Truck-Rennsport

Gerd Körber startet am Nürburgring

Autor: 
Redaktion
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18. Juli 2019

Gerd Körber (links) kehrt am Wochenende ins Cockpit zurück und startet auf dem Nürburgring. ©Privat

Vor einem Jahr zog der dreimalige Europameister Gerd Körber den Rennoverall aus – beendete seine Karriere. Am Wochenende unterbricht er das Rennfahrer-Rentnerdasein und startet auf dem Nürburgring. 

Eigentlich war für Gerd Körber 2018 endgültig Schluss. Aber jetzt die Rückkehr auf die Strecke. »Nach dem letztjährigen Truck- Grand-Prix war für mich klar, dass es vorbei ist. Als Ehemann, Vater und Geschäftsführer habe ich genug zu tun. Doch im Lauf des Jahres meldeten sich immer mehr Leute bei mir und bearbeiteten mich, nochmals am Nürburgring zu fahren«, erklärt der Helmlinger Unternehmer seine Rückkehr. Auch Georg Glöckler kontaktierte den dreimaligen Europameister. In der Ausbildungs-Werkstatt beim Lkw-Produzenten Iveco sollte wieder der Renn-Truck aufgebaut werden. »Da stiegen die alten Erinnerungen wieder hoch, wie wir vor zehn Jahren anfingen. Das hat mich dazu bewogen, den Helm nochmals vom Nagel zu nehmen«, begründet Körber sein plötzliches Comeback.
2009 hatte sich Georg Glöckler beim damals »arbeitslosen Rennfahrer« Gerd Körber gemeldet und angefragt, ob er Lust hätte einen Renn-Truck zu fahren. Aus einer Schnapsidee wurde dann ein erfolgreiches Rennteam. 
Seit 2018 ersetzt Steffi Halm Gerd Körber bei Iveco. Halms Renntruck wird seither im Team von Jochen Hahn aufgebaut und bei den Rennen vom Schwabentruck-Team betreut. Beide, Hahn und Halm, stehen derzeit in der Europameisterschaft auf den beiden ersten Plätzen. 
Gerd Körbers Renntruck wird, wie damals, von den Azubis von Iveco in Ulm aufgebaut. Dieses Projekt ist in der professionellen Motorsportwelt ziemlich einmalig. Und darauf ist der Helmlinger sehr stolz. »Nachdem ich wusste, dass mein Race-Truck wieder von den Azubis aufgebaut wird, war klar, dass ich die Jungs nicht hängen lasse. Ich habe selbst Auszubildende in unserem Unternehmen und weiß, was es für die jungen Leute bedeutet und wie viel Verantwortung an sie übertragen wird.«

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Ziel sind Punkte

 Nur zum Spaß wird Körber am Wochenende auf dem »Ring« nicht mitfahren, dafür lebte er 40 Jahre lang den Motorsport mit Herzblut. »Natürlich soll der Spaß nicht zu kurz kommen, aber für das Team um Schorsch Glöckler und die Jungs und alle meine Fans soll es in die Punkte gehen. Selbst wenn ich Trainingsrückstand habe, was den Nürburgring betrifft, kann man mich nachts um drei Uhr wecken und ich fahre im Schlaf eine schnelle Runde. Wir werden alle für und mit Leidenschaft brennen«, verspricht der Helmlinger Unternehmer und »Ex«-Truck-Rennfahrer.

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