Juniorenfußball

Jugend des Karlsruher SC mit guten Nerven

Autor: 
Melissa Lang
Lesezeit 4 Minuten
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27. August 2018
Die Offenburger Nachwuchsspieler Toni Heizmann (l.) und Marco Maier (r.) im Kampf um den Ball mit einem Gegenspieler.

Die Offenburger Nachwuchsspieler Toni Heizmann (l.) und Marco Maier (r.) im Kampf um den Ball mit einem Gegenspieler. ©Christoph Breithaupt

Jugendfußball auf höchstem Niveau gab es Samstag im Offenburger Karl-Heitz-Stadion zu sehen. Elf Teams kämpften beim vierten Bernd-Schmider-Gedächtnisturnier um den begehrten Wanderpokal, am Ende löste die U13 des Karlsruher SC den SC Freiburg als Titelverteidiger ab. 

Bereits zum achten Mal lud der Offenburger FV zum hochkarätigen Jugendturnier, zum vierten Mal wurde dabei um den Bernd-Schmider-Gedächtnis-Cup gespielt im Andenken an den 2014 verstorbenen ehemaligen OFV-Spieler und Trainer. Im prominent besetzten Teilnehmerfeld schickten nicht nur der Karlsruher SC und Eintracht Freiburg, Kooperationspartner des SC Freiburg, ihre Jugendteams ins Rennen. Mit dem FC Augsburg, Eintracht Frankfurt, dem SC Freiburg und dem 1. FC Nürnberg traten gleich vier Teams aus Nachwuchsleistungszentren der Bundesliga an. Das elf Mannschaften umfassende Teilnehmerfeld wurde durch den Freiburger FC, den SV Oberwolfach, den gastgebenden OFV sowie Racing Straßburg komplettiert. 

Während die Nachwuchsspieler im vergangenen Jahr mit brütender Hitze zu kämpfen hatten, gab es dieses Mal das Kontrastprogramm: 15 Grad und Nieselregen über den gesamten Turniertag verteilt. Doch OFV-Jugendkoordinator Dominik Hildebrand nahm das Wetter sportlich: »Bis auf den Regen hatten wir perfektes Fußballwetter. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann wir an diesem Turnier unter 30 Grad hatten. Das war mal eine schöne Abwechslung.« 

Auf drei Plätzen gespielt
Unter dem Motto »Ganz egal, wer die Tore schießt, Hauptsache die Jugend gewinnt«, war das Turnier wieder sehr gut organisiert. Zeitgleich wurde auf allen drei zur Verfügung stehenden Plätzen gespielt, um längere Wartezeiten zu vermeiden. Auch die kurzfristige Absage des FSV Frankfurt, die zuerst eine große Lücke in den Turnierplan riss, entpuppte sich im Nachhinein als Glücksfall. »Durch diese Absage hatten wir die Möglichkeit, die einzelnen Mannschaften samt ihrer Trainer und Betreuer nacheinander zum Mittagessen zu schicken. Niemand musste lange auf das Essen warten«, so Hildebrand. 

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Die U13 des Offenburger FV, die urlaubsbedingt auf viele Stammspieler verzichten musste, kam gut ins Turnier und gewann ihr erstes Spiel gegen Eintracht Freiburg deutlich mit 3:0. In den nächsten beiden Begegnungen unterlag man dem FC Augsburg und dem späteren Finalisten FC Nürnberg jeweils mit 0:1. Und gewann gegen Straßburg mit 3:1. Aufgrund der Absage des FSV Frankfurt gelang dem Heimteam in der Fünfergruppe sogar der Sprung in die Zwischenrunde, wo die Hildebrand-Elf nach hartem Kampf dem favorisierten SC Freiburg mit 0:2 unterlag. Trotzdem war Hildebrand zufrieden: »Wenn man bedenkt, dass wir eine Vielzahl an Spielern momentan überhaupt nicht zur Verfügen haben und deshalb auch ein paar ganz Junge dabei hatten, können wir uns nicht beklagen.« In der Abschlusstabelle landete die U13 auf einem guten sechsten Rang. 

