Lokalsport

Ist Dresden für FFW eine Reise wert?

Autor: 
Thomas Kastler
Lesezeit 3 Minuten
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01. März 2001
Vielleicht ist es ein gutes Omen: Der letztjährige Dritte der Südgruppe der Faustball-Bundesliga, Koblenz, wurde am Ende Deutscher Vizemeister, in diesem Jahr fährt die FFW Offenburg auch nur als Süd-Dritter zur DM-Endrunde nach Dresden. Im Gegensatz zu den letztjährigen großen Zielen und dem anschließenden Versagen äußern die Offenburger diesmal nur bescheidene Wünsche. Es ist nicht aus der Welt, dass das FFW-Team unbelastet nun mehr Erfolg hat als vor zwölf Monaten in Limburg.
Offenburg. Die Außenseiterrolle steht den Offenburgern auf alle Fälle besser zu Gesicht, das merkt man schon im Vorfeld bei der Mannschaft von Spielertrainer Ralf Herp. Sie hat eine solide Punkterunde in der Südstaffel hinter sich, ohne derart zu glänzen wie im Vorjahr. »Die Niederlagen, die wir in der Meisterschaftsrunde erlitten haben, schadeten unserem Selbstvertrauen auf keinen Fall. Wir haben oftmals einige neue Varianten geprobt und das klappte nicht immer, aber das war kein Beinbruch«, meint Ralf Herp, der wie seine Mannschaftskollegen froh darüber ist, dass die Favoritenrolle auf anderen Schultern lastet. »Mit uns rechnet niemand. Schon im ersten Spiel hat Südmeister Koblenz gegen uns den Druck, mit dem wir im März 2000 nicht zurecht gekommen sind. Wir werden uns diesmal anders präsentieren als bei unserer Vorjahres-Auftaktniederlage gegen Koblenz.« Verändert hat sich der FFW-Kader in den vergangenen zwölf Monaten nicht. Allein Axel Rottenecker blieb damals die Schmach erspart, weil er kurzfristig mit Pfeifferschen Drüsenfieber außer Gefecht gesetzt war. Ansonsten tritt heute die bewährte Stammformation die Reise zu dem zweitägigen Endrundenspektakel nach Dresden an, wo sich wieder die sechs besten Faustballteams Deutschlands gegenüberstehen werden. Die Offenburger haben es also mit Süd-Meister Koblenz und dem Nordzweiten TK Hannover zu tun. Ob man das Wort »zunächst« dazwischen fügen muss, hängt von beiden Ergebnissen ab, denn im Falle von zwei FFW-Niederlagen ist wiederum am Samstagnachmittag die Endrunde für Offenburg gelaufen. Gerade die TK Hannover kann ein dicker Brocken werden, denn der Meister von 1999 schied im Vorjahr sensationell vorzeitig aus. Die Mannschaft, die sich tags drauf im Finale durchsetzte, das Team aus Hagen, hat sich diesmal überraschend gar nicht qualifiziert. Der SV Moslesfehn bildet mit Westfalia Hamm und dem NLV Vaihingen die andere Gruppe der Meisterschaften. Der ESV Dresden, der die Titelkämpfe ausrichtet, ist nicht identisch mit dem Dresdener Verein, der vor zwölf Monaten in die Bundesliga aufgestiegen ist und im November aus personellen Gründen sein Team wieder aus der Bundesliga, Gruppe Süd zurückgezogen hat. »Für uns ist es wichtig, dass wir unsere Nerven im Griff haben. Unsere spielerischen Qualitäten sind gut genug, um eine gute Rolle abzugeben«, meint Ralf Herp, der selbst mitwirken und nicht nur von der Bank aus das Geschehen beobachten will. Seine erste Saison als Spielertrainer hat dem Nationalspieler viel Spaß bereitet, auch wenn die Doppelfunktion gar nicht so leicht war. »Es ist mit mehr Arbeit verbunden, als ich vorher geglaubt hatte. Und man beschäftigt sich die Woche über ständig mit der Mannschaft und dem Saisonverlauf.« Der 27 Jahre alte Trainer und Abwehrspieler kann seine stärkste Formation aufbieten und fährt mit folgendem Team gen Dresden: Bernd Konprecht, Stefan Birth, Stephan Lutz, Axel Rottenecker, Mathias Ruf, Andre Prokopp und Dirk Müller. FFW ist DM-Bewerber Ganz gleich, wie die FFW-Truppe abschneidet, die nächste Hallensaison könnte für die Feuerwehrfaustballer eine viel wesentlichere Rolle spielen, denn der Verein hat sich um die Ausrichtung der nächsten Hallen-DM-Finalrunde beworben. Im kommenden Monat wird die Technische Kommission des DTB, Abteilung Faustball, über die Bewerbung des Vereins entscheiden. Erhält die FFW den Zuschlag, dann ist es für ihre Mannschaft im Herbst/Winter ein Muss, unter die ersten Drei in der Bundesliga Gruppe Süd zu gelangen. Schließlich ist man als Ausrichter nicht automatisch für die Endrunde qualifiziert.

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