Fußball-Oberliga

Endlich - erster Auswärtssieg für den SV Linx

Autor: 
Dieter Heidt
Lesezeit 3 Minuten
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28. Oktober 2018
Sorgte mit einem Zweier-Pack nach der Pause für klare Verhältnisse: der Linxer Stürmer Marc Rubio.

Sorgte mit einem Zweier-Pack nach der Pause für klare Verhältnisse: der Linxer Stürmer Marc Rubio. ©Ulrich Marx

Das Duell der beiden badischen Aufsteiger SV Linx und FC Germania Friedrichstal ging am Sonntagnachmittag mit 4:1 zu Gunsten der Linxer aus. Mit dem Auswärtssieg haben sich die Rheinauer etwas Luft im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga verschafft und können am Donnerstag gestärkt ins Pokal-Viertelfinalspiel zuhause gegen Ligakonkurrent SV Oberachern gehen. 

 

SVL-Trainer Sascha Reiß hatte sein Team in Friedrichstal ordentlich durchgemischt. Norman Riedinger bekam im Tor den Vorzug, Geoffrey Feist rückte in die Innenverteidigung, Sinan Gülsoy und Adrian Vollmer spielten für Alexander Merkel und Pierre Venturini vor der Abwehr und Piakai Henkel unterstützte Marc Rubio im Angriff. 
Die Linxer Kontertaktik schien aufzugehen, denn das Reiß-Temam hatte einen optimalen Spielbeginn. Nach Foulspiel als letzer Mann an Piakai Henkel sah Friedrichstals Abwehrspieler Nico Kremer bereits in der 3. Minute die Rote Karte, und vier Minuten später drosch Sinan Gülsoy nach zu kurzer Torwartabwehr den Ball zum 1:0 für Linx unter die Latte. 

Schnelles Umschaltspiel
Linx ließ den Gegner kommen und schaltete schnell um. Nach Zuspiel von Jean-Gabriel Dussot stand Adrian Vollmer goldrichtig und schob mit seinem achten Saisontor zum 2:0 (16.) für die Linxer ein. 
Mit einem 0:2 im Rücken und in Unterzahl drängte Friedrichstal auf den Anschlusstreffer, hatte durch Patrick Roed­ling eine Großchance, aber der Stürmer wurde vom eigenen Spieler am Torschuss gehindert, und Sekunden vor der Pause rettete Geoffrey Feist gegen Patrick Roedling. 

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2:0-Vorsprung kein Ruhekissen
Der 2:0-Vorsprung zur Pause war aber noch kein Ruhekissen für die Linxer, denn beim Relegationsspiel 2014 lag Linx zur Pause 3:0 vorne und verlor damals noch 3:4. Die Sorge war nicht unbegründet, denn nachdem Adrian Vollmer eine Riesenchance vergeben hatte, brachte die Linxer Abwehr den Ball nicht weg, Patrick Roed­ling traf zum 1:2-Anschlusstreffer. 
Bei der Verkündigung des FC-Tores holte Friedrichstals Stadionsprecher voller Hoffnung Rassel und Hupe aus dem Schrank, die aber  schnell verstummten. 

Comeback von Kopf
Gut, dass der SV Linx einen Marc Rubio hat, der nach Querpass von Jean-Gabriel Dussot auf 1:3 (61.) erhöhte und sieben Minuten später per Freistoß aus 18 Metern mit dem 1:4 (68.) noch eine Schippe drauflegte. 
Noch war der Linxer Sieg nicht in trockenen Tüchern: Zum Glück für den SVL segelte aber erneut Patrick Roedling nach Linksflanke am Ball vorbei. 
Sascha Reiß wechselte mit Alexander Merkel und Dennis Kopf, der nach nach langer Verletzungspause wegen eines Syndesmosebandrisses im Sprunggelenk sein Comeback feierte, frisches Personal ein, und Adrian Vollmer rückte neben Marc Rubio in die Spitze. Sowohl Piakai Henkel als auch Adrian Vollmer versäumten es, etwas für das Torverhältnis zu tun, als beide jeweils freistehend neben das Tor zielten. »Der Platzverweis und die frühe Führung haben uns in die Karten gespielt. Es gab aber Spielphasen, da waren wir zu nachlässig. Wir hätten höher gewinnen müssen. Ich bin froh, dass ich bis zum Pokalspiel wieder alle Mann an Bord habe«, freute sich Sascha Reiß über die positiven Signale beim ersten Oberliga-Auswärtssieg in dieser Saison. 

FC Germ. Friedrichstal – SV Linx 1:4 (0:2)
Friedrichstal:
Haumann – Diringer, Höniges, Yörükologlo, Arnejo (80. Kyei), Di Giorgio (67, Wobbe) Baumgärtner, Roedling, Ritter,Kremer, Weiss.
Linx: Riedinger – »Deko« Kopf, Schmider (79. Kaiser), Joseph, Feist (70. D. Kopf) – Gülsoy, A. Vollmer, Dussot, M. Vollmer (46. Schwörer), Henkel (67. Merkel), Rubio.
Schiedsrichter: Digeser (Starzach) – Zuschauer: 180.
Tore: 0:1 Gülsoy (7.), 0:2 A. Vollmer (16.), 1:2 Roedling (54.), 1:3 Rubio (61.), 1:4 Rubio (68.),
Rote Karte: Kremer (3./Friedrichstal) Foulspiel als letzter Mann.

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