Fußball-Bundesliga

Kai Havertz macht den Unterschied

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 3 Minuten
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30. Mai 2020
Während die Leverkusener ihren Matchwinner Kai Havertz (hinten links) feiern, ist den Freiburgern Roland Sallai und Dominique Heintz (v. l.) die Enttäuschung nach dem 0:1 anzusehen.

Während die Leverkusener ihren Matchwinner Kai Havertz (hinten links) feiern, ist den Freiburgern Roland Sallai und Dominique Heintz (v. l.) die Enttäuschung nach dem 0:1 anzusehen. ©dpa

Das 20-jährige Toptalent von Bayer Leverkusen besiegelt mit seinem Treffer die bittere 0:1-Heimniederlage des SC Freiburg zum Auftakt des 29. Spieltags in der Fußball-Bundesliga.

Der SC Freiburg hat die zweite Heimniederlage nach dem Wiederbeginn der Fußball-Bundesliga kassiert. Der Sport-Club unterlag Bayer Leverkusen mit 0:1 (0:0) durch einen Treffer von Kai Havertz, der später verletzt ausgewechselt werden musste.
Leverkusens Trainer Peter Bosz setzte nach der 1:4-Niederlage gegen Wolfsburg auf Rotation und wechselte gleich auf sechs Positionen. Auch SC-Trainer Christian Streich veränderte seine Startelf und brachte vier frische Kräfte in sein 4-4-2-System. Am überraschendsten war dabei die Rückkehr von Verteidiger Lukas Kübler, der sein letztes Spiel im Oktober 2019 gegen Dortmund gemacht hatte und sich danach schwer am Knie verletzte. Er übernahm die rechte Außenbahn für Jonathan Schmid, der genau wie Manuel Gulde, Amir Abrashi und Luca Waldschmidt auf der Bank saß.

Gäste mit 78 Prozent Ballbesitz

Den ersten Szenenapplaus von seinem Trainer verdiente sich Kübler nach 20 Minuten für einen bissigen Verteidigungseinsatz. Und dieser stand sinnbildlich für die gesamte erste Hälfte, in der die Freiburger fast nur damit beschäftigt waren, die Leverkusener von ihrem Tor fernzuhalten. Bayer hatte zwar 78 Prozent Ballbesitz, aber nur eine Chance durch einen Weitschuss von Charles Aranguiz (21.).

Obwohl gar nichts darauf hindeutete, hätten die Freiburger trotzdem mit einer Führung in die Pause gehen müssen. Denn nach einem super Pass von Roland Sallai über die aufgerückten Leverkusener hinweg lief Lukas Höler (43.) allein auf Torwart Lukas Hradecky zu, war aber nicht so cool wie bei seinem Treffer in Frankfurt, sondern schoss am langen Pfosten vorbei. Es war erst die zweite Torannäherung der Freiburger, die nur in der Anfangsphase durch Vincenzo Grifo (7.) einen Torschuss abgaben. 

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Koch verletzt sich

Allerdings war auch Leverkusen überraschend ungefährlich. Die Freiburger hatten sich offensichtlich vorgenommen, nicht wieder so viele Chancen zuzulassen wie beim glücklichen 1:1 im Hinspiel in Leverkusen und zuletzt in den Auswärtsspielen in Frankfurt und Leipzig. Kübler hatte zwar viel damit zu tun, dem schnellen und wendigen Leon Bailey zu folgen, aber dessen Flanken waren zu ungenau, und auch Nationalstürmer Kai Havertz blieb extrem unauffällig. 

Das änderte sich zu Beginn der zweiten Hälfte, als der SC offensiv mehr riskierte und ein Tor durch Havertz (55.) kassierte, der nach einem Doppelpass mit Bailey Torwart Alexander Schwolow tunnelte. Ein Doppelwechsel gut zehn Minuten später brachte die erste gute Möglichkeit für die Freiburger. Schmid (68.) führte sich mit einem flachen Weitschuss ein, den Hradecky zur Ecke abwehrte. Als Streich eine weiteren Doppeleinwechslung vorbereitete, blieb Robin Koch verletzt am Boden liegen, so dass er spontan das neue Wechselkontingent ausschöpfte und eine Viertelstunde vor Schluss neben Luca Waldschmidt und Changhoon Kwon auch noch Mike Frantz aufs Feld schickte.

Petersen vergibt Chance zum Ausgleich

Die Freiburger drängten auf den Ausgleich, hatten durch einen Freistoß von Schmid (84.) kurz vor dem Strafraum auch eine gute Chance, doch die Spieler in der Mauer sprangen zu hoch. Nach einem Pass von Christian Günter in den Strafraum hatte Nils Petersen (88.) den Ausgleich auf dem Fuß, traf den Ball aber nicht gut genug.

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