Mountainbike

Felix Klausmann und Clarissa Mai überzeugen bei Weltcup

Autor: 
Michael Mai
Lesezeit 3 Minuten
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30. August 2017

(Bild 1/2) Clarissa Mai aus Steinach fährt beim Weltcupfinale in Val di Sole als beste deutsche U23-Fahrerin ins Ziel. ©Andreas Dobslaff

Clarissa Mai und Felix Klausmann vom SC Hausach überzeugten bei ihren jüngsten Weltcup-Starts. Klausmann schaffte beim Eliminator-Weltcup in Winterberg Rang 5, Mai war schnellste Deutsche beim Weltcup-Finale in Val di Sole.

Während in Val di Sole (Italien/Trentino) das Weltcupfinale im olympischen Cross-Country-Wettbe-werb ausgetragen wurde, gab es in Winterberg/Sauerland den »UCI Mountain Bike Eliminator Weltcup«.
Bei seiner ersten Eliminator-Weltcup-Teilnahme lief es für Felix Klausmann vom SC Hausach/Team LinkRadQuadrat überraschend gut. Obwohl sich der Fischerbacher, der sich nach einem Sturz bei einer »Probefahrt« auf der Downhillstrecke am Vortag des Rennens die Hüfte prellte, zunächst nicht vorstellen konnte, wie er am Renntag die Läufe bewältigen sollte. Aber nach der Qualifikation, die er auf einem soliden 11. Platz beendete, beeinträchtigten ihn die Schmerzen kaum noch. »Im Viertelfinale wurde es dann richtig eng, beim Start riskierte ich viel und übernahm die Führung«, so Klausmann, »aus taktischen Gründen nahm ich in der zweiten Runde etwas Tempo raus, was mich dann auf Platz 3 zurückwarf«. Auf der Zielgeraden, auf den den letzten Metern, konnte er sich gerade noch so am belgischen Meister durchschieben und war somit im Halbfinale. Dort waren seine Beine jedoch noch voller Laktat, ihm fehlte jegliche Kraft, um eine Chance auf das Finale zu haben. »So konzentrierte ich mich auf das kleine Finale«, so Klausmann. Auch hier konnte er am Start gleich die Führung übernehmen. »Nach der ersten Runde ließ ich mich auf Platz 2 zurückfallen, um Kraft für den Zielsprint zu sparen«, erklärt er, »ich habe auf die richtige Karte gesetzt, konnte mich am vor mir fahrenden Spanier vorbeikämpfen und Platz 5 bei meinem ersten Eliminator-Weltcup erreichen«, freute sich der 20-Jährige, »ein super Resultat«. 
Grund zur Freude hatte auch seine Teamkameradin Clarissa Mai beim Weltcup-Finale in Val di Sole, wo sie als beste Deutsche über die Ziellinie fuhr, obwohl sie nach einem schlechten Start aus den hinteren Startreihen das Rennen aufnehmen musste. »Ich habe die komplette Startrunde gebraucht, um in Tritt zu kommen und meinen Rhythmus zu finden«, erklärte die Steinacherin.

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»Ich habe hart gekämpft«

Dann aber fuhr sie zur Landesmeisterin Nina Benz auf, ab dort fuhren die beiden Baden-Württembergerinnen das Rennen mehr oder weniger gemeinsam auf der Überholspur. »Am Berg und auf der Ebene hatte ich richtig Druck, in der steinigen Abfahrt habe ich immer wieder Zeit verloren, habe aber hart gekämpft und bin zufrieden«, kommentierte Mai ihr Rennen, das sie auf Rang 22 beendete. »Dass ich Nina um fast 20 Sekunden distanzieren und die deutsche Meisterin Felicitas Geiger über zwei Minuten hinter mir lassen konnte, zeigt, dass meine Formkurve weiter nach oben zeigt«, so die 19-Jährige: »Ich hoffe, dass ich meine Form bis zur Marathon-DM in zwei Wochen in Kirchheim-Teck und für die beiden ausstehenden Bundesliga-Rennen in Titisee-Neustadt und Freudenstadt Ende September konservieren kann«.

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