Ringer-Oberliga Südbaden

Erleichterung beim KSV Haslach nach 16:13 gegen Appenweier

Autor: 
Fred-Jürgen Becker
Lesezeit 3 Minuten
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15. Oktober 2018

Zwei Ehrengäste des KSV-Promi-Stammtischs, Horst Keller (links) und Berthold Eble (rechts), kürten das Duell zwischen Viorel Ghita (Zweiter von rechts) und Appenweiers Igor Gruneschow zum »Kampf des Abends«. ©Fred-Jürgen Becker

Am Samstag bezwang der KSV Haslach den KSV Appenweier 16:13. Die Erleichterung war bei den Ringern, Trainern, Offiziellen und Fans des Gastgebers groß.

»Wir können doch noch gewinnen«, freute sich Achim Stiffel, Vorsitzender des KSV Haslach über den zweiten Saisonsieg nach drei Niederlagen in Folge. Diesmal war der vorletzte Kampf zwischen Jonathan Eble und Igor Gruneschow entscheidend. Nach Ebles starkem 20:5-Sieg stand es uneinholbar 16:10 für Haslach.
Die zahlreichen Haslacher Fans und die starke Kolonie der Gäste, die ihre Athleten lautstark anfeuerten, mussten ein Wechselbad der Gefühle durchmachen. Nur einen Punkt gab Suleiman Hutak durch beherzten Einsatz gegen Thomas Walz ab. Den holte Josef Kempf gegen seinen alten Kumpel Johannes Kiefer wieder. Nach Wertungspunkten zurück lag Nick Allgaier gegen den Siegringer Sören Götz, bevor ihm 30 Sekunden vor Schluss noch ein Schultersieg gelang – 5:1. Mario Harter, der ein Jahr ausgesetzt hatte und erst zu Beginn der Runde wieder eingestiegen war, musste gegen Mehmed Gazi erst in der fünften Minute passen – 5:5. Mit 5:9 ging es in die Pause, da Haslach gegen Eduard Semke keinen Gegner stellen konnte.

Schon in der ersten Minute hatte der bestens aufgelegte Igor Gavrilita Gästeringer Timo Dagenbach auf Schulter – 9:9. Gegen Trainer und Siegringer Franco Kovacs ließ Timo Stiffel nur ein knappes 5:6 zu – 9:10. Im später von Ehrengast Horst Keller zum »Kampf des Abends« gekürten Duell zeigte Viorel Ghita gegen Thomas Gebhardt technisch stark sein ganzes Können und verfehlte knapp die technische Überlegenheit – 12:10. Dann entschied Eble den Mannschaftskampf, weshalb Pascal Funk seine Niederlage verschmerzen konnte.
Appenweiers Trainer Franco Kovacs sah die »völlig unerwartete Niederlage« darin begründet, dass Götz gegen Allgaier unterlag. Zudem habe der Gegner mit ungewöhnlicher Aufstellung überrascht. Haslachs Trainer Hansi Megerle atmete »sehr erleichtert« durch. Zwar haben er und sein Trainerkollege Istvan Zurovski insgeheim mit einem Erfolg gerechnet, es sei aber »ein hartes Stück Arbeit gegen einen starken Gegner« gewesen.

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Einige Stammtisch-Ehrengäste

Der diesjährige Stammtisch mit Ehrengästen der KSV-Historie war vielseitig besetzt. Ehrengast war Horst Keller aus Mühlenbach. Er lernte den Ringkampfsport in der KSV-Jugend, musste seine hoffnungsvolle Karriere jedoch wegen eines schweren Unfalls auf dem Weg zu den Südbaden-Meisterschaften jäh beenden. Er war 1983 an der Gründung des VfK Mühlenbach an vorderster Stelle beteiligt und elf Jahre Vorsitzender. Mit Berthold Eble, der auch vier Jahre Trainer des VfK war, hatte ein weiterer erfolgreicher Aktiver aus »glorreichen Zweitliga-Zeiten« seinen Platz am KSV-Stammtisch, ebenso  Wendelin Himmelsbach, der seine Erfahrung dann als Trainer an die Jugend weitergab. Und Bernhard Schmidt kämpfte von 1978 bis 1996 im Schwergewicht für den KSV.

KSV Haslach – KSV Appenweier 16:13 
57 Kilo Freistil: Suleiman Hutak – Thomas Walz 0:1 (PS 6:8); 61 Griechisch-Römisch: Nick Allgaier – Sören Götz 4:0 (SS 7:8); 66 F: kein Gegner für Eduard Semke 0:4; 71 GR: Timo Stiffel – Franco Kovacs 0:1 (PS 5:6); 75 F: Jonathan Eble – Igor Gruneschow 4:0 (TÜ 20:5); 75 GR: Pascal Funk – Andreas Boczek PS 0:3 (PS 3:12); 80 F: Viorel Ghita – Thomas Gebhardt 3:0 (PS 12:0); 86 GR: Igor Gavrilita – Timo Dagenbach 4:0 (SS 4:0); 98 F: Mario Harter – Mehmed Gazi 0:4 (TÜ 0:16); 130 GR: Josef Kempf – Johannes Kiefer 1:0 (PS 1:1)
 

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