Lokalsport

»Jugend forscht« - und Routinier Bernd Konprecht hat die Aufsicht

Autor: 
Michaela Quarti
Lesezeit 4 Minuten
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04. Mai 2006
Viele neue Namen und eine Konstante, die Konprecht heißt. So präsentiert sich die Offenburger FG 2006 in der Faustball-Bundesliga. Neu ist auch die Zielsetzung: Von einer Medaille wagt niemand zu träumen, es geht einzig und allein um den Klassenerhalt. Ein erster Grundstein dazu kann bereits am Samstag im Heimspiel (16 Uhr) gegen Aufsteiger TV Unterhaugstett gelegt werden.
Offenburg. In der Hallensaison hatte Bernd Konprecht eine Pause eingelegt, im Feld wollte er dann wieder angreifen. »Der Grundgedanke war, nochmal eine Medaille bei einer deutschen Meisterschaft zu holen«, sagt der 33-Jährige offen. Doch dann verabschiedete sich einer nach dem anderen der alten Weggenossen. Stephan Lutz hatte seinen Rücktritt bereits vor einem Jahr angekündigt, Stefan Birth und Axel Rottenecker entschlossen sich nach der Hallensaison zu diesem Schritt. Spielertrainer Ralf Herp benötigte eine Auszeit. Und plötzlich war von der ehedem so eingespielten und erfolgreichen Truppe nur noch Bernd Konprecht übrig. Einen Trainer gab`s auch nicht mehr - weder im Verein noch von außerhalb. »Irgendwann hab` ich gesagt, ich übernehme die Verantwortung«, so Bernd Konprecht, »mit Unterstützung von Michael Haas und meinem Bruder Stefan.« Die beiden 20 Jahre alten Junioren-Nationalspieler sind die Jüngsten im Team, doch auch die Teamkollegen sind nur ein Jahr älter: Die Zwillinge Christian und Thomas Häusler, Spielführer Matthias Lilienthal und Philipp Fischer - alle Jahrgang 1985. »Jugend forscht« heißt es anno 2006 also bei der OFG, und deshalb ist das Ziel diesmal auch ein anderes. »Es kann nur Klassenerhalt heißen«, sagt Bernd Konprecht und will erst gar nicht an Größeres denken: »Wenn alles optimal läuft, kann`s ins Mittelfeld gehen. Doch das ist schwierig genug«, macht sich der Routinier aus der bekannten Offenburger Faustball-Dynastie nichts vor. Der Klassenerhalt in der Hallenrunde wurde zwar noch mit Ralf Herp und Stefan Birth locker erreicht, doch im Feld ist es traditionell schwieriger. »Bei Sonnenscheinwetter ist es relativ einfach, ein Spiel aufzuziehen«, sagt Konprecht, »doch Wind und Regen sind im Feld erhebliche Faktoren. Deshalb wird es schwieriger, die Klasse zu halten.« »Liga ausgeglichen« Doch die Jugend nimmt die Sache locker in Angriff. »Die Liga ist ziemlich ausgeglichen. Da ist alles drin«, sagt Spielführer Matthias Lilienthal vorsichtig optimistisch und ergänzt: »Wir müssen nur unsere Leistung bringen, dann müsste es reichen.« Immerhin macht die Faustball-Bundesliga grundsätzlich einen Wandel durch. Viele Routiniers haben aufgehört, neue Gesichter drängen nach vorn. Klar ist nur die Favoritenrolle, die der TV Waibstadt trägt, ansonsten scheinen die sieben Mannschaten relativ ausgeglichen. Von Vorteil könnte es da sein, dass die OFG den Generationenwechsel schrittweise bereits vollzogen hat. »Es ist ja auch nicht so, dass da sechs Frischlinge stehen«, erinnert Bernd Konprecht. Wie es ist, plötzlich in der Bundesliga zu spielen, hat beispielsweise Matthias Lilienthal bereits erfahren. »Das Leistungsniveau ist höher, der Druck größer«, sagt der Ex-Dinglinger und gibt zu: »Daran muss man sich erst gewöhnen.« Neu dabei in der Feldrunde ist Michael Haas. Der Ex-Koblenzer stand allerdings bereits in der Hallenrunde im Team und entspricht dem typischen Allrounder. »Wenn es diverse Probleme in einzelnen Mannschaftsteilen gibt, kann ich eingreifen«, verspricht der Junioren-Nationalspieler, der genauso wie Stefan Konprecht zum Perspektivkader der Nationalmannschaft für die WM 2007 im eigenen Land gehört. Haas und Stefan Konprecht stehen dabei stellvertretend auch für die neue Generation im Offenburger Faustball, deren Zukunft so schlecht nicht ist. »Diese Mannschaft hat Perspektive, wenn sie an sich arbeitet«, ist Bernd Konprecht überzeugt. Und dann darf man vielleicht in zwei, drei Jahren auch wieder von einer DM-Medaille träumen. Bis dahin geht`s allerdings erst mal um den Klassenerhalt. Der müsste möglich sein. Konprecht jedenfalls betont: »Einen Abstieg kalkuliere ich nicht ein. Der wäre auch ein Rückschritt.« Center Court ist neu Zumal sich auch außerhalb der Mannschaft einiges tut. Dadurch, dass es erstmals sieben Heimspiele gibt statt wie bisher zwei Heimspieltage, konnten diese besser vermarktet werden. Auf der Anlage im Männerbad wird nun sogar ein Center Court aufgebaut, dazu gibt es Bandenwerbung, Plakate und Flyer. Und am Samstag hat die Mannschaft die Gelegenheit, sich zwischen 9.00 und 13.00 Uhr auf dem Offenburger Markt zu präsentieren. »Es bewegt sich einiges im Umfeld«, freut sich Bernd Konprecht. Jetzt muss die Mannschaft nachlegen - gleich am Samstag im Heimspiel gegen Aufsteiger TV Unterhaugstett.

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