2. Fußball-Bundesliga

„Hoffi“ soll den Karlsruher SC retten

Autor: 
Christoph Ruf
Lesezeit 3 Minuten
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26. Juni 2020
Philipp Hofmann (M.) hat bislang 16 Tore für den KSC geschossen.

Philipp Hofmann (M.) hat bislang 16 Tore für den KSC geschossen. ©Pipeline / dpa

Die Tore von Philipp Hofmann sind im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga die Lebensversicherung des Karlsruher SC. Der Torjäger soll am Sonntag im Saisonfinale in Fürth für den Sieg und damit vielleicht für den direkten Klassenerhalt sorgen.

Nicht auszudenken, was am vergangenen Sonntag im Wildpark losgewesen wäre, wenn die spektakuläre Aufholjagd des abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC im ausverkauften Stadion stattgefunden hätte. Sicher wäre das Team gefeiert worden, das den 0:3-Rückstand gegen Arminia Bielefeld noch gedreht hat. Und genauso sicher hätten die Fans den Mann hochleben lassen, der daran den größten Anteil hatte. Denn natürlich war es mal wieder Philip Hofmann, der die drei Treffer erzielte, zwei davon per Elfmeter.

16 Saisontore
16 Saisontore hat der 27-Jährige nun schon auf dem Konto, das ist der drittbeste Wert in der Zweiten Liga hinter Fabian Klos (Bielefeld/20) und Manuel Schäffler (Wehen-Wiesbaden/19). In der öffentlichen Wahrnehmung ist der wuchtige Stürmer beim KSC, wo ihm Marvin Wanitzek mit fünf und Marc Lorenz mit zwei Toren folgen, sowieso derjenige, der für die Treffer verantwortlich ist. Nun ist der Alleinunterhalter im KSC-Sturm keiner, der sich gerne selbst lobt. Er sei allerdings froh, dass mit Jerôme Gondorf und Änis Ben-Hatira im Winter zwei Spieler dazukamen, die in der Offensive ebenfalls für etwas Verwirrung sorgen können. „Vorher hieß es immer ein bisschen ›Der Hoffi macht das schon‹“, sagt er.

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Spätberufener
Dabei ist Hofmann als Torjäger ein Spätberufener: „Bevor ich zum KSC kam, hatte ich in Braunschweig schon elf Tore geschossen. Davor waren es aber auf allen meinen Stationen eher so vier bis acht pro Spielzeit.“ 
Dabei hatte der im sauerländischen Arnsberg geborene Hofmann, der bei seinem Lieblingsverein Schalke 04 ausgebildet wurde, schon mit 19 Jahren sein Zweitligadebüt in Paderborn gegeben. Es folgten Stationen in Ingolstadt, Kaiserslautern, beim West-Londoner Zweitligisten FC Brentford und in Fürth, ehe ihn Torsten Lieberknecht nach Braunschweig holte. An Fürth, den KSC-Gegner im Saisonfinale am Sonntag (15.30 Uhr), hat der 1-Meter-95-Mann derweil gemischte Gefühle: „Sportlich lief es nicht so gut, aber ich habe immer noch gute Kontakte zu einigen Betreuern und Spielern.“ Zum Beispiel zum Mittelfeldmann David Raum, „einem meiner besten Freunde.“

Vertrauen ist wichtig
Lieber als an Fürth denkt er an Braunschweig zurück. Und an den ersten Trainer im Profi-Bereich, der voll auf ihn baute: „Lieberknecht hat mir das Vertrauen gegeben, das mir vorher gefehlt hat und das ich brauche“, berichtet Hofmann. „Wenn du weißt, dass du auch ein mittelmäßiges Spiel machen kannst, hilft dir das gerade als Stürmer enorm“. Auch Alois Schwartz und dessen Nachfolger Christian Eichner setzten beim KSC von Beginn an auf den Neuzugang. Das Vertrauen zahlt er Woche für Woche zurück.

„Volle Kapelle“
Hofmann, der mit seiner Frau und seinem Hund in Bruchsal wohnt, fühlt sich dem Vernehmen nach in Baden „sehr wohl“. Dass der KSC gerne langfristig mit ihm zusammenarbeiten würde, weiß er. Doch Spieler, die bei einem Abstiegskandidaten 16 Tore schießen, sind auch anderorten begehrt. Dass er sich „mit all dem noch nicht befasst“ hat, muss man Hofmann nicht unbedingt glauben. Umso glaubwürdiger fällt die Kampfansage für kommenden Sonntag aus: „Wir spielen ›Volle Kapelle‹. Das ist schließlich ein Alles-oder-nichts-Spiel.“ Denn mit einem Sieg könnte der KSC die Relegation vermeiden und den Klassenerhalt bei einer Nürnberger Niederlage in Kiel noch direkt schaffen.

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