Lokalsport

»Jungfüchse« dürfen nach und nach Faustball-Bundesligaluft schnuppern

Autor: 
Michael Bittner
Lesezeit 3 Minuten
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29. Oktober 2003
Auf den ersten Blick sieht es so aus, als würden die Faustballer der Feuerwehr Offenburg in gewohnter Manier mit den bewährten Assen die neue Hallensaison in der Bundesliga in Angriff nehmen. Aber in Wirklichkeit vollzieht die FFW Offenburg schon jetzt einen personellen Umbruch, bereitet mit einer Vielzahl von jungen Akteuren die Wachablösung der Routiniers vor.
Offenburg. Sechsmal in Folge haben die FFW-Faustballer in den letzten Jahren die DM-Endrunde erreicht. Darauf können die Mannen um Bernd Konprecht stolz sein, aber die Cracks in diesem eingespielten Team sind mittlerweile alle im Alter von »30 plus« im Schnitt. Bevor sich dieses Offenburger »Top-Sechs-Team« in der ersten Bundesliga schon bald den Namen »Rentnerband« einhandelt, leitet man nun den Verjüngungsprozess ein. Es bieten sich für die Stammformation eine Reihe junger Kräfte an, die nach und nach in der am Samstag beginnenden neuen Spielrunde eingebaut werden. Nationalspieler Ralf Herp übernahm nach Abschluss der Feldsaison wieder das Amt des Spielertrainers, löst Bernd Konprecht ab, der gerne nur noch seine Rolle auf dem Spielfeld als Schlagmann wahrnehmen will. Abwehrspieler Ralf Herp war vor drei Jahren schon einmal Verantwortlicher des Teams und stellt sich jetzt wieder zur Verfügung. Er möchte jetzt auch die personellen Veränderungen in Angriff nehmen: »Bis in ein oder zwei Jahren werden vom bewährten Stamm vielleicht nur noch ein oder zwei Spieler zur Verfügung stehen. Da wird es jetzt Zeit zur altersmäßigen Umstellung«, meint der Coach. »Der Leistungssprung der Talente von einer guten Jugendmannschaft nun in die erste Bundesliga ist fraglos sehr groß, aber dennoch möchte ich in jedem Spiel einen Jungen einsetzen«, lautet Herps Zielvorgabe. Start für die Youngster Der 18-jährige Thomas Häusler soll an diesem Samstag im Heimspiel gegen den Neuling TSV Schwieberdingen in der Schillerhalle als Erster Bundesligaluft schnuppern. Natürlich bilden die sieben Jungen im Kader (meist 18 Jahre alt) in erster Linie die FFW-Reservemannschaft in der Faustball-Verbandsliga. Wer von ihnen allerdings dreimal in der Bundesliga-Garnitur zum Einsatz kommt, hat sich automatisch dort festgespielt, darf nicht mehr in der Zweiten mitwirken. Da bedarf es also auch einer taktischen Vorgehensweise beim Einsatz dieser Youngster in der ersten Liga. Der Umbruch, der jetzt eingeleitet wird, hat jedoch keinen Einfluss auf die sportlichen Ziele der Mannschaft, denn sie strebt eimal mehr die deutsche Endrunde im März in Hamm an. »Platz drei in der Runde der Südliga ist wiederum Bedingung dafür, um die DM-Finalrunde zu erreichen. Das haben wir wieder ins Auge gefasst«, sagt Abwehrspieler Axel Rottenecker zum noch immer ungestillten Erfolgshunger seiner Mannschaftskollegen, zu denen auch wieder André Prokopp gehört. Im letzten Jahr agierte er noch als Spielertrainer, dann legte er eine halbjährige Pause ein. Starke Konkurrenz Aber leicht wird das Unternehmen siebte DM-Qualifikation für die erfolgreichen Feuerwehr-Faustballer nicht. Die beiden Vaihinger Klubs TV und NLV sowie Weil der Stadt oder Oggersheim und Roth sind dicke Brocken, die den Offenburgern im Wege liegen. Aber ums Können der FFWler braucht man sich keine Gedanken zu machen, mehr hängt davon ab, ob man verletzungsfrei durch die Runde kommt und ob der eine oder andere junge Spieler bereits Bundesliga-Tauglichkeit beweist. Diesbezüglich ergaben die drei absolvierten Vorbereitungsturniere in den letzten Wochen noch keinen grundlegenden Aufschluss. Die Leistungen des gesamten Teams in diesen Begegnungen waren eher als durchschnittlich zu bewerten. Nach drei Saisonspielen folgt im November eine Liga-Pause, denn die Nationalmannschaft weilt für zwei Wochen in Port Alegre bei den Weltmeisterschaften in Brasilien. »Da fahren einige von uns mit, zwar nicht als Spieler dort, sondern als interessierte Faustballtouristen«, freut sich Axel Rottenecker schon heute auf diesen Trip nach Südamerika.

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