Jonas Vath - der Thomas Müller des SV Fautenbach

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16. August 2022
Jonas Vath (vorne) durfte sich am Sonntag gleich fünf Mal von seinen Teamkollegen feiern lassen.

Jonas Vath (vorne) durfte sich am Sonntag gleich fünf Mal von seinen Teamkollegen feiern lassen. ©Amira Vollmer

Die "Edelwäscher" haben als Aufsteiger in die Bezirksliga mit dem 8:3-Erfolg beim Zeller FV dank des fünffachen Torschützen für Aufsehen gesorgt.

Wenn man als Aufsteiger voller Euphorie in die neue Saison startet und nach fünf Minuten mit 0:2 zurückliegt, können schnell alle Dämme brechen. Beim SV Fautenbach war am Sonntag das exakte Gegenteil der Fall. Die „Edelwäscher“ ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und schossen den Zeller FV am Ende mit sage und schreibe 8:3 aus dem heimischen Badwaldstadion. Held das Tages war Stürmer Jonas Vath mit fünf Toren.

„Ich habe bei den Aktiven schon zwei-, dreimal vier Tore gemacht, aber fünf noch nie“, zeigte sich der Goalgetter begeistert, lobte aber direkt auch seine Mitspieler, die ihm die Treffer teilweise fast schon auf dem Silbertablett servierten: „Die Tore waren super vorgelegt, auch von meinem Sturmkollegen Marcel Koch, der selbst nicht getroffen hat.“

Nervöser Beginn

Für den frühen 0:2-Rückstand machte Vath „ein bisschen Nervosität im ersten Bezirksligaspiel“ verantwortlich – wobei die Achtertäler selbst nach 120 Sekunden schon hätten führen können, als ein ZFV-Abwehrspieler im letzten Moment auf der Linie klärte. Mit dem ersten Treffer des 24-Jährigen in der 18. Minute zum 1:2 – mit einem satten Flachschuss aus 15 Metern – übernahm der Aufsteiger dann aber das Kommando. Und spätestens nach dem Platzverweis für Zells Kapitän Joshua Wemmer wegen eines Handspiels auf der Torlinie (31.) schlug das Pendel deutlich in Richtung Fautenbach aus.

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Den fälligen Elfmeter überließ Vath seinem Teamkollegen Joshua Mark, sonst wäre er am Ende womöglich sogar ein sechsfacher Torschütze gewesen. „Ich habe bei den Stadtmeisterschaften in Achern einen verschossen. Joshua wollte eigentlich kürzertreten und hat jetzt nur ausgeholfen wegen einiger Ausfälle. Er hatte es als Oldie im Team verdient, diesen Elfmeter zu schießen“, lacht Vath, der sich mit seinen 24 Jahren selbst schon zu den „Erfahrenen im Team“ zählt.

Perfekter Trainer-Einstand

Nach dem 2:2 nutzten die Fautenbacher die Konfusion in der Zeller Abwehr gnadenlos aus und zogen bis zur Halbzeit auf 5:2 davon. Vath hatte da schon dreimal getroffen, ein weiteres Tor steuerte Mark Leipi bei. Und direkt nach dem Wiederbeginn netzte der Torjäger zum vierten Mal ein. Hätten die Gäste danach ihre Angriffe konsequenter ausgespielt, wäre ein zweistelliges Ergebnis für den ZFV kaum vermeidbar gewesen. So fielen aber in der Schlussphase „nur“ noch die Treffer sieben und acht durch Vath (85.) und Thomas Baumert (89.).

Der neue SVF-Trainer Asbet Asa hätte sich kaum einen besseren Einstand wünschen können. Für seinen Matchwinner hatte er nur lobende Worte parat: „Jonas ist unser Thomas Müller. Er hat ein gutes taktisches Verständnis, ist ehrgeizig, ein sehr positiver Typ und für jeden Spaß zu haben.“ Für die Zukunft sieht er bei Vath „wie bei einigen seiner Mitspieler noch Entwicklungspotenzial, dass er längst nicht ausgeschöpft hat.“

"Eingeschworener Haufen"

Die Komplimente gibt der Torjäger direkt an seinen Trainer zurück: „Er arbeitet sehr akribisch, ist immer früh da vor dem Training. Unsere Meinung ist ihm wichtig, er führt viele Einzelgespräche. Das finde ich sehr gut.“ Allgemein ist die Euphorie rund um den SV Fautenbach spürbar, selbst im rund 50 Kilometer entfernten Zell a. H. stellten die Rothosen rund zwei Drittel der anwesenden Zuschauer. „Da gibt es viele Leute, die bei jedem Spiel dabei sind. Das hilft uns enorm. Wir sind ein extrem eingeschworener Haufen“, sagt Vath, der als Business-Analyst bei der Firma powercloud arbeitet, dem Hauptsponsor des Oberligisten SV Oberachern. Abwerbeversuche gab es aber auch nach seinem Fünferpack noch nicht. „Bisher habe ich keinen Anruf erhalten“, lacht Vath.

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