Lokalsport

FFW baut mehr und mehr Talente ein - DM-Endrunde dennoch möglich

Autor: 
Michael Bittner
Lesezeit 3 Minuten
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27. Oktober 2004
In diesem Jahr feierten die Offenburger Feuerwehr-Faustballer ihr 50-jähriges Jubiläum und zugleich auch die zehnjährige Zugehörigkeit zur 1. Bundesliga in Folge. Aber die Feierlichkeiten sind vorüber. Die Konzentration gehört seit vier Wochen wieder der Vorbereitung auf die neue Spielzeit, die an diesem Wochenende für das FFW-Team beginnt.
Offenburg. Die FFW-Faustballer aus Offenburg gehören mittlerweile zum Inventar der ersten Bundesliga Süd. Und nicht nur das, sie sind mittlerweile auch fester Bestandteil der DM-Endrunde mit den Nordklubs um die deutsche Meisterschaft geworden. In der Feldsaison hat man dieses Ziel als OFG-Mannschaft in diesem Jahr hauchdünn verpasst, aber in der Halle war die FFW-Truppe siebenmal in Folge in der Endrunde vertreten, nach dem Motto »Eine DM ohne Offenburg geht doch nicht!« Dennoch ist den Feuerwehr-Faustballern mittlerweile bewusst geworden, dass die seit Jahren eingespielte Stammformation allmählich dem Durchschnittsalter ihrer Aktiven Tribut zahlen muss. »Aus diesem Grund haben wir vor gut einem Jahr mit dem Verjüngungsprozess der Mannschaft begonnen. Da war uns allen klar, dass wir eventuell auch mal nur kleinere Brötchen backen müssen«, sagt Axel Rottenecker, der seit vielen Jahren in der Abwehr eine herausragende Rolle in der Mannschaft einnimmt. »Unsere talentierten Jungen werden nach und nach sporadisch eingesetzt, finden sich mittlerweile im Kreis der Routiniers aber immer besser zurecht. Rückschläge sind jedoch immer noch möglich«, sagt Rottenecker stellvertretend für seine alten Haudegen, die natürlich immer noch das Gros der Mannschaft bilden. Mathias Ruf war jetzt der Erste aus dem gestandenen Team, der freiwillig seinen Platz räumt und die Jungen in der Verbandsliga-Mannschaft führt. Verjüngung geht weiter In den nächsten Jahren werden ihm sicherlich weitere ältere Akteure folgen, die sich rar machen wollen, wenn die »jungen Wilden« so weit sind. Der Umbruch vollzieht sich bei den Offenburger Faustballern peu á peu und man nimmt dabei gedanklich in Kauf, dass auch mal der DM-Endrundenplatz nicht erreicht wird. »Das ist für uns alle im Verein kein Beinbruch. Wir gehen ohne Druck in die Saison« betont Spielertrainer Ralf Herp. Er kümmert sich in erster Linie um die sportliche Gesamtkoordination der beiden Mannschaften. Im Trainingsbetrieb selbst hat der erfahrene Zuspieler Stefan Birth das Sagen. Mit Thomas Häusler (19) und Stefan Konprecht (18) gehören zwei Jungfüchse bereits zur ersten Garnitur. Letzterer wurde in diesem Jahr mit der Jugendnationalmannschaft Vize-Europameister und wandelte auf den Spuren seines erfolgreichen Vaters Bernd Konprecht sen. und seines Bruders Bernd Konprecht jun. Zu- und Abgänge sind bei Offenburgs Faustballern selten. Mit Ralf Sticker vom TV Weil gibt es jetzt jedoch einen »Neuen«. Der 23-Jährige treibt auf der Fachhochschule in Gengenbach seine berufliche Fortbildung voran, ist allerdings nur für die zweite Garnitur spielberechtigt. »Wir versuchen erneut, unter die besten drei der Süd-Liga zu gelangen, aber die Konkurrenz ist auch gut gerüstet«, meint Axel Rottenecker und denkt dabei an die Mannschaft von Weil der Stadt, die zwei Spieler von Vaihingen/Enz geholt hat. Den NLV Vaihingen muss man immer in alle Rechnungen miteinbeziehen. Und Bretten bietet einen neuen starken Schlagmann auf. Pikanterweise erfolgt der Offenburger Saisonauftakt in eigener Halle gegen den TSV Roth. Die Franken haben sich mit den Offenburgern in der letzten Hallen- und Feldsaison einen heißen Kampf um den dritten Tabellenplatz (entscheidend für die Endrundenteilnahme) geliefert. Dabei hatten in der Halle im Februar 2004 die Feuerwehr-Spieler hauchdünn die Nase vorn. Im Feld schnappte aber Roth den Offenburgern diesen wichtigen Rang knapp vor der Nase weg. Neu in dieser Neuner-Liga sind jetzt die Württemberger vom TV Stammheim und der SSV Gersdorf aus der Nähe von Chemnitz. Da steht den Offenburgern Anfang Dezember eine weite Reise bevor.

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