Lokalsport

HBW Balingen-Weilstetten verliert Schwabenderby

Heinrich Müller
Lesezeit 4 Minuten
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18. Mai 2024

©Handball.BO.De

Nach der 27:30-Niederlage beim TVB Stuttgart hilft dem Bundesligisten nur noch ein sportliches Wunder.

Im Vergleich zu den letzten Heimspielen gegen den Bergischen HC und den ThSV Eisenach zeigten die Gallier im Schwabenderby gegen den TVB Stuttgart eine deutliche Leistungssteigerung, mussten sich am Ende aber dennoch mit 30:27(14:12) geschlagen geben. Während die Stuttgarter nach dem Schlusspfiff den sicheren Klassenerhalt feiern konnten, kann den HBW nach der zehnten Niederlage in Folge nur noch ein sportliches Wunder vor der Zweitklassigkeit retten.

„Nach der schlechten Leistung vor zwei Wochen gegen den ThSV Eisenach sind wir es uns heute schuldig, dass wir eine Verbesserung zeigen“, war die Antwort von Vize-Kapitän Jona Schoch auf die Frage, was man von den Galliern im Schwabenderby erwarten darf, und Schoch und Co haben Wort gehalten.

Ohne Tobias Heinzelmann, der auf Grund einer Fußverletzung kurzfristig passen musste, ohne Elias Fügel (Gehirnerschütterung) und dem langzeitverletzten Leo Prantner gingen die Balinger in das mit Spannung erwartete Derby. Beide Mannschaften wirkten in der Anfangsphase ziemlich nervös und ließen einige Chancen ungenutzt. Trotzdem gelang den Galliern nach zwei Treffern des Ex-Stuttgarters Jerome Müller, beim Stande von 4:2 in der achten Spielminute, die erste Zwei Tore-Führung des Abends. Die hielt allerdings nicht lange. Während einer Zeitstrafe gegen Balingens Filip Vistorop kamen auch die Hausherren besser ins Spiel. Mit einem Doppelschlag zwischen der 12. und 14. Minute drehte der TVB die Partie und der HBW geriet mit 5:6 in Rückstand. Im Vergleich zu den zurückliegenden Spielen verloren die Gallier allerdings nicht ihre Linie, sondern boten dem TVB weiterhin die Stirn. Die Zwei-Tore-Halbzeitführung zum 14:12 gelang den Hausherren erst in Überzahl.

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Zu Beginn der zweiten Hälfte war der TVB Stuttgart allerdings deutlich präsenter auf der Platte. Während sich im Spiel der Balinger immer mehr technische Fehler einschlichen, nutzte Stuttgart seine Möglichkeiten konsequent und setzte sich Tor um Tor ab. Beim Stande von 24:18, Mitte der zweiten Hälfte schien das Derby bereits entschieden zu sein. HBW-Trainer Tobias Hotz nahm seine zweite Auszeit und zum Ende dieser ergriff Torhüter Mario Ruminsky das Wort. Er fordert seine Mannschaftskollegen emotional zu mehr Körpersprache auf und an sich selbst zu glauben. Die Ansprache hatte nachhaltig gefruchtet. Mit einem 4:0-Lauf verkürzten die Gallier auf 24:22 und waren in der 52. Minute plötzlich wieder im Geschäft. Die Partie entwickelte sich mehr und mehr zu einem heiß umkämpften und emotionalen Derby.

Nach einem klasse herausgespielten Kempa-Treffer und einem Tempogegenstoß, beide erfolgreich abgeschlossen von Linksaußen Patrick Volz, hatten die Gallier in der 57. Minute den Anschluss zum 27:26 geschafft. In der Porsche-Arena wurde es immer ruhiger. Nach einer Parade von Mohamed El-Tayar bei einem Wurf von Ex-HBW‘ler Kai Häfner hielten die TVB-Fans den Atem an. Tim Hildenbrand scheiterte allerdings zum zweiten Mal in Folge am TVB-Torhüter und verpasste damit den möglichen Ausgleich für den HBW. Stuttgart erhöhte im Gegenzug auf 28:26. Es war die Vorentscheidung in einem in der Schlussphase extrem spannenden Schwabenderby, zumal nach dem 27:26-Anschlusstreffer Felix Danner auch noch eine direkte Rote Karte kassierte. In Unterzahl mussten die Gallier bis zum Schlusspfiff noch die zwei Treffer zum 30:27-Endstand hinnehmen.

TVB Stuttgart: Silvio Heinevetter, Miljan Vujovic (TW); Jorge Serrano Villalobos 3, Daniel Fernandez Jimenez 2/2, Egon Hanusz 7, Adam Lönn 6, Ante Ivankovic, Samuel Röthlisberger, Fynn-Luca Nicolaus, Jan Forstbauer, Patrick Zieker 5/1, Sascha Pfattheicher, Marino Maric 5, Kai Häfner 2, Martin Slaninka;

HBW Balingen-Weilstetten: Mohamed El-Tayar, Mario Ruminsky (TW); Nikola Grahovac 3, Filip Vistorop 1, Csaba Leimeter 1, Elias Huber 2, Daniel Ingason 2, Oddur Gretarsson 6/4, Felix Danner, Tim Grüner, Tim Hildenbrand 2, Jerome Müller 3, Jona Schoch 2, Lukas Saueressig, Patrick Volz 5;

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