Fußball-Bundesliga

Harmloser SC Freiburg verliert

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 3 Minuten
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23. Februar 2020

Luca Waldschmidt ©dpa

Der SC Freiburg hat erneut gegen einen Abstiegskandidaten verloren. Beim 0:2 gegen Fortuna Düsseldorf im ausverkauften Schwarzwald-Stadion fehlte neben der Zweikampfhärte auch die Effizienz der Hinrunde.

Wo Nicolas Höfler war, als das zweite Tor für Düsseldorf fiel, haben sich während und nach dem Spiel viele SC-Fans gefragt. Vor einer Ecke für die Freiburger, bei der Jonathan Schmid den Ball verlor und Erik Thommy nach einem Sprint über das gesamte Feld Luca Waldschmidt abhängte und Torwart Alexander Schwolow keine Chance ließ, war Höfler zusammen mit Physiotherapeut Uwe Vetter in der Kabine verschwunden. „Er musste getapet werden, weil er vorher umgeknickt ist und Schmerzen hatte“, erklärte Christian Streich, „es passt zur Situation, dass wir da das 0:2 bekommen.“ Der SC-Coach hatte noch versucht reinzurufen, alle Spieler haben es aber offenbar nicht mitbekommen.

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Beste Chancen ungenutzt
Die kurzfristige Unterzahl war für Schwolow allerdings keine Entschuldigung für das vorentscheidende Gegentor: „Chicco geht beim Eckball vorne mit rein, das heißt, er wäre vorne gewesen und für die Absicherung sind ohnehin andere zuständig.“ Der Keeper ärgerte sich über fehlende Konzentration bei zwei Standards. In der ersten Halbzeit hatte er zunächst glänzend gegen Rouwen Hennings (36.) pariert, konnte aber nach der anschließenden Ecke nicht mehr eingreifen, als Andre Hoffmann (37.) die Führung für Fortuna köpfte.
„Nicht genug Körperlichkeit und nicht genug Zweikampfpräsenz“ beklagte Streich in der ersten Hälfte, obwohl er das seit Wochen predige. Auch wenn die Freiburger in der zweiten Halbzeit verbessert auftraten, reichte das nicht aus, um den ersten Rückrundensieg der Düsseldorfer zu gefährden. Waldschmidt, Höfler und der nach der Pause für den angeschlagenen Changhoon Kwon eingewechselte Nils Petersen ließen in der Schlussphase beste Chancen ungenutzt oder scheiterten an Torwart Florian Kastenmeier. 

„Nicht eklig genug“
Den Hauptgrund für die Niederlage sah Streich jedoch nicht in der fehlenden Effizienz. „Wir müssen schon in der vorderen Linie viel präsenter sein, auch gegen den Ball“, sagte der SC-Coach, „wenn die einzelnen Spieler das nicht gnadenlos annehmen können für sich, auch wenn es nicht ihre Spezialdisziplin ist, dann gibt’s Probleme.“ Diese Kritik dürfte vor allem Waldschmidt und Vincenzo Grifo gegolten haben, denn Lucas Höler leistet das normalerweise in jedem Spiel, auch wenn ihm gegen Düsseldorf viele Bälle versprangen.
Die größten Sorgen bereitet Streich und auch Schwolow die fehlende körperliche Präsenz, die Düsseldorf hatte und sich deshalb den Sieg verdiente. „In den Zweikämpfen waren wir nicht eklig genug, da müssen wir wieder griffiger werden“, sagte der Torwart. Sein Trainer sieht das genauso, und sein banger Blick voraus gilt dabei noch mehr als dem Auswärtsspiel in Dortmund dem nächsten Heimspiel gegen Aufsteiger Union Berlin, der sich vor allem durch aggressive Spielweise die Punkte erkämpft. Und gegen die Berliner hat der Sport-Club in dieser Saison schon zweimal verloren – in der Liga und daheim im DFB-Pokal.

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