Lokalsport

Jovicic auf den Spuren seines Vaters

Autor: 
Michaela Quarti
Lesezeit 4 Minuten
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17. Mai 2005
An das Hausacher Waldstadion hat Daniel Jilg gute Erinnerungen: »Da habe ich schon einmal mit dem SV Linx gegen den SV Hausach mit 6:0 gewonnen«, blickt der Torhüter des Fußball-Oberligisten FC Villingen zuversichtlich Richtung Peterstaler-Pokalfinale heute in einer Woche in Hausach (18.30 Uhr), obwohl die Amateure des Bundesligisten SC Freiburg als Tabellenvierter der Oberliga und als zweimaliger 2:1-Sieger in der Meisterschaft als Favoriten gelten. »Wir haben immerhin den Regionalligisten SC Pfullendorf mit einem 1:1 nach Verlängerung im Halbfinale ausgeschaltet«, meint Jilg selbstbewusst.
Der südbadische Pokal und die damit verbundene Teilnahme am DFB-Pokal sind allerdings nicht das vordringliche Ziel des FC Villingen, der derzeit vor allem um den Klassenerhalt kämpft. Als Drittletzter der Oberliga stecken die Schwarzwälder bei voraussichtlich vier Absteigern ganz dick im Abstiegssumpf. Aber auch hier ist der in der Offenburger Reha-Werkstatt als Arbeitserzieher arbeitende Jilg zuversichtlich. »Zwei Siege könnten reichen«, glaubt Jilg und setzt auf die Heimspiele gegen den bereits gesicherten VfR Mannheim (Samstag) und zum Saisonfinale gegen den nur einen Punkt besseren Kontrahenten SV Bonlanden. Und auch das Auswärtsspiel dazwischen beim fünf Punkte besseren Zwölften FV Lauda wertet er nicht im Vorfeld als verloren. Warten wir`s ab. Genauso wie eine Entscheidung über Jilgs Zukunft. Der frühere Torhüter des SV Linx, der vor einem Jahr über die halbjährige Zwischenstation 1. FC Pforzheim zum FC Villingen kam, will erst die Frage des Klassenerhaltes des FC in der Oberliga beantwortet wissen. rue Die Handball-Saison in der Ortenau ist zwar zu Ende, doch Urlaub hat Mladen Jovicic noch nicht. Der 22-jährige Torhüter, der der große Rückhalt der SG Willstätt/ Schutterwald II bei der Meisterschaft in der Südbadenliga war und in den letzten Spielen auch bei der SG W/S I noch zu einigen Zweitliga-Einsätzen kam, hat von Nationaltrainer Kasim Kamemica eine Einladung für die bosnische Nationalmannschaft erhalten. Am nächsten Dienstag muss er in Sarajewo sein, zwei Tage später geht`s dann bis 3. Juni zum Trainingslager nach Tunesien, bevor am 11. und 19. Juni die EM-Qualifikationsspiele gegen Norwegen anstehen. »Das ist für mich die Bestätigung einer guten Saison«, ist Mladen Jovicic stolz, vielleicht erstmals für sein Land spielen zu dürfen, nachdem er schon einmal im Juni des vergangenen Jahres bei einem Trainingslager der bosnischen A-Nationalmannschaft in Kroatien dabei war. Das Handball-Talent hat der Student, der in Straßburg Bau-Ingenieurwesen studiert, von seinem Vater geerbt. Borka Jovicic war jugoslawischer Nationalspieler und trainierte den französischen Erstligisten Mulhouse. Inzwischen ist der 48-Jährige seit drei Jahren Trainer des Landesligisten TV Weil am Rhein. Noch offen ist allerdings, wo Mladen Jovicic, der vor zwei Jahren vom elsässischen Erstligisten Selestat kam, nach dem Ende der Spielgemeinschaft Willstätt/Schutterwald spielt. »Mir gefällt es gut in Willstätt, und Trainer Rudi Fritsch hat gesagt, ich soll bleiben. Doch die entscheidenden Gespräche sind noch nicht geführt«, erklärt Jovicic, der - die Lizenzerteilung vorausgesetzt - nächste Saison auf eine Chance im Zweitliga-Team des TV Willstätt hofft. rue Eine feste Institution im Sport-Kalender des Kinzigtals war in den letzten 14 Jahren das Tennis-Turnier des TC BW Zell a.H., einst als kleines Preisgeldturnier gestartet, ab 1999 dann ein Future-Turnier und 2003 und 2004 sogar zum Challenger-Turnier aufgestiegen, bei dem Weltranglisten-Stars wie Marc-Kevin Goellner oder Jens Wöhrmann aufgeschlagen haben. In diesem Jahr fehlen die Zeller im internationalen Turnierkalender. Nachdem der ehedem ausrichtende TC Blau-Weiß Zell a.H. im vergangenen Jahr ins Insolvenzverfahren gegangen war, war dem Nachfolgeverein TC Zell a.H. die Situation auf der Anlage Gasselhalde zu ungewiss. »Wir wussten lange nicht, ob wir auf unseren Freiplätzen spielen können, deshalb war uns eine Ausrichtung zu riskant«, erklärte der ehemalige Turnierdirektor Marcus Hug. Und eine kurzfristige Absage wäre zu einem kostspieligen Unterfangen geworden, zudem hätte es mit Sicherheit die Chancen geschmälert, zukünftig noch mal ein ATP-Turnier ausrichten zu können. Denn Marcus Hug und seine Mitstreiter haben dem Turniergedanken noch lange nicht entsagt. »Wir können uns durchaus vorstellen, schon im nächsten Jahr wieder ein Turnier, sei es Future oder Challenger, auszurichten«, bekräftigt Hug, zumal auch einige Sponsoren signalisiert haben, die »Internationalen« in Zell weiter zu unterstützen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Situation mit den Freiplätzen langfristig geklärt ist. Im Moment hat da der Insolvenzverwalter Albert Hirt noch die Hand auf der Gasselhalde, der TC Zell hat die Plätze für seinen Spielbetrieb erst mal bis September nur angemietet. miqua

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