Auf dem Zahnfleisch
Der SC Freiburg konnte seinen Titel nicht verteidigen. Gegen Ende verließen auch den Sportclub die Kräfte, sodass man im Spiel um Platz drei gegen die überlegenen Straßburger keine Chance mehr hatte (0:2). »Der ganze Tag war für die jungen Spieler natürlich sehr anstrengend. Bis zu neun Spiele mussten bewältigt werden, da ist es ganz normal, dass man irgendwann auf dem Zahnfleisch geht. Umso schöner ist es, dass sich niemand ernsthaft verletzt hat«, sagte der Koordinator nach Abschluss des Turniers. 

Vor dem Finale stimmten beide Trainer ihre Jungs nochmals ein. Auf der einen Seite stand KSC-Coach Marco Hüttlin, der auf dem Weg ins Endspiel zwei Mal im Neunmeterschießen um das Weiterkommen bangen musste. Auf der anderen Seite Nürnbergs Trainer Soner Calisir, dessen Team bis dato noch kein Spiel verloren hatte und als Favorit galt. Spielerische Höhepunkte suchten die Zuschauer im Finale dann vergeblich. Nürnberg dominierte zwar, brachte den Ball aber nicht im Tor der Karlsruher unter. Da nach 20 Spielminuten kein Sieger ermittelt werden konnte, traten die Finalisten im Neunmeterschießen gegeneinander an. Der Karlsruher SC behielt schließlich zum dritten Mal knapp die Oberhand und gewann den Wanderpokal. 

Info

Ergebnisse

Bernd-Schmider-Gedächtnisturnier der U13/U14 in Offenburg:

• Vorrundengruppe heimatec:

Karlsruher SC – Eintracht Frankfurt  1:1

Offenburger FV II – Freiburger FC    1:0

SC Freiburg – SV Oberwolfach     4:0

Karlsruher SC – SC Freiburg     0:1

SV Oberwolfach – Offenburger FV II    0:6

Freiburger FC – Eintracht Frankfurt    0:1

Eintracht Frankfurt –Offenburger FV II   2:1

SV Oberwolfach – Karlsruher SC    0:6

SC Freiburg – Freiburger FC    1:0

Offenburger FV II – SC Freiburg0:1

Freiburger FC – Karlsruher SC 1:1

Eintracht Frankfurt – SV Oberwolfach   5:0

SV Oberwolfach – Freiburger FC   0:4

Karlsruher SC – Offenburger FV II   1:1

SC Freiburg – Eintracht Frankfurt   0:1

1. Eintracht Frankfurt 5 10:2 13

2. SC Freiburg 5 7:1 12

3. Offenburger FV II 5 9:4 7

4. Karlsruher SC 5 9:4 6

5. Freiburger FC 5 5:4 4

6. SV Oberwolfach 5 0:25 0

 

• Vorrundengruppe Sparkasse

Eintracht Freiburg – Racing Straßburg   0:3

1. FC Nürnberg – FC Augsburg    0:0

FC Augsburg – Racing Straßburg    1:1

Eintracht Freiburg – Offenburger FV    0:3

1. FC Nürnberg – Racing Straßburg   2:1

Offenburger FV – FC Augsburg     0:1

1. FC Nürnberg – Offenburger FV    1:0

FC Augsburg – Eintracht Freiburg   4:0

Eintracht Freiburg – 1. FC Nürnberg   2:0

Offenburger FV – Racing Straßburg    3:1

1. FC Augsburg 4 6:1 8:2

2. 1. FC Nürnberg 4 3:3 7

3. Offenburger FV 4 6:3 6

4. Racing Straßburg 4 6:6 4

5. Eintr. Freiburg 4 2:10 3

 

Viertelfinale:

Eintr. Frankfurt – 1. FC Nürnberg   0:4

Offenburger FV I – SC Freiburg   0:2

Offenburger FV II – Racing Straßburg   2:3

FC Augsburg – Karlsruher SC    E. 5:6

Halbfinale:

1. FC Nürnberg – SC Freiburg    2:0

Racing Straßburg – Karlsruher SC    E. 4:6

 

Spiel um Platz 9:

Freiburger FC – Eintracht Freiburg  3:0

Spiel um Platz 7: 

Eintracht Frankfurt – Offenburger FV II   0:2

Spiel um Platz 5:

Offenburger FV - FC Augsburg   0:2

Spiel um Platz 3:

SC Freiburg – Racing Straßburg   0:2

Finale: 

FC Nürnberg – Karlsruher SC  4:5 n. E. 

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