitung auf die neue Saison – mit drei Trainingseinheiten pro Woche, sieben Testspielen sowie zwei Trainingswochenenden. Eines der Ziele bestand und besteht auch darin, die oft beruflich bedingte Fluktuation im Kader besser kompensieren zu können. Dafür soll jeder Spieler noch flexibler werden, um verschiedene Positionen besetzen zu können. »Hier machte die Mannschaft bereits sichtbare Fortschritte«, sagt Kilguß. Und in den Trainingsspielen gab es gute Ergebnisse, gegen Oppenau (26:20) und die SG Hornberg/Lauterbach/Triberg (32:20) klare Siege, gegen Altensteig aus der Württemberg-Liga ein 27:27, dazu einen Sieg und eine Niederlage gegen den SV Ohlsbach, den vorjährigen Vizemeister der Landesliga Nord – und schließlich eine »gute Generalprobe«, so Kilguß, ein weiteres Erfolgserlebnis gegen Südbadenliga-Aufsteiger HSG Ortenau Süd.

Vier schwere Verletzungen

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Allerdings trüben schwerwiegende Rückschläge personeller Art die ansonsten gute Vorbereitung. Mit Joel Schneider zog sich ein zentraler SG-Spieler einen Achillessehnenriss zu und fällt für die gesamte Runde aus. Gleiches droht Claudio Hauger wegen einer hartnäckigen Entzündung in der Leiste. Daniel Reich muss wegen eines Innenbandanrisses im Knie noch vier bis sechs Wochen zuschauen und Torhüter Sven Wissmann hat ein Ödem im Knie, das ihn noch zwei bis drei Wochen auf Eis legt. »Zum Glück hat sich Jürgen Wöhrle bereit erklärt, bei uns im Tor auszuhelfen«, so Kilguß, »eigentlich wollte er nur noch in der dritten Mannschaft spielen«. Wöhrle kennt Kilguß aus der Hornberger Zeit, »natürlich ist es auch für die Trainingsqualität wichtig, einen zweiten guten Torhüter zu haben«.

Trotz dieses Verletzungspechs und der Annahme, dass die Liga mit Absteiger Kenzingen sowie den »deutlich verstärkten« Teams aus Herbolzheim, Ringsheim und der HU Freiburg stärker sein dürfte, bleibt das Saisonziel bestehen: ein Platz unter den »Top 5« in der 14er-Liga. »Wir haben immer noch genug Qualität und sind guter Dinge«, betont Kilguß, »man muss uns erstmal schlagen«. Was auch für den Auftakt gegen den Vorjahresdritten SG Gutach/Wolfach gelte. »Wobei wir dieses Derby schon lieber etwas später gehabt hätten«, gesteht der Trainer.

Der Kader der SG S/S:

Tor: Nikolaj King, Sven Wissmann, Jürgen Wöhrle
Feld: Julian Armbruster, Yannik Bessei, Niklas Bühler, Bruno Dropuljic, Drazen Dropuljic, Tim Groß, Nico Harter, Claudio Hauger, Luis Kaufmann, Max Kaufmann, Daniel Reich, Yannik Schaber, Joel Schneider, Marian Thau
Trainer: Jochen Kilguß
Co-Trainer: Rolf Hauger

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